DSC_7355 Dominik Entelmann traf zum 1:0, vergab später aber einen Elfmeter. © Ingo Moellers
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SV Atlas erkämpft sich einen Punkt

Die stark ersatzgeschwächten Delmenhorster erspielen sich beim MTV Gifhorn ein 1:1-Unentschieden

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Der SV Atlas Delmenhorst hat sich nach einer kämpferisch überzeugenden Vorstellung ein 1:1 (1:1)-Unentschieden beim MTV Gifhorn erspielt. Dominik Entelmann brachte die Gäste bereits nach elf Minuten in Führung, ehe Gifhorns Timon Hallmann kurz vor der Halbzeit ausglich (44.). Bitter für den SVA: In der 72. Minute versagte Entelmann vom Punkt aus die Nerven und er vergab die Chance auf den Sieg. „An sich ist Domo ein sehr sicherer Elfmeter-Schütze. Ich kann mich nicht dran erinnern, dass er in den vergangenen fünf Jahren jemals einen Strafstoß verschossen hat, aber irgendwann ist halt immer das erste Mal“, machte Atlas-Trainer Jürgen Hahn seinem Stürmer keinen Vorwurf.

Gegen 10:45 Uhr brach der Atlas-Tross am Sonntagmorgen auf die 180 kilometerlange Strecke nach Gifhorn auf. Mit im Bus saßen auch die angeschlagenen Stefan Bruns, Marco Priessner sowie Entelmann. Überraschend: Bruns und Entelmann standen sogar in der Startelf. Im Vergleich zur Vorwoche stellte Hahn auf vier Postionen um. Für den gelb-rot gesperrten Kevin Radke, den verletzten Sebastian Kmiec, den angeschlagenen Priessner sowie Oliver Rauh, rückten Thade Hein, Simon Matta, Mark Spohler und Entelmann in die Startelf. Hein und Matta feierten ihr Startelf-Debüt. „Aufgrund der sehr dünnen Personaldecke bin ich sehr zurieden und auch stolz auf meine Mannschaft, die sich hier 90 Minuten lang gewehrt hat“, lobte Hahn, dessen Team von rund 150 Atlas-Fans unterstützt wurde.

Der erste Torabschluss der Partie gehörte dem Gastgeber, als Dino Velemirovic aus spitzem Winkel an Florian Urbainski hängen blieb (6.). Gefährlicher ist es aus Atlas-Sicht nur zwei Minuten später geworden, nachdem Melvin Luczkiewicz aus 15 Metern hauchdünn links am Tor vorbeizielte (8.). Jubeln durfte zunächst aber der SVA: Nach einer starken Vorarbeit von Musa Karli auf der rechten Außenbahn, stand Entelmann in der Mitte goldrichtig und knallte das Leder trocken ins rechte, obere Ecke zum 1:0 (11.). Die Blau-Gelben kontrollierten danach zunehmend die Begegnung, während der MTV geschockt wirkte und von der lautstarken Unterstützung der Delmenhorster Anhänger beeindruckt schien. In Minute 22 folgte der nächste schön herausgespielte Angriff des Gastes, als Mutlu den im Strafraum lauernden Entelmann bediente, der Atlas-Stürmer per Kopf jedoch nicht genügend Druck auf den Ball bekam. In der Folge verflachte die Begegnung, Atlas stand defensiv diszipliniert und Gifhorn fiel nichts ein, sodass sich ein Spiel ohne Höhepunkte entwickelte. Den nächsten Aufreger erlebten die insgesamt 300 Zuschauer erst kurz vor der Halbzeit: Über die rechte Abwehrseite der Delmenhorster setzte sich Mathes Hashagen relativ leicht gegen zwei Gegenspieler durch und chipte das Leder genau in den Lauf von Timon Hallmann, der nur noch den Kopf hinhalten musste – 1:1 (44.). „Wir haben in dieser Phase die Spannung verloren und einige Umschaltaktionen hätten wir besser ausspielen können. Beim Gegentor passte die Defensivarbeit überhaupt nicht. Wir haben keinen Zugriff bekommen, das war viel zu einfach“, haderte Hahn, der zur Pause Oliver Rauh für den sehr bemühten Hein einwechselte.

Die Blau-Gelben kamen besser aus den Startlöchern und hatten durch Entelmann eine aussichtsreiche Möglichkeit, um erneut in Führung zu gehen, doch der Atlas-Stürmer scheiterte aus kurzer Distanz an einer starken Parade von Tobias Krull (52.). Es blieb auch im zweiten Durchgang ein Spiel auf Augenhöhe, mit leichten Vorteilen für den SVA, der nach einer guten Stunde die nächste gute Chance hatte, als Spohler einen Freistoß von Karli nur um Haaresbreite im Fünf-Meter-Raum verpasste. Gifhorn hatte in der zweiten Halbzeit lediglich einen Torabschluss, doch dieser sollte es in sich haben: Denn plötzlich lief Marko Bakovic frei auf Urbainski zu und wollte den Ball in die lange Ecke schieben, jedoch streckte der Atlas-Schlussmann seinen linken Fuß blitzartig heraus und parierte sensationell (67.). In der 70. Minute ersetzte Priessner den glücklosen Matta. Priessner war gerade einmal ein paar Sekunden auf dem Platz und holte mit seiner ersten Ballaktion direkt einen Elfmeter heraus. Gifhorns Marc Upmann berührte Priessner leicht, ein schmeichelhafter Pfiff von Schiedsrichter Steffen Geismann (Garbsen). Entelmann legte sich die Kugel auf den Punkt, trat an und schoss relativ weit rechts am Tor vorbei. „Wenn wir in dieser Phase in Führung gehen, gewinnen wir das Spiel“, war sichh Hahn sicher. Eine vielversprechende Chance sollte Atlas allerdings noch bekommen, als Priessner – der viel Schwung ins Spiel brachte – Rauh auf die Reise schickte. Der Atlas-Akteur umkurvte Krull, ließ sich dabei aber zu weit nach außen treiben und traf nur noch den Außenpfosten (78.). Nach 83 Minuten verließ dann Entelmann den Platz und nahm bitter enttäuscht auf der Bank Platz, auf der er minutenlang – mit gesenktem Kopf und die Hände vors Gesicht haltend – saß.

In einer hitzigen Schlussphase passierte nicht mehr viel, sodass es beim gerechten Remis blieb. „Es ist ein Unentschieden-Spiel gewesen“, sagte Co-Trainer Marco Büsing, während MTV-Trainer Uwe Erkenbrecher die harte Gangart der Gäste monierte: „Wir sind auf einen überharten Gegner getroffen. Das war schwierig für unser junges Team. Unter dem Strich müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein. Insgesamt hat die Oberliga angezogen, es gibt kein Fallobst mehr“. Negativ: Trotz eines starken Supports der mitgereisten Fans aus Delmenhorst, hatte ein Anhänger sich nicht im Griff und warf direkt nach dem Schlusspfiff eine Stadionzeitung in Richtung des Linienrichters, der sich diese unnötige Aktion sofort notierte.

Region/Bremen Bezirk Weser-Ems Oberliga Niedersachsen (Herren) SVG Göttingen-SC Spelle-Venhaus (01/10/2016 16:00)

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