Nach dem 2:1 gegen Freiburg drehte die 96-Mannschaft vor der Nordkurve ab. Das missfiel vielen Anhänger dort. Nach dem 2:1 gegen Freiburg drehte die 96-Mannschaft vor der Nordkurve ab. Das missfiel vielen Anhänger dort. © imago/Nordphoto/Petrow
Nach dem 2:1 gegen Freiburg drehte die 96-Mannschaft vor der Nordkurve ab. Das missfiel vielen Anhänger dort.

Neuer Stimmungseklat bei Hannover 96: Krisengespräch zwischen Kapitän Tschauner und Fanvertretern

Nach dem 2:1 gegen den SC Freiburg drehte die Mannschaft von Hannover 96 vor der erstmals in dieser Saison lautstark unterstützenden Nordkurve ab und verschwand in die Kabine. Darafhin gab es Pfiffe von den Rängen. Später trafen sich Vertreter der Fans mit Manager Horst Heldt und Mannschaftskapitän Philipp Tschauner zu Krisengesprächen.

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Es war so, als hätte jemand auf dem Hö­hepunkt einer Party den Stecker gezogen. Nach dem 2:1 gegen Freiburg und toller Stimmung drehte die 96-Mannschaft auf dem Weg zur Nordkurve bei den Fahnenträgern um. Die Spieler klatschten zaghaft, winkten und gingen in die Kabine. Als den Fans im Norden klar wurde, dass ihre Helden nicht hautnah mit ihnen feiern wollten, folgten Pfiffe und Beschimpfungen. Die Stimmung, 93 Minuten lang auf tollem Niveau, kippte.

96 drehte ab, nicht einmal der (fast) geschaffte Klassenerhalt ließ sich ge­meinsam feiern. Offenbar war doch zu viel kaputtgegangen in den Debatten um 50+1 und während des Stimmungsboykotts, der die Mannschaft seit August belastet. Während des Boykotts hatte die Mannschaft ähnlich distanziert applaudiert. Nun, da zum ersten Mal Stimmung in der Bude war, „haben wir gesagt, wir machen das so weiter“, erklärte Kapitän Philipp Tschauner.

Krisengespräch zwischen Mannschaft und Fanvertretern


Tschauner stieß später noch dazu, als der Stimmungseklat in die nächste Runde ging. Noch bis zwei Stunden nach Abpfiff gab es vor dem Spielerbereich und im Presseraum der Arena Krisengespräche. Vertreter der Fanszene redeten mit Manager Horst Heldt und dem 96-Kapitän.

Die Roten in Noten: Die Einzelkritik von Hannover 96 gegen den SC Freiburg:

Torhüter und Manager widersprachen der Theorie, dass die Mannschaft auf Club-Kommando hin abgedreht sei. „Das würde ich nicht zulassen“, betonte Heldt, „das ist kein Stellungskrieg, die Mannschaft ist immer neutral geblieben. Sie hat sich nie in eine Rolle reindrängen lassen.“ Die Spieler seien „mündig“, betonte Heldt, 96 habe „keine E-Jugend auf dem Platz. Sie haben dasselbe Ritual gewählt, das sie immer ge­wählt haben, auch in der Zeit, in denen Teile der Fans sie nicht supportet haben.“ Tschauner betonte überzeugend: „Wir wissen, wie wir das handhaben müssen.“

Statistiknachese zur Partie Hannover 96 gegen den SC Freiburg.

Wie Fans und Spieler in Zukunft mit Stimmung und Nicht-Stimmung umgehen, bleibt nach der Sitzung mit Fanvertretern offen. Die Sache sei „erledigt“, hieß es nach dem Gespräch.

Die Fanszene hatte zuvor abgestimmt, zumindest in den Spielen im Februar den Boykott ruhen zu lassen. „Das hat die Mannschaft verdient, dass das ganze Stadion hinter ihr steht. Und es wäre schön, wenn das bis zum Saisonende so bleiben würde“, sagte Tschauner. Mitten im Streit zwischen 96-Führung und 96-Fanzsene bleibt es schwierig, aus Mannschaft und Fanszene eine Einheit zu bilden wie in der Aufstiegssaison. Heldt sprach von einem „langen Weg, leider Gottes“.

Das waren die Choreos der Fans von Hannover 96 der letzten Jahre:

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