05. Dezember 2018 / 21:48 Uhr

Starkes Turbine Potsdam stoppt Siegesserie des VfL Wolfsburg

Starkes Turbine Potsdam stoppt Siegesserie des VfL Wolfsburg

Christoph Brandhorst
Viktoria Schwalm (l.) schoss den 1:1-Ausgleich per Traumtor, der Jubel kannte danach keine Grenzen mehr.
Viktoria Schwalm (l.) schoss den 1:1-Ausgleich per Traumtor, der Jubel kannte danach keine Grenzen mehr. © Jan Kuppert
Anzeige

Frauen-Bundesliga: Turbine Potsdam trotz Tabellenführer VfL Wolfsburg ein 1:1 (0:0) ab, Viktoria Schwalm schießt das 1:1 in der 83. Minute per Traumtor.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Am Ende ließen die Turbinen den Meister richtig wackeln. Die Brandenburger Bundesliga-Fußballerinnen waren bei ihrem 1:1 (0:0) vor 1487 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion im letzten Hinrundenspiel überhaupt das erste Team, das dem VfL Wolfsburg in dieser Saison einen Punkt abnehmen konnte. Ein Remis, das die Turbinen nach dem Abpfiff wie einen Sieg feierten. „Ich bin total stolz, wir haben eine Wahnsinnsmoral bewiesen“, freute sich Trainer Matthias Rudolph.

Vanessa Fischer erwischt Sahnetag

Die Heimelf störte die Wolfsburgerinnen früh, war fast immer zur Stelle, wenn es irgendwo gefährlich wurde. Und trotzdem sind die Qualitäten des Meisters so groß, dass er auch gegen gute Turbinen zu einigen Torchancen kam. Hinten drin hatten die Potsdamerinnen aber eine, die löschte, wenn es brandgefährlich wurde: Vanessa Fischer. Die Torfrau parierte gegen Sara Gunnarsdóttir (16.), war gegen Kristine Minde rechtzeitig unten (20.), ebenso bei Gunnarsdóttirs zweitem Versuch (29.) und beim Flachschuss von Pernille Harder (30.). Und als die Turbine-Torfrau doch einmal geschlagen war, rettete der Innenpfosten, wie bei Harders Schuss in der 43. Minute. Der Ligaprimus hätte durchaus für klare Verhältnisse sorgen können.

In Bildern: Turbine Potsdam erkämpft 1:1 gegen Ligaprimus VfL Wolfsburg.

Turbines Gina Chmielinski (r.) im Duell mit Wolfsburgs Noelle Maritz. Zur Galerie
Turbines Gina Chmielinski (r.) im Duell mit Wolfsburgs Noelle Maritz. © Jan Kuppert
Anzeige

Dass er es nicht tat, lag an einer engagierten Potsdamer Elf, die immer versuchte, Nadelstiche zu setzen. In der 31. Minute kombinierten Lena Petermann, Svenja Huth und Rieke Dieckmann durch die Wolfsburger Defensive, doch Torhüterin Almuth Schult war rechtzeitig zur Stelle.

Turbine dreht nach der Pause auf

Die Potsdamerinnen blieben nach der Pause mutig. „Wir sind von Minute zu Minute stärker geworden“, sagte Rudolph. Lena Petermann verpasste nur knapp die Führung (50.). Auf der anderen Seite schob Caroline Graham Hansen aus acht Metern flach vorbei (53.). Gerade, als die Turbinen das Geschehen fest im Griff zu haben schienen, platzte bei den Gästen der Knoten: Ewa Pajor zog volley ab, der Ball schlug in der 64. Minute zentral ein.

„Wir wollten den Platz aber nicht als Verlierer verlassen“, erklärte die eingewechselte Viktoria Schwalm, die mit einem genialen Moment noch einmal für die Wende im Spielverlauf sorgte. Sie zog aus 20 Metern volley ab, der Ball segelte in den Winkel – ein Traumtor in der 83. Minute. „Ich habe ihn mit Risiko genommen“, so die Torschützin.

Lerch lobt beide Teams

Die Potsdamerinnen wollten jetzt noch mehr. Wolfsburg konnte nicht mehr zulegen. „Ich muss beiden Mannschaften ein Kompliment machen“, befand Gästetrainer Stephan Lerch, „unsere Chancenverwertung war nicht gut, aber am Ende kann man so ein Spiel sogar noch verlieren.“

Turbine Potsdam: Fischer – Schmidt, Elsig, Rauch – Gasper, Zadrazil, Chmielinski (74. Schwalm), Cahynová, Dieckmann – Petermann (74. Prasnikar), Huth

Von (A)lushi bis (Z)ietz: Alle deutschen Nationalspielerinnen von Turbine Potsdam

<b>Fatmire Lira Alushi:</b> Als sie 2009 aus Duisburg nach Potsdam wechselte, hieß sie noch Bajramaj. Alushi kickte bis 2011 bei Turbine, gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften und 2010 die Champions League. Schon vor ihrem Wechsel nach Potsdam war sie 2007 mit der DFB-Elf Weltmeister geworden. Zur Galerie
Fatmire "Lira" Alushi: Als sie 2009 aus Duisburg nach Potsdam wechselte, hieß sie noch Bajramaj. Alushi kickte bis 2011 bei Turbine, gewann mit dem Verein zwei Meisterschaften und 2010 die Champions League. Schon vor ihrem Wechsel nach Potsdam war sie 2007 mit der DFB-Elf Weltmeister geworden. ©
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt