15. Mai 2018 / 09:59 Uhr

Steil, nah und laut: Hertha BSC präsentiert Details zum geplanten Stadionneubau

Steil, nah und laut: Hertha BSC präsentiert Details zum geplanten Stadionneubau

Ronny Müller
2025 endet Herthas Mietvertrag im Olympiastadion. Bis dahin soll die neue Arena fertig sein. 
2025 endet Herthas Mietvertrag im Olympiastadion. Bis dahin soll die neue Arena fertig sein.  © dpa
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Bundesliga: Rekordertrag, höhere Personalkosten, Zuschauerrückgang - alle Infos von der Mitgliederversammlung.

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Zahlen, Daten und Fakten standen Montagabend bei der Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC im Vordergrund. Zwar stellten sich in der Messehalle 18 einige neue Kandidaten der Wahl zum Aufsichtsrat. Doch die Fans dürften eher die Details zum geplanten Stadionneubau und die sportlichen Aussichten für die neue Saison interessiert haben.

Rekordertrag: Hertha plant in der Saison 2018/19 mit Erlösen in Höhe von 131,4 Millionen Euro. Und das, obwohl in der kommenden Saison im Vergleich zur Vorsaison keine Einnahmen aus dem internationalen Geschäft fließen. In der abgelaufenen Saison waren Erträge in Höhe von 122,6 Millionen Euro geplant. Künftig steigen etwa die Einnahmen durch das Fernsehgeld und das Sponsoring – beispielsweise durch den neuen Hauptsponsor Tedi. „Die Steigerung ohne eine Europapokal-Teilnahme ist eine bemerkenswerte Entwicklung“, sagt Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller. Der Gewinn wird  den Berechnungen zufolge bei rund 400 000 Euro liegen. Da in den vergangenen drei Jahren Verluste geschrieben wurden, sei dies „ein signifikanter Fortschritt“, so Schiller.

Höhere Personalkosten: Die Aufwendungen für Personalkosten der Lizenzspielerabteilung werden um rund drei Millionen Euro auf 50,1 Millionen steigen. Damit wähnt Finanzboss Schiller die Herthaner im Bundesliga-Ranking auf Platz 12 oder 13.

Das waren die Fragen des 1. Sportbuzzer-Kneipenquiz' der Märkischen Allgemeinen (Stand 7. Mai 2018).

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Zuschauerrückgang:  Im Schnitt kamen 45 289 Zuschauer ins Olympiastadion. Das sind pro Partie rund 5000 weniger als im Vorjahr. Neben unglücklichen Ansetzungen liege der Rückgang daran, dass es in den letzten Jahren in Berlin und Brandenburg rund 100 000 neue Sky-Abonnenten gebe. 2018/19 plant Hertha mit 47 400 Zuschauern. Jungen und Mädchen bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres erhalten in der kommenden Saison außer gegen München und Dortmund freien Eintritt.

Stadionpläne: Hertha wähnt sich auf einem guten Weg zu einer neuen Arena. Das Einräumen der technischen Machbarkeit sei ein Quantensprung, sagt Schiller nach Gesprächen mit Innen- und Sportsenator Andreas Geisel. „Das Gespräch war ein Meilenstein, so deutlich haben wir das nicht erwartet.“ Während Berlin jedoch einen Umbau des Olympiastadions mit einer flexiblen Laufbahn favorisiert, wirbt Hertha für eine Arena auf dem Gelände des Olympiaparks in der Nähe des Olympiastadions. Laut einem Modell soll die Arena Platz für 55 500 Zuschauer bieten, bei internationalen Spielen 47 000. Das Spielfeld soll deutlich abgesenkt sein, so dass der obere Rand des Unterranges ebenerdig ist. Durch diese Bauweise würde sich die neue Arena vor dem Olympiastadion wegducken und ihm keine optische Konkurrenz machen. Dies sei im Genehmigungsverfahren insbesondere im Blick auf den Denkmalschutz wichtig, so Schiller. Er wirbt für eine neue Arena mit „steil, nah und laut“.

Ein Kriterium sei der 90-Meter-Radius um den Anstoßpunkt, er verdeutlicht die Nähe der Zuschauer zum Spielfeld. In der Red-Bull-Arena Leipzig lägen gut 70 Prozent aller Plätze innerhalb dieses Kreises. Im Olympiastadion liegt dieser Wert bei gut 20 Prozent. Hertha plant die neue Arena mit einem Wert von 62 Prozent. Bis 2025 soll das privat finanzierte Stadion fertig sein. Wenn das Land Berlin alsbald grünes Licht gibt. Hertha will ohne Ausnahme alle Spiele in der neuen Arena austragen. Lediglich für das Pokalfinale würde man gerne ins Olympiastadion zurückkehren.

Diese Vorschläge für ein Hertha-Stadion wurden bereits gemacht.

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