06. Februar 2018 / 18:04 Uhr

SV Babelsberg 03 empört über NOFV-Schreiben

SV Babelsberg 03 empört über NOFV-Schreiben

Stephan Henke
SVB-Präsident Archibald Horlitz.
SVB-Präsident Archibald Horlitz. © Jan Kuppert
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Regionalliga Nordost: Anders als zunächst kommuniziert wird ein Verfahren zur Spielsperre gegen den Kiezverein eröffnet.

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Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat am Dienstag offiziell ein Verfahren zur Sperrung der 1. Herrenmannschaft des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 eingeleitet. Das geht aus einem Schreiben hervor, das SVB-Präsident Archibald Horlitz am Dienstag auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte. Am Mittwoch bestätigte der NOFV die Verfahrenseröffnung auf seiner Homepage. "Das Verbandsgericht hat dem SV Babelsberg 03 e. V. die "Gelegenheit zur Stellungnahme und ggf. Zahlung bei Vermeidung der Auflage, dass die im Spielbetrieb des NOFV e. V. spielende Mannschaft wegen Nichterfüllung der Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem NOFV e. V. gesperrt werden kann" bis zum 14. Februar 2018 gegeben", heißt es dort.

Grund für die Eröffnung des Verfahrens ist eine nicht gezahlte Strafe in Höhe von 7340 Euro. Zu dieser wurden die Babelsberger nach dem Zünden von Pyrotechnik durch ihre Fans beim Ligaheimspiel am 28. April 2017 gegen Energie Cottbus verurteilt.

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Der Verein weigert sich, den Betrag zu bezahlen, weil im Urteil geschrieben steht, dass ein Babelsberg-Anhänger „Nazischweine raus“ gerufen hat und der Eindruck entstand, der SVB muss auch dafür die Strafe bezahlen. Zugleich hatten Cottbuser Anhänger den Hitlergruß gezeigt und antisemitische Parolen skandiert, was nicht in dem Urteil auftauchte.

Bei Archibald Horlitz löste die Art und Weise der Kommunikation des NOFV großen Ärger aus. Denn noch am Dienstagvormittag hatte der Verbands-Geschäftsführer Holger Fuchs mitgeteilt, dass die Entscheidung erst am Donnerstag bekanntgegeben wird. „Bis dahin gibt es keine Verlautbarungen“, sagte Fuchs. Um 15.07 Uhr traf dann allerdings das Fax des NOFV in der Babelsberger Geschäftsstelle ein. „Lügen und Irreführung des NOFV gehen nahtlos weiter!“, kommentierte Horlitz das Schreiben. „Wenigstens beim Lügen ist der NOFV konsequent. Chapeau!“, fügte Horlitz an.

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Derweil bittet der Verein seine Fans um Mithilfe, um eventuelle Verfahrenskosten und Strafen bezahlen zu können. „Nach Stand der Dinge sind bereits und werden auf den SV Babelsberg 03 noch größere Ausgaben für Verfahrens-, Prozess- und Anwaltskosten zukommen“, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des Vereins. Das eingehende Geld werde „zur Deckung der schon entstandenen und noch zu erwartenden Kosten für den aktuellen Rechtsstreit mit dem NOFV und zur Unterstützung kleinerer, engagierter Vereine verwendet“, hieß es weiter.

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