Die GFC-Spieler   Florian Otto (l.) und Kritaps Freimanis greifen Blau-Weiß-Akteur Christian Hildebrandt an. FOTOS (3): RONALD KRUMBHOLZ Die GFC-Spieler Florian Otto (l.) und Kritaps Freimanis greifen Blau-Weiß-Akteur Christian Hildebrandt an. FOTOS (3): RONALD KRUMBHOLZ ©
Die GFC-Spieler   Florian Otto (l.) und Kritaps Freimanis greifen Blau-Weiß-Akteur Christian Hildebrandt an. FOTOS (3): RONALD KRUMBHOLZ

Stadt-Derby endet unentschieden

Landesliga: Blau-Weiß Greifswald und Greifswalder FC II trennen sich beim 2:2 leistungsgerecht

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Am 18. Spieltag der Nordstaffel der Fußball-Landesliga trennten sich der FSV Blau-Weiß Greifswald und der Greifswalder FC II 2:2. Das Remis war leistungsgerecht. „Beide Teams hatten ihre Phasen, das Momentum wechselte mehrfach die Seiten“, resümierte BW-Coach Andreas Reiter nach dem Schlusspfiff.

In den ersten Minuten der Partie waren die Gastgeber tonangebend. Früh bedrängten sie die Verbandsligareserve des GFC und provozierten Ballverluste tief in des Gegners Hälfte. Der GFC hatte zu diesem Zeitpunkt mit starkem Gegenwind zu kämpfen – ein wichtiger Faktor in einer Partie, die auch vom Wetter maßgeblich beeinflusst wurde. Der Platz am St. Georgsfeld war stark durchweicht und im Mittelkreis voller Pfützen.

Blau-Weiß konnte aus vielen Halbchancen jedoch zunächst kein Kapital schlagen, so dass die Gäste besser in die Partie fanden. Zwischen Starkregen, Blitz und Donner hatte dennoch der gut aufgelegte Dorian Tank die erste klare Torchance, als er aus 20 Metern an GFC-Keeper Moritz Bohm scheiterte. Die Gastgeber gingen durch ein Tor von Jan Ehlert, der gedankenschnell per Volley vollendete, zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Pause in Führung. Der Torschütze war mit dem Endergebnis schließlich auch deshalb nicht ganz zufrieden: „Schade, dass wir danach doch noch zwei Punkte weggeschenkt haben.“

In der zweiten Halbzeit ging es zunächst hin und her. Beide Teams kämpften mit offenem Visier und zeigten zeitweise gelungene Kombinationen. Nun spielte der Wind eher dem GFC in die Karten. In der 58. Minute entstand im Blau-Weiß-Strafraum eine ähnliche Situation wie vor der Halbzeit auf der Gegenseite. Nach kapitalen Abspielfehlern der Hausherren bekamen die Gäste den Ball unter Kontrolle und Ronny Krüger hatte schließlich keine Mühe, zum 1:1 einzunetzen. „Dass wir in dieser Phase zurückgekommen sind, war auf dem schwer bespielbaren Platz sehr wichtig“, sagt GFC-Kapitän Alexander Glandt. „Wir wollten natürlich auch auf Sieg spielen, obwohl uns wichtige Spieler wie Dirk Erdmann gefehlt haben.“

Doch auch bei den Gastgebern gab es einige Ausfälle zu beklagen. Michael Putzki und Philipp Kleberc etwa waren gelbgesperrt. Dass der GFC (4. Tabellenplatz) es auf die drei Punkte abgesehen hatte, zeigte sich spätestens in der 75. Minute, als der eingewechselte Ole Grunow einen Eckball per Kopf zur Führung veredelte und den FSV damit mitten ins Herz traf. Nun musste Blau-Weiß (6.) wieder mehr für das Spiel tun. Während Maximilian Klug in guter Position noch geblockt wurde, machte es Nico Gust fünf Minuten vor dem Ende besser. Nach einer Ecke von Tank reagierte er am schnellsten und vollendete ins kurze Eck.

Anschließend passierte vor den Toren nicht mehr viel, dafür aber an der Seitenlinie. Nach einer unübersichtlichen Situation zwischen Markus Klaeske und Christian Hildebrandt, bei der eigentlich längst abgepfiffen worden war, sah Letztgenannter glatt Rot, während Klaeske minutenlang behandelt werden musste. So bekam die bis dato sehr faire Partie für einen Moment doch noch Derbycharakter.

Blau-Weiß: Borchardt, Stark, Weylo, Walter, Klug, Tank (Felzmann), Hildebrandt, Ehlert, Gust (von Woedtke), Voigt, Sander.
GFC II: Bohm, Klaeske, Schröder (Sucher), Glandt, Werwath, Otto, Schönfeld (Grunow), Krüger, Sundt, Freimanis, Esko (Kitschke).

Tore: 1:0 Ehlert (44.), 1:1 Krüger (58.), 1:2 Grunow (75.), 2:2 Gust (85.).

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