DSC_4239 Die Kicker des SV Atlas gehen mit großen Erwartungen in die Saison. © Ingo Moellers
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SV Atlas: Zum Saisonstart nach Sulingen

Zum Auftakt hofft Aufsteiger Atlas Delmenhorst auf einen Sieg / Teammanager Bastian Fuhrken versucht die Erwartungen zu dämpfen

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Bastian Fuhrken stand mit seinem Smartphone in der Hand inmitten des Kreises, den die Spieler des SV Atlas um ihn herum gebildeten hatten. Bei der Mannschaft und im ganzen Stadion stieg die Anspannung. Alle warteten fieberhaft auf dieses eine Resultat, das über die Landesliga-Meisterschaft und den Aufstieg entscheiden würde. Das Ergebnis dürfte bekannt sein: Im Stadion kannte der Jubel keine Grenzen, alle lagen sich in den Armen – der SVA hatte den Aufstieg in die Oberliga tatsächlich geschafft.

Seit diesem denkwürdigen Tag sind nun etwas mehr als zwei Monate vergangen. Zwei Monate, in denen die Atlas-Fußballer für das Abenteuer Oberliga nahezu täglich schwitzten und trainierten. Und an diesem Sonnabend ist es nun endlich soweit, die Blau-Gelben bestreiten ihr erstes Saisonspiel beim TuS Sulingen. „Wir alle haben mittlerweile verstanden, dass wir wirklich in der Oberliga sind“, berichtet Fuhrken, Teammanager des SVA. Und wie groß die Vorfreude bei den Verantwortlichen und Akteuren ist, unterstreicht die Aussage des Kapitäns Stefan Bruns nochmals: „So eine Vorbereitung zieht sich manchmal in die Länge, außerdem ist sie nicht immer schön. Aber die Fieberkurve steigt nach oben. Am liebsten wären wir schon am Freitag in den Bus gestiegen.“

Die Euphorie im Verein ist vor der neuen Saison groß. Warum auch nicht? Schließlich haben die Blau-Gelben in der Vorbereitung zumeist einen guten Eindruck hinterlassen. Gegen den Regionalliga-Aufsteiger SSV Jeddeloh gewannen sie mit 2:1. Und auch gegen den klassenhöheren BSV Rehden verkauften sie sich in der ersten Runde des Niedersachsenpokals mehr als achtbar, wenngleich es am Ende eine Niederlage im Elfmeterschießen setzte. „Die Euphorie ist bei uns fast täglich ein Thema. Sie ist natürlich positiv, aber wir müssen auch die Realität gegenüberstellen. Es ist wichtig, dass wir das sportlich richtig einordnen“, meint SVA-Coach Jürgen Hahn. Aktuell sieht er in der Liga sechs oder sieben Teams, die auf jeden Fall noch über den Delmenhorster stehen – egal ob in Sachen Budget oder Erfahrung.

Die derzeitige Situation des SVA könnte man seiner Meinung nach mit der des letztjährigen Aufsteigers TuS Bersenbrück vergleichen. Schließlich hat er einen ähnlichen Werdegang vorzuweisen, ist ebenfalls bis in die Oberliga durchmarschiert. Hahn: „In der Vorsaison ist er Achter geworden, hatte aber mit Emil Jula einen ehemaligen Bundesliga-Profi im Kader. Daran können wir uns orientieren, aber jetzt ist der TuS uns natürlich mit dem einen Jahr Erfahrung voraus.“ Letztlich sei ein einstelliger Tabellenplatz hinter den ersten Sechs oder Sieben für den SV Atlas realistisch, zu mehr reiche es jedoch noch nicht.

Für einen Aufsteiger sollte das aber genügen, immerhin geht es darum, sich in der Liga langfristig zu etablieren. Damit das auch gelingt, hat sich der SVA personell verstärkt. Und einige Spieler haben bereits in den Tests gezeigt, dass sie eine Bereicherung darstellen können. Nick Köster – zuvor beim BV Cloppenburg – dürfte mit seiner Übersicht, Technik und Galligkeit auf der Sechs gesetzt sein. Für die linke Außenverteidigerposition holte sich der SVA Sebastian Kmiec vom Bremer SV. Der fiel in der Vorbereitung zwar verletzt aus, doch mittlerweile ist er wieder fit. Kmiec sammelte bereits in der Regionalliga Erfahrung, sollte auf seiner Position also auch gesetzt sein. Und der gefühlte Neuzugang Marco Prießner hat in der Vorbereitung bereits gezeigt, wie wertvoll er für den Verein werden kann. In nahezu jedem Spiel trug er sich in die Torschützenliste ein. Hahn: „Alle Neuzugänge habe sich gut integriert, außerdem sind wir von größeren Verletzungen verschont geblieben. Mit der Vorbereitung bin ich zufrieden, auch wenn uns zuletzt eine Grippewelle zu schaffen gemacht hat.“

Der Trainer und die Mannschaft sind also bereit für den Auftakt, aber wie schaut es beim Verein aus? Schließlich steigt mit der Oberliga nun auch der finanzielle Aufwand. „Wir haben viele Dinge vor der Brust, vor allem was das Team um das Team angeht. Aber wir sorgen dafür, dass das Budget gedeckt wird“, betont Teammanager Bastian Fuhrken, der im Schnitt mit 100 Zuschauern mehr pro Spiel als in der Vorsaison rechnet.

Region/Bremen Bezirk Weser-Ems SV Atlas Delmenhorst (Herren) TuS Sulingen (Herren) Oberliga Niedersachsen (Herren) SV BW Bornreihe-SC Spelle-Venhaus (07/08/2016 17:00)

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