Fahrverbote für Stadion-Randalierer: Joachim Herrmann fordert härtere Strafen. Fahrverbote für Stadion-Randalierer: Joachim Herrmann fordert härtere Strafen. © dpa/imago/Montage
Fahrverbote für Stadion-Randalierer: Joachim Herrmann fordert härtere Strafen.

Strafen für Randalierer: Bayern-Minister Herrmann fordert Fahrverbote

Kuriose Strafe für Hooligans, Pyro-Chaoten und Gewalttäter in Fußball-Stadien: Geht es nach Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sollen die Regelbrecher in Zukunft auf ihr Auto verzichten müssen.

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Ob diese Strafe Hooligans abschreckt?

Dieser Vorschlag könnte für eine Revolution in der Bestrafung von Fußball-Chaoten sorgen: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich in der Debatte um Krawalle in Fußballstadien für ein halbes Jahr Fahrverbot für gewalttätige Fans ausgesprochen. "Gewalt in Fußballstadien muss härter bestraft werden. Gegen Hooligans, die andere Menschen verletzen, sollten längere Fahrverbote verhängt werden",  sagte der Spitzenkandidat der CSU für die Bundestagswahl der Zeitung Welt. "Ein halbes Jahr sein Auto stehen lassen zu müssen, kann für solche Gewalttäter schmerzhafter sein als eine hohe Geldstrafe."

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"Wer rücksichtslos auf Menschen einprügelt, gehört weder in ein Stadion noch hinter das Lenkrad"

Das wäre sogar durchaus eine legale Strafe: Im Juni hatte die Bundesregierung ein Gesetz verabschiedet, das der Justiz ermöglicht, einen Führerschein-Entzug als mögliche Nebenstrafe zu verhängen. So kann die Fahrerlaubnis seitdem auch bei Delikten wie Gewalttaten oder Steuerhinterziehung entzogen werden, obwohl diese nichts mit dem Straßenverkehr zu tun haben. So könnten auch Hooligans in Fußball-Stadien und Krawallmacher bestraft werden. "Jeder gewalttätige Hooligan beim Fußball muss identifiziert, vor ein Gericht gestellt und bestraft werden. Ich bin sicher, dass dies Wirkung zeigen wird", sagte der CSU-Politiker.

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Laut Herrmann seien Gewalttäter häufig keine Hartz-IV-Bezieher, "sondern Leute, die ein teures Auto fahren". In Bayern habe der Innenminister der Justiz diese Strafmöglichkeit bereits ans Herz gelegt. Herrmann fordert: "Auch in anderen Bundesländern sollten solche Fahrverbote ausgesprochen werden. Wer rücksichtslos auf Menschen einprügelt, gehört weder in ein Stadion noch hinter das Lenkrad."

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