Rundumschlag: Der Rundumschlag: Der "Tiger" übt scharfe Kritik an Thomas Tuchel (rechts), Bendikt Höwedes (mitte) und HSV-Investor Klaus-Michael Kühne.  © imago/Montage
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Stefan Effenberg teilt aus - Heftige Kritik an Höwedes, Kühne und Tuchel 

Stefan Effenberg hat sich in seiner neuen Kolumne bei t-online.de die Brennpunkte der Bundesliga nach dem ersten Spieltag vorgenommen und dabei HSV-Investor Klaus-Michael Kühne, Schalkes Ex-Kapitän Benedikt Höwedes und Dortmunds Ex-Trainer Thomas Tuchel massiv kritisiert. 

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Zu Höwedes, der beim 2:0 gegen Leipzig nur auf der Bank saß und zuvor sein Amt verloren hatte, sagt Effenberg: „Die Absetzung von Benedikt Höwedes als Kapitän auf Schalke ist eine große Niederlage für ihn persönlich. Aber wenn man Weltmeister wird, heißt das nicht, dass man automatisch eine große Führungspersönlichkeit ist. Das hat Trainer Tedesco wohl herausgefunden in der Vorbereitung und dann seine Konsequenzen gezogen.“Effenberg erläutert: „Von außen muss ich sagen: In kritischen Phasen, in denen es sportlich nicht lief, hätte ich mir von Höwedes andere Ansagen gewünscht. Die sind nicht gekommen. Ich gehe davon aus, dass er intern Ansagen gemacht hat, aber ab und zu muss man auch nach außen ein Zeichen setzen, um die Mannschaft aufzuwecken.“ Der Champions-League-Sieger von 2001 sagt sogar: „Ich denke, dass diese Maßnahme gar nicht schlecht ist, um zu zeigen: Hier ist niemand sicher. Jeder muss Vollgas geben – egal, ob er mal Weltmeister war oder nicht. Das ist wichtig – vor allem bei Schalke. Sonst werden sie nie aus dem Tiefschlaf aufwachen. Jetzt hat vielleicht auch der Letzte verstanden, dass er sich nicht auf etwas ausruhen kann. Das wünsche ich mir.“

Abgesägt: Der neue Schalke-Trainer Tedesco entzog dem langjährigen Schalke-Kapitän die Binde.  Abgesägt: Der neue Schalke-Trainer Tedesco entzog dem langjährigen Schalke-Kapitän die Binde.  © imago

Auch der HSV gewann am ersten Spieltag – gegen Augsburg (1:0). Zuvor hatte Investor Klaus-Michael Kühne allerdings nicht nur die Vereinsspitze, sondern auch die Spieler öffentlich scharf kritisiert . Im „Spiegel“ monierte er, dass „immer die Luschen hier hängen bleiben“. Lasogga bezeichnete er als Flop des Jahrhunderts. Effenberg sagt nun: „Sie haben vielleicht etwas Angst beim HSV. Denn wenn das Team oder sogar einzelne Spieler angegriffen werden, kannst du dir das nicht gefallen lassen.“ Der gebürtige Hamburger wird noch deutlicher: „Man weiß bei Kühne, dass er immer mal wieder so reagiert. Aber: Im Hinblick auf das Sportliche schadet Kühne dem Verein mehr, als dass er ihm gut tut. Hopp in Hoffenheim oder Abramowitsch bei Chelsea sind in einer ähnlichen Position – an ihnen sollte er sich ein Beispiel nehmen. Kühne kann das offenbar nicht. Solche Leute sollten wirklich – sportlich gesehen – niemals Interviews geben, das ist meine Meinung. Damit hat er sich keinen Gefallen getan und dem Verein auch nicht. Mit 80 Jahren sollte man wissen, was so etwas auslösen kann. Das sind kritische und harte Woche – aber dazu stehe ich. Er kann sich Jeden zur Brust nehmen, aber bitte intern.“ Und : „Ich hätte mir auch von Jens Todt als Sportdirektor eine Reaktion gewünscht – ich hätte mir das nicht gefallen lassen. Es wäre ein Zeitpunkt gewesen, an dem er ein Zeichen hätte setzen und sein Profil schärfen müssen.“

Im Einsatz für die ARD: Stefan Effenberg überzeugt am TV-Mikrofon.  Im Einsatz für die ARD: Stefan Effenberg überzeugt am TV-Mikrofon.  © imago

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Viel besser gefiel „Effe“ zu Saisonbeginn Pokalsieger Borussia Dortmund unter dem neuen Trainer Peter Bosz beim 3:0 beim VfL Wolfsburg. „Es ist Fakt, dass mit Dortmund im Titelrennen zu rechnen ist. Und Spannung wünschen wir uns alle. Ich bin mir sicher, dass es dieses Jahr anders laufen wird als in den vergangenen Jahren“, schreibt er. Und weiter: „Ich glaube einfach, dass Bosz den Spielern richtig gut tut. Wenn ich das aus der Ferne beurteile, merke ich: Sie sind ein Stück weit freier. Wenn Du lange in eine Schablone hineingepresst wirst – und dieses Gefühl hatte ich in der Vergangenheit unter Thomas Tuchel – verlierst Du ein Stück weit an Kreativität. Und Spieler wie Götze leben von Freiheit und Kreativität. Natürlich musst Du taktische Dinge vorgeben und klare Anweisungen vor allem bei Standards geben, aber es darf auch nicht zu viel festgelegt sein – und das ist das Entscheidende.“

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