09. September 2018 / 20:07 Uhr

SV Baris Delmenhorst kontert sich zum Heimsieg

SV Baris Delmenhorst kontert sich zum Heimsieg

Nico Brunetti
Fußball-Bezirksliga
SV Baris 20 -
VfL Stenum 5
Lerchenstraße
Der SV Baris (rot) zeigte sich gegen Stenum (blau) gnadenlos effektiv. © Ingo Moellers
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Beim 3:1-Erfolg gegen den VfL Stenum zeigt sich der SV Baris gnadenlos effektiv / Dennis Kuhn und Devin Isik glänzen

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Vier Spiele, vier Siege: Der SV Baris Delmenhorst mausert sich in der Bezirksliga Weser-Ems 2 zu einer Spitzenmannschaft. Nun besiegte der SV sogar den VfL Stenum mit 3:1 (2:0) - und damit den Gegner, der Baris zuletzt viermal in Folge bezwang. Einen wesentlichen Anteil am Dreier hatte das Angriffsduo Dennis Kuhn und Devin Isik. Beide bekam der Gast nur schwer zu fassen, beide agierten bei den sporadisch vorgetragenen Angriffen der Gastgeber exzellent und beide waren in der Konsequenz an jeweils zwei Treffern beteiligt. Kuhn übernahm dabei die Rolle als agiler Vorbereiter. Es waren seine Durchsetzungsfähigkeit gegen Stenums Linksverteidiger Michael Marten und sein Auge, was zum Tor von Mittelfeldakteur Tayfun Kurt (27.) führte. Von der Vorlage des rechten Flügelspielers profitierte auch Isik, der in der 42. Minute eiskalt im Duell mit VfL-Keeper Maik Panzram blieb und somit sein fünftes Saisontor erzielte. Kurz vor Toreschluss trat die selbstbewusste Nummer 19 vom SVBaris dann als Passgeber in Erscheinung. Sein Hackenpass landete bei Mikael-Cihan Blümel, der mit der Pike für die Entscheidung in der engen Begegnung sorgte (85.).

Diese Formstärke seiner beiden Angreifer ist natürlich auch Baris-Coach Önder Caki nicht verborgen geblieben. Er sagte: "Beide sind gut drauf." Und bei Isik macht er gleichzeitig große Fortschritte aus. "Es freut mich, so einen Stürmer zu haben. Er hat sich enorm entwickelt und gehört zu unseren Leistungsträgern", skizzierte Caki. Sicherlich gehört das effektive Umschaltspiel zu einem aktuellen Eckpfeiler des Erfolges. Viel entscheidender ist jedoch fast der Einsatz, den die gesamte Mannschaft einbringt. Die Idee von Caki, mit der Umstellung auf Fünferkette für mehr Stabilität zu sorgen, fruchtet. "Das System spielen wir seit dieser Saison. Alle leisten super Defensivarbeit", analysierte der Trainer von Baris.

Das Engagement war gegen Stenum auch definitiv von Nöten, um den Dreier einzutüten. Auch der Gast machte nämlich ein ordentliches Spiel. Trotz der hohen Spielanteile hatte der VfL jedoch Probleme, sich viele Torchancen herauszuarbeiten. Zum Einen lag das an der Bereitschaft von Baris. Zum Anderen löste es Stenum oft nicht optimal. Stenums Trainer Thomas Baake bemängelte: "Uns hat die letzte Entschlossenheit gefehlt." Eine Ausnahme bildete dabei der 19 Jahre alte Paul Fuhrken. Über den Mut des Außenspielers kam der VfL nochmal zurück in die Partie. Sein beherzter Antritt über links, sein Pass in die Mitte, sorgten für das 1:2 durch den eingewechselten Alexander Ruge (75.). Fast hätte Ole Braun nur eine Minute später den Ausgleich erzielt. Da zeigte sich aber Baris-Torwart Orhan Can Karakaya auf dem Posten. Solche Abschlüsse gab es auf Seiten des VfL aber viel zu selten, weshalb es gegen effektive Platzherren nicht zu einem Punktgewinn reichte. Baake ging trotz alledem mit einem positiven Gefühl nach Hause: "Wir waren keinen Deut schlechter als der Gegner, auch wenn wir die erste Halbzeit etwas verschlafen haben. Ich sehe gute Ansätze, die jungen Spieler wie Fuhrken oder Fynn Brenneiser machen Spaß und sind unsere Zukunft."

Aus seiner Sicht mangelte es dem VfL auch an Glück. Das 2:2 durch Fuhrken (82.) hätte laut Baake nicht unbedingt wegen Abseits zurückgepfiffen werden müssen. "Ich bin mir da nicht hundertprozent sicher", zweifelte Stenums Coach. Und für die Zuschauer an der Lerchenstraße warf er die Frage berechtigt in den Raum. Nicht jeder auf dem Sportplatz gab dem Referee Fabian Becker bei diesem Pfiff recht. Es hilft aber nichts: Der Schiedsrichter hat diese Entscheidung zugunsten von Baris getroffen, die damit in einem Duell auf Augenhöhe vom Glück des Tüchtigen profitierten. "Solche Situationen musst du auch mal überstehen. In dieser Phase war unsere Kraft am Ende. Die Fitness ist ein Problem von uns", sagt Caki. Dieser blickt ebenso wie Baake zuversichtlich in die Zukunft – ohne nach dem makellosen Saisonstart große Ambitionen zu hegen. "Wir sind das zweite Jahr in der Bezirksliga, normal ist das Jahr schwieriger. Wir denken immer noch zuerst daran, 35 bis 40 Punkte zu sichern, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten", erklärte der Trainer vom SV Baris. Mit der Leistung von Sonntag wird Cakis Team dieses Minimalziel erreichen.

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