Ratlosigkeit und Frust bei RB Leipzig: Auch in Porto gab es nichts Zählbares. Ratlosigkeit und Frust bei RB Leipzig: Auch in Porto gab es nichts Zählbares. © Imago
Ratlosigkeit und Frust bei RB Leipzig: Auch in Porto gab es nichts Zählbares.

Standardtore in Porto „kein Zufall“ – RB Leipzig nach Hammerwoche angeschlagen

Drei Niederlagen in Serie – das gab es unter Trainer Ralph Hasenhüttl noch nie. Zwei verlorene „Endspiele“ innerhalb von acht Tagen nagen an RB Leipzig.

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Porto/Leipzig. Der Frust über die verpasste Chance war so groß, dass die Mannschaft von RB Leipzig noch nicht einmal bis zum Fanblock lief, um sich bei den 1.100 mitgereisten Anhängern in Portugal für die Unterstützung zu bedanken. Das Achtelfinale der Königsklasse, es schien zum Greifen nah und ist nach der 1:3-Niederlage beim FC Porto zum Verzweifeln fern. „Uns ist schon klar, dass wir eine Riesen-Chance ausgelassen haben“, sagte ein geknickter Trainer Ralph Hasenhüttl, der sich nach der bitteren Pleite auch noch mit einem surrenden Mikrofon auf der Pressekonferenz herumschlug.

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Die RB-Baustellen nach der Auswärtsniederlage beim portugiesischen Vizemeister im Überblick.

Nummer eins:

Zwei Standardtreffer am Mittwochabend, insgesamt vier gegen Porto in beiden Partien, sind zu viele und „kein Zufall“ meinte Hasenhüttl. Der Plan des RB-Coachs wurde nicht umgesetzt: „Wir haben zu viele Standards im letzten Drittel zugelassen. Wir wollten versuchen, den Gegner weit von uns weg zu halten. Es war uns klar, dass wir von der Wucht und der Kopfballstärke unterlegen sind.“ Marcel Sabitzer ärgerte sich: „Wir waren zweimal unaufmerksam, da machst du dir halt schnell das Spiel kaputt“ und monierte: „Wir haben eine klare Zuteilung, das darf eigentlich nicht passieren.“ Portos Coach Sergio Conceicao verriet, das er im Vorfeld extra solche Situationen trainieren ließ: „Weil das eine Stärke von uns ist und es im Hinspiel so gut funktioniert hat“. Sechs von neun Toren hat Porto in der Königsklasse bereits nach Standards erzielt.

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Nummer zwei:

Der erfahrene Kontrahent hat die besseren Lehren aus dem Hinspiel gezogen. Beim 3:2-Sieg in Leipzig kreierten die Rasenballer in der ersten Halbzeit unzählige Chancen, ließen den Portugiesen kaum Luft zum Atmen. „Wir haben es diesmal besser geschafft, das Leipzig im Mittelfeld nicht so dominant war“, sagte Coach Conceicao. Der Rekordteilnehmer der Königsklasse stand kompakt, ließ durch die Mitte kaum Räume und war erneut äußerst effektiv. Die Offensivpower, die RBL vor zwei Wochen auszeichnete, war im Rückspiel kaum zu sehen, gab Kevin Kampl zu: „Wir sind zu wenig ins letztes Drittel gekommen, haben aus dem Ballbesitz nichts richtiges angefangen. Wir haben zu wenig Lösungen gefunden, versäumt geradlinig nach vorne zu spielen.“

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Nummer drei:

Mental und körperlich wirkte Leipzig nach der Bayernwoche noch angeschlagen. Bei der Wucht und Robustheit der Portugiesen fehlte die letzte Kraft und Entschlossenheit der Rasenballer, um probate Mittel zu finden. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein bisschen zu viel in die Breite gespielt und auch zu langsam“, meinte Sabitzer. 107 Kilometer Laufleistung sind für die eifrigen Leipziger relativ wenig. An sehr guten Tagen legt die Mannschaft bis zu zehn Kilometer mehr zurück. Ähnlich wie gegen München wurde das Hasenhüttl-Team von einem Deja-vu-Erlebnis kalt erwischt: Waren es in den zwei Bayernspielen die Platzverweise, brachte in Porto der zweite Standardtreffer das endgültige k.o., von dem sich die Leipziger nicht erholten. Nach der dritten Pleite in acht Tagen sagte Kapitän Willi Orban: „Natürlich ist es mental auch ein Rückschlag.“

Nummer vier:

„Endspiele“ sind in dieser Saison noch nicht die Stärke der Leipziger. Im DFB-Pokal war vergangene Woche gegen die Bayern Schluss. Am Mittwochabend verloren die Leipziger das vorgezogene Endspiel um Platz zwei der Gruppe G in der Königsklasse. Das Hasenhüttl-Team kann sich in den verbleibenden zwei Partien mit zwei Zählern Rückstand auf Porto nicht mehr aus eigener Kraft für das Achtelfinale qualifizieren. Beim AS Monaco steht in drei Wochen bereits das nächste Endspiel um Platz drei auf dem Programm. Damit das Ziel international zu überwintern, zumindest in der Europa League klappt, muss auswärts in der Champions League erstmals etwas Zählbares her.

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Region/Leipzig RB Leipzig RB Leipzig (Herren) FC Porto FC Porto (Herren) Champions League FC Porto-RB Leipzig (01/11/2017 20:45)

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