Björn Isensee erzielte kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich für den SV Heiligenfelde gegen den TV Stuhr (rechts mit Fabian Bischoff). © Udo Meissner

Stuhr und Brinkum im Vorteil

Württemberg-Cup: In Gruppe B bleibt der Kampf ums Finale offen – beide Partien enden unentschieden

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Am zweiten Turniertag des Württemberg-Cups hat es in der Gruppe B keine Sieger gegeben. Der SV Heiligenfelde trennte sich vom TV Stuhr ebenso mit 1:1 wie der Brinkumer SV vom TSV Melchiorshausen. Zwar sind die vier Teams damit nach der ersten Partie gleichauf, im darauffolgenden obligatorischen Elfmeterschießen erspielten sich allerdings die Stuhrer und die Brinkumer einen leichten Vorteil.

TV Stuhr - SV Heiligenfelde 1:1 (0:0).Auf Höhepunkte oder Großchancen warteten die Zuschauer über weite Teile der Partie vergebens. „Das Spiel war sehr taktisch geprägt“, meinte Heiligenfeldes Walter Brinkmann, das sei vor allem für ihn als Trainer interessant gewesen. Die zurückhaltende Spielweise erklärte er damit, dass beide Mannschaften in den vergangenen Jahren häufig gegeneinander angetreten seien und meist das Team gewonnen habe, das in Führung gegangen sei. „Das Turnier hat keinen Testspielcharakter, es ist ergebnisorientiert“, so Walter Brinkmann.

Der TV Stuhr hatte zwar in der ersten Hälfte etwas mehr vom Spiel und gerade gegen Ende immer mal wieder aussichtsreiche Strafraumszenen. Gefährlich wurde es für die Heiligenfelder aber nur selten. Ernsthaft beweisen musste sich SVH-Keeper Marcel Kappermann nur, als René Rogalla ins kurze Eck zielte. Etwas rasanter wurde es dann nach dem Wiederanpfiff. Die erste Chance verbuchte Philipp Albrecht für die Heiligenfelder, aus der zweiten Reihe zog er aber über das Tor (39.). Gleich zweimal konnte sich dann Kappermann gegen Robin Verzagt und Daniel Horeis auszeichnen (47./48.). Kurz vor Schluss folgte der Schock für den SVH: Mirko Labbus foulte Verzagt im eigenen Strafraum – der Schiedsrichter entschied kurz vor Schluss auf Elfmeter für den TVS. Fynn Ruschke verwandelte ohne Probleme zum 1:0 (66.).

Aber die Heiligenfelder gaben sich nicht auf, riskierten in der Schlussphase noch einmal mehr. Für dieses Engagement belohnten sie sich dann auch prompt: Tobias Dieckmann steckte den Ball zu Björn Isensee durch, der aus spitzem Winkel zum Ausgleich traf. Das vorsorgliche Elfmeterschießen entschied der TV Stuhr schließlich mit 3:1 für sich.

„Ich hätte lieber mit 1:0 gewonnen“, meinte Stuhrs Trainer Stephan Stindt anschließend. An sich habe seine Mannschaft ein tolles Spiel gezeigt und sei durch einen Fehler – nämlich aufgrund des Wegrutschens von Jenno Bölders vor dem Gegentor – bestraft worden. „Es sollte nicht sein“, resümierte Stindt, der sich ansonsten zufrieden mit der Leistung seiner Elf zeigte.

Brinkumer SV - TSV Melchiorshausen 1:1 (0:1). Da staunten die Zuschauer nicht schlecht, als die Melchiorshauser loslegten. In der zweiten Minute bediente Julio Martin Hinze Tim Cohrs, der im Zentrum freistand, mit einer Flanke. Cohrs verwandelte diese, der Außenseiter führte. „Das war nicht eingeplant“, meinte auch Brinkums Trainer Kristian Arambasic, der den entscheidenden Fehler im Aufbauspiel seiner Elf ausgemacht hatte. In der Folge übernahm der Brinkumer SV jedoch das Kommando und drängte auf den Ausgleich. „Die ersten zehn Minuten haben wir das noch gut gemacht. Dann haben wir unsere Linie verloren. Die Aggressivität hat gefehlt, wir haben Brinkum nicht im Aufbauspiel gestört“, monierte TSV-Trainer Wilco Freund. Immer wieder suchte der BSV den Weg über die rechte Außenbahn mit Inouss Bourai-Toure, der wiederum im Zentrum Dennis Krefta oder Hendrik Stannius in Szene setzen wollte. Doch vergeblich. Auch Marcel Brendel probierte es zweimal, scheiterte aber einmal an Melchiorshausens Schlussmann Florian Aschoff, beim zweiten Versuch köpfte er knapp neben das Tor. „Wir haben die Chancen, wir gewinnen das noch“, konnte man nach dem Pausenpfiff aus den Brinkumer Reihen vernehmen.

Hatte der BSV kurz vor und nach der Pause noch einen Gang zurückgeschaltet, zeigten die Spieler dann wieder ziemlich schnell, dass sie das Feld tatsächlich nicht als Verlierer verlassen wollten. Und waren es zunächst vor allem Großchancen, die die Brinkumer ausließen, folgte schließlich doch der sehenswerte Treffer zum 1:1 durch Tom Trebin: Vom Strafraumeck zog er beherzt ab und zirkelte das Leder ins lange Eck. „Die großen Gelegenheiten haben wir nicht genutzt, und dann so ein Traumtor“, sagte Kristian Arambasic und schmunzelte. Die Brinkumer spielten weiter auf Sieg, aber bis auf Marcel Brendel, der aus spitzem Winkel noch einen Eckball herausholte, wollten keine gefährlichen Aktionen mehr gelingen. Die nächsten Treffer fielen erst im Elfmeterschießen, das die Brinkumer mit 5:4 für sich entschieden.

„Wir haben die Feldüberlegenheit nicht in Tore umgemünzt“, gab Kristian Arambasic zu, erkannte aber auch die Defensivleistung des TSV Melchiorshausen an. „Ich bin mit jedem einzelnen Spieler zufrieden, darauf lässt sich aufbauen“, lobte dagegen Wilco Freund, der sich über diverse Ballstafetten und die besseren Zweikampfwerte seiner Elf in Halbzeit zwei freute.

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