Die Stimmung im Stadion war dagegen schlecht: Die Atmosphäre erinnerte an einen Totentanz, Heimspiele wurden gefühlt zu Auswärtsspielen. Führte die schlechte Stimmung im 96-Stadion zur Negativserie der Profis? © imago/kaletta
Die Stimmung im Stadion war dagegen schlecht: Die Atmosphäre erinnerte an einen Totentanz, Heimspiele wurden gefühlt zu Auswärtsspielen.

So lief der Stimmungsboykott bei Hannover 96 in der Saison 2014/15

Schlechte Stimmung gab es schon einmal: In der Saison 2014/15 verweigerten Teile der Fanszene von Hannover 96 über mehrere Monate hinweg die Unterstützung für die Profis. Wir blicken zurück.

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Nach dem angekündigten Stimmungsboykott von Teilen der Hannover-96-Fans werden Erinnerungen an die Spielzeit 2014/15 wach. Damals hatten die 96-Ultras über mehrere Monate nicht mehr die Spiele der Profis besucht und stattdessen die U23 der Roten in der Regionalliga Nord lautstark angefeuert.

Das Fernbleiben der Ultras machte sich im Stadion bemerkbar. Die Atmosphäre erinnerte zeitweise an einen Totentanz. "Es gibt kein Stadion in der Bundesliga, in dem die Stimmung so schlecht ist wie in Hannover", urteilte der Sky-Kommentator Fritz von Thurn von Taxis.

In der Saison 2014/15 boykottierten einige 96-Fans die Spiele der Profis.

Damals wie heute hatte sich der jahrelange Zwist zwischen 96-Clubchef Martin Kind und Teilen der Fans hochgeschaukelt. Dass die Dauerkarten in den Blöcken N16 und N17 nicht verlängert werden konnten, brachte das Fass schließlich zum Überlaufen.

​Hier lesen: Reaktionen auf den angekündigten Stimmungsboykott

Auch an der Mannschaft ging der Protest nicht spurlos vorbei. 96-Kapitän Lars Stindl sagte: "Wer nicht merkt, dass die Stimmung leidet, seit die Ultras weg sind, der ist nicht ehrlich". Dies sei nicht gerade leistungsfördernd für die Mannschaft, behauptete der damalige 96-Sportdirektor Dirk Dufner.

Hannover 96 steckte zu diesem Zeitpunkt mitten im Abstiegskampf, rettete sich am letzten Spieltag durch einen 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg aber doch noch.

Das war teuer: Die 96-Fanstrafen seit 2013 im Überblick

Die Vereinsführung hatte lange gehofft, dass die übrigen Fans nach einiger Zeit auch ohne die Ultras für Stimmung auf den Rängen sorgen würden. Allerdings gründeten sich erst im Februar Initiativen, die den Support im Stadion verbessern wollten. Zwei Monate später kamen die Ultras zum Spiel gegen Hoffenheim zurück in die Arena.

Der heutige 96-Manager Horst Heldt, damals noch in den Diensten des FC Schalke 04, erinnert sich noch gut an den 96-Protest und mahnte deshalb bei der Pressekonferenz am Freitag vor dem Pokalspiel gegen den Bonner SC: „Ich kann mich daran erinnern, dass der letzte Stimmungsboykott beinahe dazu geführt hätte, dass 96 abgestiegen wäre. Es geht um 96.“

96-Fans feuern 2014 im Ricklinger Beekestadion die U23 an

Bei der U23 in der Regionalliga-Nord war die Stimmung hingegen deutlich besser. Das Beekestadion in Ricklingen war regelmäßig bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Mannschaft vom damaligen Trainer Sören Osterland genoss die Unterstützung der Ultras und spielte zeitweise groß auf. Nachdem die Ultras zu den Profis zurückkehrten, ging es für die jungen Roten in der Tabelle wieder steil bergab.

Es blieb dabei auch nicht immer wieder friedlich. Gegen den VfB Lübeck gab es eine Schlägerei mit Gäste-Fans. Die Polizei war regelmäßig mit einem Großaufgebot vor Ort, wenn die U23 von Hannover 96 spielte.

Hannover 96 (Herren) Fussball Bundesliga Region/Hannover

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