07. November 2018 / 15:27 Uhr

Stralsund Kapitän Steffen Pompe: „Wir sind nicht bei 100 Prozent“

Stralsund Kapitän Steffen Pompe: „Wir sind nicht bei 100 Prozent“

Horst Schreiber
Steffen Pompe, Kapitän TSV 1860 Stralsund
Steffen Pompe, Kapitän TSV 1860 Stralsund
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Die Lage beim TSV 1860 Stralsund ist angespannt. Der Kapitän und der stellvertretende Abteilungsleiter reden Klartext.

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Das Tabellenschlusslicht der Verbandsliga, TSV 1860 Stralsund, musste zuletzt heftige Niederlagen einstecken und sieht sich in einer ähnlichen Situation wie Vorgängerverein FC Pommern vor rund einem Jahr. Heiko Gernetzki, stellvertretender Abteiloungsleiter Fußball, verweist auf die jahrelangen Quälereien im Fußball am Sund: „Es kriselt seit Jahren!“ Im Interview stärkt er Trainer Robin Baarhs den Rücken. Stralsund Kapitän Steffen Pompe gesteht, dass das 0:14 gegen Mecklenburg Schwerin noch lange nachwirkt.

Zur Situation bei TSV 1860 Stralsund

Herr Pompe, wie sehr steckt die historische 0:14-Pleite aus Schwerin noch in den Köpfen?

Steffen Pompe: Bei 0:14 haben bei allen 30 Prozent gefehlt. Das war auch gegen Bützow noch spürbar, klar. Da hat man lieber den sicheren Ball nach hinten oder zur Seite gespielt. Es fehlte das Selbstvertrauen. Das haben wir uns in Pastow aber ein Stück zurückgeholt.

Wie wurde das Auftreten der letzten Wochen verarbeitet?

Steffen Pompe: Wir haben uns auf der Rückfahrt von Schwerin unterhalten, Fehler eingesehen. Das Bützow-Spiel wurde direkt im Anschluss ausgewertet. Zu Hause im ruhigen Moment oder bei der Arbeit denkt man immer noch darüber nach. Das wurmt einen schon.

Was fehlt der Mannschaft derzeit?

Steffen Pompe: So blöd es klingt: ein Stürmer wie Thomas Müller, der einfach im richtigen Moment dasteht und das Ding reinmacht. Vielleicht haben wir auch zu oft umgestellt. Wir konnten selten mit demselben Personal zweimal hintereinander auflaufen.

Ist die Mannschaft verbandsligatauglich?

Steffen Pompe: Ich spreche es ihr nicht ab! Es war ja klar, dass es schwierig wird. Wir haben aus einer Kreisoberliga- (Stralsunder FC, Anm. d. Red.), einer Landesklasse- (FC Pommern II) und Verbandsligatruppe (FC Pommern) eine neue Mannschaft geformt. Die, die schon vorher Verbandsliga gespielt haben, haben ihre Qualitäten ja nicht verloren. Wir sind nur nicht bei 100 Prozent.

Herr Gernetzki, haben die Niederlagen zuletzt auf die Stimmung im Verein gedrückt?

Heiko Gernetzki: Eigentlich nicht. Natürlich findet es keiner schön, so zu verlieren. Aber die Jungs wussten, dass das die drei schwersten Spiele waren. Wir sahen uns nicht veranlasst, eine Krisensitzung einzuberufen. Zudem hat die Krise nicht erst seit dieser Saison angefangen. Das 0:14 war zwar der negative Höhepunkt, aber es kriselt seit Jahren im Stralsunder Fußball.

Warum kann der TSV derzeit nicht mit den Spitzenteams der Liga mithalten?

Heiko Gernetzki: Es sind vor der Saison Spieler dazugekommen, die in unteren Klassen gespielt haben. Zudem gibt es große Klassenunterschiede zwischen den ersten ieben und dem Rest der Verbandsliga. Da ist es mit so einer neu geformten Truppe umso härter, zu bestehen.

Wird der Trainer an den Ergebnissen gemessen?

Heiko Gernetzki: Wir haben volles Vertrauen in Robin Baarhs und René Marmulla. Wir haben auch schon ein Angebot eines Trainers abgelehnt, weil wir auf der Position keinen Bedarf haben.

Ist der Gegenwind von Kritikern heftiger geworden?

Heiko Gernetzki: Natürlich hört man immer wieder kritische Stimmen, die nach den letzten Niederlagen auch lauter geworden sind. Das sind größtenteils Ewiggestrige, auch aus dem Verein selbst. Aber das hat den Zusammenhalt in der Mannschaft nur noch gestärkt.

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