24. Februar 2018 / 19:10 Uhr

Stimmungseklat bei Hannover 96 - Heldt schimpft: "Es kotzt mich alles an"

Stimmungseklat bei Hannover 96 - Heldt schimpft: "Es kotzt mich alles an"

Jonas Szemkus
Horst Heldt ist nach dem erneuten Stimmungsboykott angefasst.
Horst Heldt ist nach dem erneuten Stimmungsboykott angefasst. © dpa
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Bei Hannover 96 ist die Stimmung endgültig im Keller. Bei der 0:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach reagieren große Teile der aktiven 96-Fanszene mit einem erneuten Stimmungsboykott und "Kind-muss-weg"-Rufen. 96-Manager Horst Heldt findet nach dem Spiel drastische Worte.

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Die Stimmung scheint endgültig vergiftet bei Hannover 96! Gegen Gladbach gab's am Samstagnachmittag in der HDI-Arena den nächsten Stimmungsboykott aus dem Ultra-Lager. Mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen stimmten die (eigentlich) lautesten Fans keinerlei Gesänge an, schrien das Team nur selten nach vorne.

Stattdessen: immer wieder „Kind muss weg“-Rufe und Schmähgesänge gegen Club-Präsident Martin Kind. Das quittierte die Fan-Mehrheit diesmal mit lauten „Ultras raus“-Rufen als Antwort – und Manager Horst Heldt mit klaren Worten.

Mehr zum Stimmungstief

„Es kotzt mich alles an, das macht keinen Spaß“, platzte es aus 96-Manager Heldt heraus, „wir können uns überhaupt nicht auf den Fußball konzentrieren.“ Heldt hat endgültig genug vom ständigen Ultra-Ärger um Martin Kind und dessen Pläne zu 50+1 und der Übernahme von Hannovers Profifußball-Abteilung.

​"SO ETWAS ZIEHT SCHON RUNTER"

Und er ist nicht der einzige, dem es endgültig reicht. Auch Erfolgstrainer André Breitenreiter urteilte: „Die Atmosphäre auf den Rängen war so negativ wie noch nie. Damit haben wir nicht gerechnet. Das hat die Jungs berührt. Wir haben das in der Halbzeitpause thematisiert, dass wir das nicht an uns ran kommen lassen wollen.“

Sein Team habe aber trotzdem gehemmt gewirkt. „Die Jungs spielen eine überragende Saison, aber wir beschäftigen uns mit allem anderen, als dem sportlichen Erfolg. Es ist einfach nur schade, dass die Leistung nicht ausreichend honoriert wird. Wir waren gehemmt, wie eigentlich lange nicht. So etwas zieht schon runter.“

Zitate von André Breitenreiter zum Stimmungs-Boykott bei der 96-Niederlage gegen Gladbach

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Genau das ist auch Heldt größtes Problem. „Menschen singen gegeneinander, die Mannschaft ist total verunsichert“, kritisierte Heldt. „Wir könnten alle gemeinsam davon profitieren, aber das tun wir nicht, weil wir uns selber im Weg stehen und uns mit allem anderen beschäftigen. Vollkommen Wurst, ob einer verletzt, gesperrt oder sonst irgendwas ist. Wir beschäftigen uns sowieso nicht mit Fußball hier zur Zeit. Es ist anscheinend völlig uninteressant, was auf dem Platz abgeht.“

"DAS HAT DIE MANNSCHAFT NICHT VERDIENT"

Selbst Gladbachs Trainer Dieter Hecking, der auch Hannover 96 schon coachte, fand die vergiftete Stimmung auf den Rängen übel. „Dass keine Stimmung im Stadion ist, hat die Mannschaft von Hannover 96 nicht verdient. Dass man das auf Martin Kind reduziert, finde ich nicht gut. Ich kann nur an alle appellieren, die Leistung zu honorieren, die Hannover 96 geleistet hat.“

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