Vorlesung von RB Leipzig im Audimax (3) (Christian Modla) Lecture im überfüllten Audimax der Uni Leipzig: Ralf Rangnick (li.) und Ralph Hasenhüttl. © Christian Modla
Vorlesung von RB Leipzig im Audimax (3) (Christian Modla)

Sportdirektor Rangnick will RB-Spieler künftig an die Uni Leipzig führen

Ralf Rangnick, Ralph Hasenhüttl und Lukas Klostermann sprachen im überfüllten Audimax der Uni über ihren Bildungsweg, die Vereinbarkeit von Fußball und Studium sowie den Nutzen der Alma Mater für RB Leipzig. 

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Leipzig. Mittwoch, 18.30 Uhr. Eigentlich kein guter Zeitpunkt für eine Vorlesung an der Universität Leipzig. Außer es ist Prominenz zu Gast. Bei der Anwesenheit der drei Erfolgsgaranten von RB Leipzig, Sportdirektor Ralf Rangnick, Trainer Ralph Hasenhüttl und Verteidiger Lukas Klostermann, lassen sich die Studenten nicht zweimal bitten. Es ist wie vor einem Spieltag am Stadion, Schlangen bilden sich am Einlass. Das Audimax mit 800 Plätzen ist proppenvoll, die Zuhörer sitzen auf der Treppe. Etwa 200 Interessierte müssen draußen bleiben.

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Rangnick, der bekannt dafür ist die neusten Entwicklungen der Wissenschaft für seinen Verein zu nutzen, sieht die Uni Leipzig als wichtigen Faktor: „Ich kann mir perspektivisch vorstellen, dass unsere Spieler ein Präsenzstudium hier abliefern. Aber das ist noch Zukunftsmusik.“ Etwa 20 Mitarbeiter von RB Leipzig sind ehemalige Studenten der hiesigen Universität, verdeutlicht der Sportdirektor die enge Verbindung. Nach fünfeinhalb Jahren in Leipzig ist er an diesem Abend allerdings das erste Mal auf dem Campus.

Der Fachschaftsrat für Wirtschaftwissenschaften hat die Veranstaltung zum Thema „Führungspositionen, Motivation, Visionen im Spitzensport“ organisiert. Verteidiger Lukas Klostermann studiert dieses Fach an der Fern-Universität Hagen und ist der einzige RB-Profi, der diesen Spagat zum Leistungssport absolviert: „Momentan ist es eine sehr große Herausforderung, mit den vielen englischen Wochen. Aber für mich war es nach der Schule sehr wichtig, neben dem Fußball noch etwas anderes zu tun. Es gibt noch ein Leben nach der aktiven Karriere.“

„Es ist wichtig, dass man etwas für den Kopf tut"

Auch sein Trainer Ralph Hasenhüttl sieht Bildung als wichtigen Baustein im Sport: „Es ist wichtig, dass man etwas für den Kopf tut. Ich habe selber als Profi-Fußballer lange studiert. Es ist inzwischen sehr viel Taktik und Analyse im Fußball dabei, ein Studium kann nicht schaden“.

RB-Sportdirektor Rangnick hat seinen Spitznamen „Fußballprofessor“ allerdings nicht aus seiner Zeit an der Uni in Stuttgart, sondern von seinem ersten großen Auftritt im Sportstudio, Ende der 90er-Jahre, als er an einer Taktiktafel den Fußball erklärte. Lehramt für Sport und Englisch studierte er neben seiner aktiven Fußballkarriere, damals beim VfB Stuttgart II in der Dritten Liga. „Ich erinnere mich sehr gerne daran. Es war die beste Zeit meines Lebens. Etwas für die grauen Zellen zu machen, macht absolut Sinn“, sagt der 59-Jährige, der sich zwischen den wissbegierigen Studenten sichtlich wohl fühlt.

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