Dieses Foto von Sporttotal.tv zeigt die Kamera im Einsatz. Eine der Kameras von sporttotal.tv. © Frei
Dieses Foto von Sporttotal.tv zeigt die Kamera im Einsatz.

sporttotal.tv will seinen Streaming-Dienst erweitern

Bezirksliga auf dem Sofa? Der Internet-Dienst sporttotal.tv will auch über den Amateurfußball hinaus berichten

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Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga – seit Langem sind die Fußballspiele dieser Spielklassen im Internet zu verfolgen. Zur Rückrunde der Saison 2016/17 war dann der Schritt in den Amateurfußball gekommen. Sporttotal.tv startete Pilotphasen seines Streaming-Dienstes in den Bayernligen Nord und Süd sowie in der Oberliga Niedersachsen. Jüngst kam die Regionalliga West hinzu. Doch das soll nicht das Ende sein, die jüngsten Pläne beinhalten das Vorhaben, noch tiefer in den Amateurbereich zu gehen. Bis 2020 sollen gar die Bezirksligen zu Hause vom Sofa aus verfolgt werden können. Und auch das soll nicht die Endstation sein.

Der Deutsche Fußball-Verband hat im Juli seinen Vertrag mit Sporttotal.tv bis 2027 verlängert, der Niedersächsische Fußball-Verband zog nun nach und verlängerte um die gleiche Laufzeit. Das bedeutet weitere Planungssicherheit. Und diese Planungen schreiten voran, das Spektrum soll deutlich erweitert werden, nicht nur in Niedersachsen. Bis Ende des Jahres sollen alle Oberligen mit an Bord und 200 Kamera-Systeme in deutschen Amateur-Stadien installiert sein. Ende 2019 soll diese Zahl auf 300 steigen. „Wir geben dem Amateurfußball damit eine ganz neue Perspektive und heben ihn in Sachen Medialisierung auf ein neues Level“, betont Karl Rothmund, NFV-Präsident. Das Besondere an dem Angebot: Der Zuschauer kann beispielsweise über die kostenlose App selbst Regie führen, die Perspektive bestimmen und Szenen in sozialen Medien teilen. Die Nutzung ist kostenfrei, das digitale Angebot ist werbefinanziert. Mittlerweile wurden deutschlandweit 80 Kamerasysteme bei Vereinen aus 14 Ligen installiert, 120 weitere folgen bis zur Winterpause. Über 400 Spiele wurden bereits gestreamt. Schrittweise folgen nun deutschlandweit weitere Amateurligen.

Der Oberligist TB Uphusen ist einer der Vereine, die bereits über Erfahrung mit dem Streaming-Dienst verfügen. Florian Warmer, Sportlicher Leiter beim TBU, spricht ausschließlich positiv von der Pilotphase: „Ich bin froh, dass es das gibt. Es ist eine super Sache für den Amateurfußball. Ich kann als Verein meine Spiele, auch Trainingsspiele, aufzeichnen lassen. Zudem haben wir keine Arbeit mit dem Kamerasystem, darum kümmert sich die Firma.“ Vor der Pilotphase gab es jedoch auch Gegenwind. Ein paar Vereine wie beispielsweise Arminia Hannover hatten sich dagegen ausgesprochen. Die Befürchtung: Die Zuschauer bleiben den Plätzen fern und schauen sich die Spiele von zu Hause aus an. „Auf der letzten Sitzung haben sich aber alle ausschließlich positiv über den Streaming-Dienst geäußert“, berichtet Florian Warmer.

Nun will Sporttotal.tv auch die Spiele der Landes- und in etwas ferner Zukunft der Bezirksligen des Landes übertragen. „Schritt für Schritt bis 2020, in Kontakt mit den Bezirksliga-Vereinen werden wir aber nicht vor 2018 treten“, bestätigte ein Mitarbeiter des Portals gegenüber unserer Zeitung. Als nächstes würde die Stark Bremen-Liga mit den Kameras ausgestattet werden. Und bald soll es dann auch die Möglichkeit geben, beispielsweise den TSV Etelsen und den FC Verden 04 im Internet live zu verfolgen. Bedenken gibt es bei den Verantwortlichen nicht. „Ich sehe das positiv. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute zu Hause bleiben. Die, die kommen, werden auch weiterhin kommen. Denn sie wollen auch schnaken, ihr Bier trinken und ihre Wurst essen“, denkt Andre Koopmann, Sportlicher Leiter der Schlossparkkicker. Den gleichen Ton schlägt Verdens Coach Sascha Lindhorst an: „Ich würde auch weiterhin zu den Spielen gehen, ich mag die Stimmung, die Atmosphäre. Für mich als Trainer wäre es natürlich gut, dass man sich dann zeitgleich stattfindende Spiele im Nachhinein anschauen könnte.“

Doch mit Amateurfußball soll die Grenze nicht erreicht sein. Sporttotal.tv plant bis spätestens zum ersten Halbjahr 2018 erste Tests mit Vereinen aus den Sportarten Basketball, Handball und Volleyball. „Bisher zahlen wir lediglich eine Grundgebühr von 15 Euro pro Monat. Wie lange das bei dem Preis dann noch bleibt, ist natürlich die Frage“, gibt Warmer zu Bedenken.

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