01. November 2018 / 11:26 Uhr

Dank Kenneth Kronholm: Holstein Kiel tanzt ins Achtelfinale

Dank Kenneth Kronholm: Holstein Kiel tanzt ins Achtelfinale

Redaktion Sportbuzzer
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Kenneth Kronholm (Torwart, Holstein Kiel) mit Nils Petersen (SC Freiburg). Der Holstein-Keeper war für viele der Matchwinner!
Kenneth Kronholm (Torwart, Holstein Kiel) mit Nils Petersen (SC Freiburg). Der Holstein-Keeper war für viele der Matchwinner! © Sonja Paar
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Störche trotzen dem frühen Petersen-Schock und schlägt Bundesligist SC Freiburg in der zweiten DFB-Pokalrunde

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Der Pokaltraum lebt weiter! In einer magischen Nacht ist Holstein Kiel der erste Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals seit der triumphalen Saison 2011/12 gelungen. Gegen den Bundesligisten SC Freiburg gewannen die Störche mit 2:1 (1.1). Die KSV begann mit einer Änderung im Vergleich zum 1:0 in der Liga beim FC St. Pauli: Linksverteidiger Johannes van den Bergh musste mit einer in Hamburg erlittenen Fußprellung passen, für ihn rückte Stefan Thesker in die Startelf vor 9361 Zuschauern im rappelvoll besetzten Holstein-Stadion.

Albtraum-Start

Unter denen befand sich auch Holsteins Pokalheld Rafael Kazior, und er sah eine Kieler Elf, die nach gerade einmal 41 Sekunden das 0:1 kassierte – einen Tag nach dem schnellsten Tor der Pokalgeschichte seit der detaillierten Erfassung von Spieldaten (Ardian Morinas 1:0 für Ulm gegen Düsseldorf nach 13 Sekunden). Eine bittere Pille, verabreicht vom sträflich frei stehenden SC-Stürmer Nils Petersen, der eine Flanke von Stenzel per Kopf ins Tor wuchtete. Keeper Kenneth Kronholm war machtlos, seine Vordermänner indes hatten Ordnung und Konzentration offenbar noch in der Kabine gelassen. Die Badener pressten früh und erzwangen auch in den Folgeminuten Kieler Fehler im Spielaufbau.

Jubel über den Treffer zum Ausgleich: Holstein-Stürmer Janni Serra (re.) bedankt sich nach seinem Kopfballtor bei Flankengeber Alexander Mühling (Nr. 8) für die maßgeschneiderte Vorlage. Jonas Meffert (verdeckt) freut sich mit.
Jubel über den Treffer zum Ausgleich: Holstein-Stürmer Janni Serra (re.) bedankt sich nach seinem Kopfballtor bei Flankengeber Alexander Mühling (Nr. 8) für die maßgeschneiderte Vorlage. Jonas Meffert (verdeckt) freut sich mit. © Paesler
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Ihr seid dran!

Nach zehn Minuten aber kamen die Störche allmählich aus dem Startblock. Kingsley Schindlers Fernschuss (10.) avancierte zum Weckruf. Die Hausherren waren nun bissiger im Zweikampf und präziser im Aufbauspiel. Schindler war es, der auch die zweite Kieler Gelegenheit hatte, nach Vorarbeit von David Kinsombi aber aus spitzem Winkel an Alexander Schwolow scheiterte (18.). Die Walter-Elf war nun richtig drin und auf Siedetemperatur – die das Holstein-Stadion in der 26. Minute zum Überkochen brachte. Einen Schlenzer von Masaya Okugawa von rechts konnte Schwolow gerade noch über die Querlatte lenken.

Flanke, Kopfball, Tor!

Dann aber zirkelte Alexander Mühling zentimetergenau auf den Kopf von Janni Serra, der zum Ausgleich einköpfte (26.). 1:1, alles auf Anfang. Der Pokal-Abend konnte beginnen. Hacke Schindler, Effetschuss Okugawa – knapp drüber (33.). Holstein zauberte phasenweise. Und der Erstligist? Verlagerte sich aufs Umschaltspiel. Doch dem zog die KSV clever den Stecker. In Hälfte zwei dann fast erneut der frühe Schock: Ein Petersen-Schuss strich nach 23 Sekunden knapp über die Kieler Latte. Eine Minute später brachte Hauke Wahl Luca Waldschmidt im Strafraum zu Fall. Die Pfeife blieb stumm, Streich tobte. Generell wurde es jetzt hitziger. Wer noch Zweifel am Label „Pokal-Fight“ hatte, sah sie jetzt verfliegen.

Bilder vom Pokalspiel zwischen Holstein Kiel und dem SC Freiburg

Kiels Trainer Tim Walter (li.) und Freiburgs Trainer Christian Streich unterhalten sich vor dem Anpfiff. Zur Galerie
Kiels Trainer Tim Walter (li.) und Freiburgs Trainer Christian Streich unterhalten sich vor dem Anpfiff. ©

Die nächste Runde zum Greifen nah

Unterdessen passten sich die Gäste dem Kieler Spielaufbau taktisch an, stellten diesen besser zu. Zwei Teams im Lauerzustand? Nicht ganz. Okugawa sorgte wiederholt für Aufsehen, und auf der anderen Seite: immer wieder Petersen. Eine Direktabnahme aus der Nahdistanz parierte Kronholm herausragend (63.). Die Schlussphase leitete dann Kinsombi mit einem starken Distanzschuss ein (71.). Eine gelupfte Vorlage des Kapitäns drosch Serra aus spitzem Winkel knapp am rechten Pfosten vorbei (75.). Doch die dritte Aktion Kinsombis brachte den Druchbruch: Kinsombi auf Schindler, der wieder auf Kinsombi: 2:1 für die KSV (79.) – und noch eine knappe Viertelstunde zu gehen.

Die Störche verteidigten mit allem, was sie haben und brachten den Coup über die Ziellinie. KSV-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth: „Wir haben unsere Spielphilosophie gegen Freiburg durchgedrückt. Am Ende sei unserem Keeper Kenny Kronholm dank. Insgesamt war der Sieg aber verdient.“ Kingsley Schindler: „Wir sind gut zurückgekommen und haben Moral bewiesen.“

Die Runde der letzten 16 wird übrigens am Sonntag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund ausgelost (ab 18 Uhr, live im Ersten). „Losfee“ ist Blindenfußballer Serdal Celebi, Schütze des Tors des Monats August. Celebi spielt beim FC St. Pauli. Und auch der Ziehungsleiter hat eine Hamburger Vergangenheit: Frauen-Nationaltrainer Horst Hrubesch. Kiel und Hamburg – das hat in dieser Saison schon zweimal gepasst. Nun vielleicht ein drittes Mal mit einem Traumlos?

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