07. Juli 2018 / 19:18 Uhr

SPORTBUZZER-Spiel: Michel Haberecht schockt VfL Wolfsburg

SPORTBUZZER-Spiel: Michel Haberecht schockt VfL Wolfsburg

Jürgen Braun
Der Torschütze: Michel Haberecht schoss das Tor für die Veltins-Auswahl gegen den VfL Wolfsburg.
Der Torschütze: Michel Haberecht schoss das Tor für die Veltins-Auswahl gegen den VfL Wolfsburg. © Boris Baschin
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Sie hatten es sich fest vorgenommen und sie machten es wahr: Die Amateur-Fußballer der Veltins-Auswahl schossen endlich ihr erstes Tor gegen den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Michel Haberecht vom SSV Vorsfelde war der Glückliche. Doch nicht nur das ließ die Auswahl am Samstag in Gifhorn strahlen. Trotz einer Niederlage mit 1:8 (1:2) vor 1500 Zuschauern gegen einen haushohen Favoriten.

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Die Veltins-Auswahl schoss im nunmehr vierten Anlauf nicht nur ihr erstes Tor, sondern: Es war zugleich der Führungstreffer. In der vierten Minute hatte Dennis Hoff vorn nach einem Angriff energisch nachgesetzt, bekam halbrechts den Freistoß. Und Haberecht, der den Platz mag ("Ich habe schon mal in Gifhorn einen Freistoß verwandelt"), schritt zur Ausführung. "Der Keeper hatte nur einen Mann als Mauer hingestellt, da war mir klar, das sollte gehen. Wind und Ball haben gepasst." Für Pavao Pervan, den Torwart-Zugang des VfL, war es zugleich im ersten Spiel mit dem neuen Klub sein erstes Gegentor. VfL-Manager Jörg Schmadtke lobte den Schützen: "Den muss man erstmal reinmachen." Haberecht ist ein Spezialist für direkte Freistöße.

Kommen Standards aus dem Halbfeld, dann geht der Vorsfelder eher mit in den Strafraum.  In Gifhorn spielte der großgewachsene Defensivmann als Innenverteidiger, war mit seiner Oberliga-Erfahrung ein ruhender Pol. Doch auch weniger erfahrene Spieler wie Jan Biller vom Bezirksligisten TSV Hehlingen standen ihren Mann. Biller wehrte sich auf der rechten Seite im Duett mit Vorsfeldes Marcel Weiß gegen die Bundesliga-Profis, die das Spiel immer wieder in die Breite zogen. "Das hat Spaß gemacht", so Biller, der schmunzelnd hinzufügte: "Es war nicht so schwer, wie ich es erwartet hatte, aber den Unterschied hat man dennoch jederzeit gemerkt." Der VfL diktierte das Spiel, machte es aber oft nicht allzu schnell.

Die Veltins-Auswahl (grüne Trikots) gegen den VfL Wolfsburg 2018 (1:8). Die Startteams. Zur Galerie
Die Veltins-Auswahl (grüne Trikots) gegen den VfL Wolfsburg 2018 (1:8). Die Startteams. ©
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Bemerkenswert aber blieb: Zur Pause führte der Favorit nur 2:1, hatte allerdings auch dreimal Aluminium getroffen. Nach dem Seitenwechsel wurde es deutlicher. Jedoch: Die Amateure, zusammengestellt aus Spielern von Oberliga bis Bezirksliga, kämpften um den Weg nach vorn, fanden ihn auch ab und an. Lucas Friedrich vom SV Reislingen/Neuhaus und Marko Bagovic vom MTV Gifhorn hatten noch das zweite Tor auf dem Fuß. "Wenn das gelungen wäre", so der langjährige Auswahl-Coach Willi Feer, "dann hätte ich allerdings darüber nachdenken müssen, ob ich nicht zurücktreten sollte."

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Lob von Labbadia

Feer, ansonsten Trainer des TSV Hillerse, und Michael Spies vom MTV Gifhorn waren als Coaches der Auswahl sehr zufrieden. Feer: "Schade, dass I haben wir gesetzt, das Tüpfelchen wäre ein zweites Tor gewesen. Wir wollten aus einem Konter oder aus einem Standard endlich ein Tor machen. Die Jungs haben auf dem Feld optimal umgesetzt, was wir uns vorgestellt haben, haben das bisher beste Ergebnis der Veltins-Auswahl geschafft." Spies sagte: "Wir sind topzufrieden, das war eine gute Leistung, die Mannschaft hat sich gut unterstützt, immer versucht, eine Ordnung zu bewahren. Schade waren nur die zwei späten Tore. Sonst wäre es ein richtiges Klasse-Ergebnis gewesen."

Ein Blick in die Kabine der Veltins-Auswahl

Das Urteil von VfL-Coach Bruno Labbadia sollte Musik in den Ohren der Amateure sein. "Unser Gegner hat das sehr organisiert gemacht." Feer und Spies waren glücklich, dass ihre Arbeit sich für den Außenseiter ausgezahlt hatte. Feer: "Mit einem wie Michael an der Seite, der als Profi schon alles erlebt hat, ist es natürlich gut. Da schauen die Jungs ja noch besser hin im Training." Spies gab das Kompliment zurück: "Wenn einer mit soviel Herz und Leidenschaft dabei ist, dann ist es für mich einfach. Ich habe doch nur ein bisschen mitgearbeit. Wir wollten den Jungs Spaß und Freude vermitteln, darauf kommt es auf dieser Ebene und in so einem Spiel doch an." Die Rechnung ging auf, auch nach der Pause gab es Chancen. Und für die größte Freude hat das Tor gesorgt. Schiedsrichter Oliver Jakob (SV Gartenstadt) staunte über den Frühstart und die Freistoß-Qualität: "Damit hatte ich nicht gerechnet." Was ihm gefallen hatte: "Ein sehr faires, ruhiges Spiel."

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