11. September 2018 / 11:47 Uhr

Stefan Effenberg über den DFB: "Fast rückwärts vom Sofa gefallen"

Stefan Effenberg über den DFB: "Fast rückwärts vom Sofa gefallen"

Redaktion Sportbuzzer
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Stefan Effenberg kritisiert den DFB.
Stefan Effenberg kritisiert den DFB. © Getty Images/Montage
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Stefan Effenberg kann den DFB nicht verstehen. Der ehemalige Nationalspieler ist davon überzeugt, dass es noch Jahre dauert, bis die Fans wieder richtig Bock auf ein Länderspiel haben. 

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Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg hat den DFB für seine Versuche nach der WM kritisiert, die Nähe zu den Fans wiederherzustellen. In seiner neuen Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de schrieb der frühere Kapitän des FC Bayern: „Sie versuchen beim DFB den Eindruck zu vermitteln, dass sie etwas ändern wollen – aber bisher ist das einfach nicht ehrlich. Es muss von Herzen kommen – und das kommt es noch nicht. Deshalb ist die Distanz zwischen Nationalmannschaft und Fans nach wie vor so groß. Deshalb werden die Spiele weiterhin oft nicht ausverkauft sein. Deshalb entsteht im Stadion und draußen nicht so eine Stimmung wie sie sein sollte.“

Effenberg sei beim Schauen der Tagesschau am vergangenen Samstag „fast rückwärts vom Sofa gefallen“. Grund: Ein fast zweiminütiger Beitrag zur DFB-Elf mit Bildern, wie die Spieler aus dem Bus steigen und von Fans empfangen werden. Effenberg: „In dem Beitrag wirkte es, als wäre alles wieder gut zwischen Fans und Nationalelf – aber das ist natürlich Quatsch. Die Wahrheit ist: Es wird Jahre dauern, bis die Fans wieder so richtig Bock auf ein Länderspiel haben.“

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Der ehemalige Nationalspieler war beim 0:0 gegen Frankreich im Stadion und habe festgestellt, dass dort „keine große Euphorie unter den Fans“ herrsche: „Wenn du die Leute reden hörst, macht immer noch ein Wort die Runde, das die Fans ärgert: das Wort ‚Kommerz‘. Man bekommt das Gefühl, dass beim DFB viele andere Dinge einfach vergessen oder beiseite geschoben werden.“

Auch den von DFB-Direktor Oliver Bierhoff initiierten Beirat hält Effenberg für fragwürdig. „Der DFB benötigt offensichtlich Unterstützung. Aber wenn man schon etwas Neues wie einen Beirat ins Leben ruft, dann sollte das schon Hand und Fuß haben. Zehn Leute erscheinen mir deutlich zu viel. Bei mehr als fünf bekommt man das doch gar nicht mehr auf den Punkt. Der Beirat klingt für mich etwas nach einem netten Versuch.“

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