imago27821869h Dominic Peitz (li.) und Holstein Kiel setzten sich mit 2:0 bei der U23 von Werder Bremen durch. © imago
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„King“ Schindler schnürt in Bremen den Doppelpack

Holstein feiert mit 890 Schlachtenbummlern 2:0 bei Werder II – Platz drei für 24 Stunden

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Feiertag an der Weser für den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel! Dank eines Doppelpacks von Kingsley Schindler (42., 72.) gewannen die Störche aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient mit 2:0 (1:0) bei Werder Bremen II. Bei T-Shirt-Wetter lagen sich 890 Störche-Schlachtenbummler auf Platz 11 direkt neben dem Weserstadion nach dem Schlusspfiff in den Armen.

Premiere für die Kieler in dieser Saison: Sie liegen zumindest für 24 Stunden auf Relegationsrang drei. KSV-Cheftrainer Markus Anfang wählte eine stark offensiv ausgerichtete Anfangsformation. Winter-Neuzugang Ilir Azemi feierte als Sturmspitze seine Startelf-Premiere, St. Pauli-Leihgabe Marvin Ducksch übernahm den Part des grippekranken Dominick Drexler auf der linken Bahn. Erstmals seit dem 26. November 2016 durfte auch Mittelfeld-Akteur Luca Dürholtz wieder von Beginn an ran. Anfangs taktische Aufstellung war zugleich die Abkehr von der zuletzt bewährten, weil für Stabilität sorgenden klassischen Doppel-Sechs, die ein Spielertyp wie Niklas Hoheneder verkörpert.

Auf dem Rasen, der im Vergleich zum Untergrund in Lotte am vergangenen Dienstag einem Wembley-Teppich glich, neutralisierten sich zunächst beide Teams. Die Störche agierten im Spielaufbau eher unterdurchschnittlich, auch die Bremer Youngster entwickelten allenfalls in Ansätzen Torgefahr.  Und wenn, dann über die linke Kieler Abwehrseite mit Christopher Lenz und Ducksch, die sich gegen die Werder-„Kombi“ Luca-Milan Zander und Justin Eilers wehren musste. So war es auch kein Zufall, dass Ousman Manneh (33.) nach Zander-Flanke mit einem Pfostentreffer die größte und zugleich einzige Möglichkeit der Hanseaten besaß.

Auf der Gegenseite verpufften zahlreiche Angriffe durch mangelnde Genauigkeit beim letzten Pass und der zu geringen Durchschlagskraft der Kieler. Nur einmal zündete Kingsley Schindler (19.) den Turbo, scheiterte mit seinem Schuss aber an dem von DFB-Torwartbeobachter beobachteten Michael Zetterer. Kurz vor der Pause bestätigte die KSV Holstein endlich auch offensiv ihre Ambitionen. Der bis dahin mit zahlreichen Fehlpässen aufgefallene Lenz spielte mit Azemi Doppelpass und legte den Ball scharf, flach und quer durch den Strafraum auf die gegenüberliegende Seite. Dort war Schindler (42.) im exakt richtigen Moment gestartet und musste die Kugel  mit seinem achten Saisontreffer „nur“ noch zur Kieler Führung einschieben.

Hatte der erste Durchgang einige Längen, begann die zweite Halbzeit wesentlich turbulenter. Nach Azemi-Brustablage zog Alexander Bieler (51.) aus 18 Metern den Ball knapp am SVW-Gehäuse vorbei. Nach Dürholtz-Flanke verweigerte Schiedsrichter Benjamin Bläser den Gästen nach Strafraum-Handspiel Zanders  einen berechtigten Elfmeter. Der anschließende Ducksch-Fernschuss rutschte Zetterer durch die Hände an die Latte. Der erste von drei Aluminium-Treffern der Störche binnen vier Minuten.  Denn Dürholtz nach Solo und Azemi mit seinem Kopfball-Abstauber (56.) trafen ebenfalls nur Latte und Pfosten. Derart inspiriert wollte der Ex-Kieler Rafael Kazior (59.) nicht zurückstehen.

Nach Freistoß von Zander zirkelte der Bremer Mannschaftsführer die Kugel an den Pfosten des Kieler Tores. Die Grün-Weißen erhöhten kurzzeitig den Druck, Anfang reagierte mit der Einwechslung Hoheneders. Der Ex-Bremer Dominik Schmidt kassierte die fünfte Gelbe Karte und fehlt damit im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden am kommenden Mittwoch (19 Uhr).

Dort kommt es erneut zu einem Kieler Fußball-Festabend. Denn nach einem Präzisions-Steilpass von Ducksch präsentierte Schindler einmal mehr seine außergewöhnlichen Sprinter-Qualitäten. Thore Jabobsen hatte im Laufduell das Nachsehen. Zum krönenden Abschluss der „King“ von der Ostsee auch noch Zetterer und  schoss den Ball zum 2:0 (72.) ein – die Entscheidung.  Ducksch, Bieler (79.) und Arne Sicker (83.) hätten den Vorsprung sogar noch ausbauen können. Der Jubel auf den Rängen kannte am Ende kaum noch Grenzen: „Auswärtsssieg, Auswärtssieg …“

Auch KSV-Kapitän Rafael Czichos freute sich am Ende der erfolgreichen Dienstreise: „Das sind die Spiele, die man gewinnen muss, wenn man oben mitspielen will. Und wir haben in den letzten fünf Spielen nur ein Gegentor kassiert. Das kann sich sehen lassen.“

Werder Bremen II – Holstein Kiel 0:2 (0:1)

Werder II: Zetterer – Zander (77. Pfitzner), Volkmer, Verlaat, Jacobsen – Rother (65. Jensen) – N. Schmidt, Käuper  –  Eilers, Kazior – Manneh (81. Bytyqi).

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, D. Schmidt, Czichos, Lenz – Peitz – Schindler (81. Siedschlag), Bieler, Dürholtz (65. Hoheneder), Ducksch – Azemi (71. Sicker).

Schiedsrichter: Benjamin Bläser (Niederzier) – Tore: 0:1 Schindler (42.), 0:2 Schindler (72.)  – Zuschauer: 1779 – Gelbe Karten: N. Schmidt/Azemi (1.), D. Schmidt (5.).

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