14. Juni 2018 / 17:27 Uhr

Stederdorfer geknickt: Doppelter Abstieg

Stederdorfer geknickt: Doppelter Abstieg

Christian Meyer
Bitteres Saisonende: Der SSV Stederdorf (rechts) unterlag Lupo Martini mit 2:4 und ist damit aus der Bezirksliga abgestiegen.
Bitteres Saisonende: Der SSV Stederdorf (rechts) unterlag Lupo Martini mit 2:4 und ist damit aus der Bezirksliga abgestiegen. © Isabell Massel
Anzeige

Auch eines ihrer besten Saisonspiele reichte am Ende nicht: Die C-Jugend-Fußballer des SSV Stederdorf verloren gegen Meister Lupo Martini Wolfsburg mit 2:4 und müssen aus der Bezirksliga absteigen – und deswegen muss auch die D-Jugend des SSV aus der Kreisoberliga zwangsabsteigen.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Zweimal glichen die C-Jugend-Fußballer des SSV gegen Bezirksliga-Dominator Lupo Martini aus, verloren aber 2:4 und müssen absteigen. Denn zeitgleich gewann Verfolger JSG Südkreis und verdrängte den SSV noch auf die Abstiegsränge. „Das war brutal“, bedauerte SSV-Trainer Christian Stenzel und verwies zugleich darauf, dass wegen des Abstiegs der C-Junioren auch die SSV-D-Junioren aus der Kreisoberliga zwangsabsteigen müssen. Stark gespielt hat auch Landesligist VfB Peine, doch der VfL Wolfsburg II war effektiver.

Landesliga

VfB Peine – VfL Wolfsburg II 1:2 (1:0). Wie im Hinspiel schnupperten die Peiner erneut an einer Überraschung gegen den Tabellenzweiten. Nach einem Freistoß staubte Ben-Luis Adam am Pfosten ab und brachte den VfB in echter Stürmer-Manier in Führung (8.). „Und zwar verdient“, betonte VfB-Trainer Christoph Hasselbach, „denn wir haben Wolfsburg in der ersten Halbzeit sehr gut von unserem Tor weggehalten. Was uns am Ende das Genick gebrochen hat, war, dass wir nach der Pause unsere Konterchancen nicht genutzt haben“, bedauerte er.

Die beste Möglichkeit vergab Timo Wittkowski, als er einen Kopfball knapp neben das Tor setzte. Bitter: Den 1:1-Ausgleich hatten die Peiner im direkten Gegenzug nach einer eigenen Riesen-Chance kassiert. „Da sind wir mit drei gegen einen aufs Wolfsburger Tor zugelaufen – und dann so ein schlampiges Abspiel“, haderte Hasselbach. Das bestraften die Wolfsburger noch – und der VfB-Trainer trauerte einer verpassten Überraschung hinterher. „Das war echt ärgerlich. Denn wir haben dem VfL auf hohem Niveau mehr als Paroli geboten.“

Durch die ärgerliche Niederlage rutschten die Peiner im Endklassement auf Platz sechs ab. „Es lag mehr drin“, bilanzierte Christoph Hasselbach und meinte damit auch das unnötige Halbfinal-Aus im Bezirkspokal gegen den Landesliga-Drittletzten VfB Fallersleben. „Da haben wir eine Riesenchance liegen gelassen.“

*Tore: *1:0 Adam (8.), 1:1 Becovic (49.), 1:2 Kastull (58.).

Bezirksliga

SSV Stederdorf – Lupo Martini Wolfsburg 2:4 (1:1). Tröstende Trainer, geknickte SSV-Kicker: Trotz des starken Auftritts gegen den Spitzenreiter rutschte der SSV am letzten Spieltag noch auf einen Abstiegsplatz ab. „Man hat meiner Mannschaft angemerkt, dass sie unbedingt den Klassenerhalt wollte, kämpferisch waren die Jungs richtig gut drauf. Leider waren wir nicht konsequent genug vorm Tor, denn die Chancen waren vorhanden“, bedauerte SSV-Trainer Christian Stenzel, der via Handy immer über den Zwischenstand des entscheidenden Parallelspiels zwischen Verfolger JSG Südkreis und der JSG Hehlingen informiert war.

Und es sah zunächst gut aus, schossen sich die Hehlinger doch 1:0 in Führung. „Doch dann hat sich Hehlingens Torwart verletzt und das Team verlor noch 1:4. Der Abstieg ist echt bitter. Ich hätte mich gerne anders verabschiedet“, sagte Stenzel. Nach vier Jahren verlässt er den SSV und coacht ab der kommenden Saison den B-Jugend-Landesligisten VfB Fallersleben. „Die Aufgabe reizt mich sehr, zumal ich inzwischen auch in Fallersleben wohne“, erläuterte Christian Stenzel.

Tore: 0:1 Ammar (10.), 1:1 (15.), 1:2 (41.), 2:2 (48.), 2:3 (49.), 2:4 (70.).

VfB Peine II – SV Reislingen-Neuhaus 2:3 (2:0). Das war bitter: Nach einer 2:0-Führung verloren die Peiner gegen den Tabellendritten noch. Coach Christian Kraune hatte dafür gleich zwei Erklärungen parat: 1. Pechvogel Linus Heinert, der sich den Arm brach und nach rund 50 Minuten vom Feld musste: „Davon war die Mannschaft etwas geschockt. Danach haben wir den Faden verloren.“ 2. Der Fastenmonat Ramadan: „Deshalb hatte ich nicht so die Wechselmöglichkeiten, da bei der Hitze einige Spieler nicht mitmachen wollten, weil sie geschwächt waren“, erläuterte er.

Bis zum 1:2-Anschluss habe sein Team das Spiel aber komplett im Griff gehabt, sagte Kraune. Nach einer Ecke staubte Denis Ruban mit dem Fuß zum 1:0 ab (10.). Eine schöne Kombination schloss Emin Kocak mit dem 2:0 ab (21.). Doch Reislingen drehte die Partie noch. „Aber ein Remis wäre auf jeden Fall gerechter gewesen“, fand Christian Kraune, der mit Saisonplatz sieben aber zufrieden war. „Wir haben schließlich komplett mit dem jüngeren Jahrgang gespielt. Riesen-Kompliment an die Jungs.“

*Tore: *1:0 Ruban (10.), 2:0 Kocak (21.), 2:1 (48.), 2:2 (57.), 2:3 (62.).

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Peine
Sport aus aller Welt