06. Februar 2018 / 12:02 Uhr

Stenum-Coach Baake: "Wir reden nicht von Abstiegskampf"

Stenum-Coach Baake: "Wir reden nicht von Abstiegskampf"

Nico Nadig
Thomas Baake
Unzufrieden: Thomas Baake hat mit dem VfL Stenum eine durchwachsene Hinrunde hinter sich. © Ingo Möllers
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Der Trainer des Bezirksligisten spricht im Interview über die Vorbereitung und den Rückrundenauftakt

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Thomas Baake ist Trainer des Bezirksligisten VfL Stenum. Während er die Mannschaft vergangene Saison auf den fünften Rang geführt hatte, kriselte es in der Hinrunde der aktuellen Spielzeit - die Stenumer sind Tabellenzwölfter. Besonders auffällig bisher: Die Baake-Elf spielt ordentlich, geht in Führung, bricht dann aber überdurchschnittlich häufig ein und verliert noch.

Herr Baake, wie läuft die Vorbereitung beim VfL Stenum? Angesichts des Wetters ist es sicherlich kaum möglich, auf dem Platz in Stenum zu trainieren.

Thomas Baake: Ja, aber das war vorher schon klar. Wir haben auch dementsprechend geplant. Bis auf die Partie in Berne haben alle unsere Tests stattgefunden – einige Spieler haben sich bereits hervorgetan. Das Ziel ist es letztlich, uns darüber die Fitness mit dem Ball am Fuß zu holen. So ein Testspiel ist schon noch etwas anderes als eine Trainingseinheit in der Halle. Ansonsten ist unsere Vorbereitung breit gefächert. Ich muss auch darauf schauen, was den Spielern Spaß macht. Als ich noch aktiv gespielt habe, hatte ich ebenfalls keine Lust, immer nur auf Asphalt zu laufen. Das kann man ein-, zweimal machen, dann ist gut. Klar ist aber auch, dass eine gewisse Grundfitness vorhanden sein muss. Die können wir uns nicht in drei Wochen holen, da sind die Spieler selbst gefordert.

Also kann man sagen, dass die Vorbereitung durchaus nach Plan verläuft?

Ich bin gar nicht mal unzufrieden. Vergangenen Freitag konnten wir auch zum ersten Mal auf unseren eigenen Platz. Darüber haben sich die Spieler echt gefreut. Wir haben ein bisschen an der Schnelligkeit gearbeitet und auch etwas mit den Torhütern gemacht. Wie gesagt: Wir sind das gewohnt.

Haben Sie die Zeit genutzt, um den einen oder anderen neuen Laufweg einzustudieren? Nur in der Halle oder bei Testspielen ist das sicherlich nicht einfach.

Absolut, aber das gleiche Problem haben viele andere Teams ohne Kunstrasen auch. Als Trainer kann man in der Winterpause oft Kleinigkeiten ändern. Dagegen ist es schwierig, neue Standardvarianten oder Systeme einzustudieren. Wir hatten einige Ausfälle, die Punktausbeute hatten wir uns auch anders erhofft. Deshalb ist klar, dass wir an einigen Schrauben drehen werden. Nun es jedoch nicht so, dass bei uns in der Hinrunde alles schlecht war. Für mich steht an oberster Stelle, dass die Stimmung gut ist.

Ihre Mannschaft hat einige gute Spiele gezeigt, aber zu oft einen 1:0-Vorsprung hergeschenkt. Es wirkte, als ob das Selbstvertrauen abhandengekommen wäre. Haben Sie daran gearbeitet?

Mein Ziel ist es, die Spieler wieder stark zu machen und ihnen das Selbstvertrauen wieder zurückzugeben. Wir haben viel geredet und die Sachen klar angesprochen. Dabei ist das ganze Team gefragt und nicht nur der Einzelne. Manchmal liegt die Lösung auch ganz nahe bei der Mannschaft. Sie hat selber gemerkt, dass das Selbstverständnis flöten gegangen ist. Die Jungs dürfen die Köpfe aber nicht hängen lassen, es geht auch anders, das wissen sie. Noch bevor wir mit der Vorbereitung anfingen, haben wir darüber gesprochen. Seitdem war es eigentlich nicht mehr Thema. Wie wollen wieder bei null anfangen. Mir ist aber bewusst, dass, wenn wir die ersten Spiele wieder verlieren, das ruckzuck zurück in den Köpfen ist.

Die Hinrunde verlief nicht nach Plan. Das Polster auf die Abstiegsränge beträgt aktuell nur sechs Zähler.

Die Jungs wissen, dass die Punktausbeute nicht gut war. Allerdings waren die Spielausfälle auch ein wenig unglücklich. Gegen die beiden Tabellenletzten spielen wir noch viermal, da müssen wir dann natürlich punkten. Letztlich reden wir aber nicht von Abstiegskampf. Schnellstmöglich wollen wir da unten rauskommen, um nicht an den finalen Spieltagen noch zittern zu müssen. Außerdem hat sich die Mannschaft einen einstelligen Platz vorgenommen, meine Aufgabe als Trainer ist es, sie in der Liga zu halten. Wir sind das letztendlich auch dem Verein und der Jugend schuldig. Die A-, B- und C-Jugend ist jeweils gerade Futsal-Meister geworden. Da sind viele Talente dabei.

Wenn es dumm läuft, wartet ein wahres Mammutprogramm auf ihre Mannschaft. Drei Nachholspiele stehen noch an, und es ist gut möglich, dass noch welche dazukommen. Kann das zu einem Problem werden?

Absolut, an Ostern haben wir bereits zwei Nachholspiele. Wenn jetzt noch mehr ausfallen sollten, kommen irgendwann die Begegnungen unter der Woche. Das ist dann schon eine enorm hohe Belastung. Im Training kann man dann eigentlich nur noch regenerieren, außerdem braucht man als Trainer den kompletten Kader. Und ich rede hier nicht von 15 oder 16, sondern von 20 Spielern, die eine gute Fitness und hohes Niveau haben – genau deshalb ist die Vorbereitung so wichtig. Das sehe ich bei uns gegeben: Wir sind in der Breite doch gut aufgestellt. Nun kommt es eben auch auf die Belastungssteuerung an.

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