09. September 2018 / 13:57 Uhr

Stehaufmännchen des MSV Neuruppin beweisen Nervenstärke (mit Galerie)

Stehaufmännchen des MSV Neuruppin beweisen Nervenstärke (mit Galerie)

Marius Böttcher
Nach dem entscheidenden Elfmeter kannte der Jubel bei den Neuruppinern keine Grenzen.
Nach dem entscheidenden Elfmeter kannte der Jubel bei den Neuruppinern keine Grenzen. © Paul Brokowski
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AOK-Landespokal: Nach einem Elfmeter-Krimi beim 1. FC Frankfurt stehen die Bloch-Schützlinge in der Runde der letzten 16.

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1. FC Frankfurt/Oder – MSV Neuruppin 6:7 n.E. (1:0, 1:1, 2:2). Tore: 1:0 Lars Wiedenhöft (45.+1), 1:1 Marcus Lemke (90.+2), 2:1 Robin Grothe (103.), 2:2 Lukas Japs (115.). Tore im Elfmeterschießen: 3:2 Paul Karaszewski, 3:3 Marcel Weckwerth, 4:3 Robin Grothe, 4:4 Dimitar Milushev, 5:4 Tobias Fiebig, 5:5 Kevin Blumenthal, 6:5 Lars Wiedenhöft, 6:6 Alexander Riehl, 6:7 Vadims Logins.

Zweimal lagen die MSV-Kicker beim 1. FC Frankfurt bereits am Boden, zweimal – sowohl in der regulären Spielzeit als auch in der Verlängerung – bewiesen sie Comeback-Qualitäten. Vom Elfmeterpunkt behielten die Stehaufmännchen aus der Fontanestadt die besseren Nerven und zogen somit als das etwas glücklichere Team ins Achtelfinale des AOK-Landespokals ein.

In Bildern: Der MSV Neuruppin besiegt den 1. FC Frankfurt in der zweiten Runde des AOK-Landespokals nach Elfmeterschießen.

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Im Duell zweier Brandenburgliga-Mannschaften schob Henry Bloch den Hausherren vor der Partie die Favoritenrolle zu. Vom Anpfiff weg sah der MSV-Coach jedoch eine engagierte Gäste-Elf, die sofort das Heft in die Hand nehmen wollte. „Ich war überrascht, dass die Frankfurter so defensiv eingestellt waren, hätte mit einer offensiveren Ausrichtung gerechnet“, erklärt Bloch, dessen Schützlinge durch Alexander Riehl die ersten Torannäherungen verbuchen konnten.

Auch in der Folgezeit ließ der MSV den Ball gut laufen und erarbeitete sich einige Halbchancen, welche jedoch allesamt ungenutzt blieben. „Meine Jungs haben das im ersten Durchgang ordentlich gemacht, vor allem defensiv war das wieder sehr solide. Umso unnötiger war das 0:1 aus unserer Sicht“, spricht Bloch die letzte Aktion der ersten 45 Minuten an. Eine hohe Eingabe fand an der Strafraumgrenze Lars Wiedenhöft, der den Ball mutterseelenallein per Volleyabnahme in die Maschen von MSV-Keeper Philipp Müller jagte. Die Neuruppiner liefen also wieder einmal einem Rückstand hinterher.

„In der Pause habe ich an die Mannschaft appelliert, dass sie immer weiter machen soll, wir sogar das aktivere Team sind und unsere Chancen bekommen“, verrät Henry Bloch. Das ewige Anrennen und der immer größer werdende Druck bot dem Gastgeber zusätzliche Räume, doch auch bei brenzligen Kontersituation blieb die MSV-Defensive meist sattelfest oder Philipp Müller war zur Stelle. Viele hatten wohl nicht mehr mit dem Ausgleich gerechnet, doch Marcus Lemke, der das runde Leder nach einem Eckball von Lars Müller am ersten Pfosten nur noch einnicken musste, belehrte die Pessimisten eines Besseren.

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Obwohl das Momentum nun bei den Gästen lag, waren zu Beginn der Verlängerung die Oderstädter das aktivere Team. Ein Distanzschuss zischte noch knapp am MSV-Gehäuse vorbei, kurze Zeit später lief die Bloch-Truppe aber erneut einem Rückstand hinterher. Weil sich Philipp Müller und Defensivspezialist Kevin Blumenthal am ersten Pfosten gegenseitig behinderten, flutschte die Kugel durch die Hände des Keepers – eine direkt verwandelte Ecke brachte das 2:1.

In den zweiten 15 Minuten wurde der Druck im Mute der Verzweiflung nochmal erhöht – mit Erfolg. Nachdem Vadims Logins mit seinem Kopfball aus Nahdistanz am glänzend reagierenden Damian Schobert im FCF-Gehäuse scheiterte, nutzte Lukas Japs einen Freistoß aus 18 Metern, den er flach in die Torwartecke beförderte, zum 2:2.

„Die Moral war großartig, im Kreis haben sich die Spieler heiß gemacht und gesagt, dass sie sich jetzt belohnen“, so Bloch. Die ersten acht Schützen verwandelten souverän, dann schoss Frankfurts Artur Aniol über den Kasten. MSV-Routinier Vadims Logins blieb hingegen cool und machte den Einzug in die Runde der letzten 16 perfekt. „Marcel Weckwerth hat vor der Partie gesagt, dass wir so ein Halbfinale wie im Vorjahr noch einmal erleben wollen. Dem sind wir nun einen Schritt näher“, freut sich Bloch über das Erfolgserlebnis im Pokalwettbewerb.

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