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SV Barth flickt Kunstrasen in Eigenleistung

Robert Niemeyer
Test caption text © Imago Dünhölter (Symbolbild)

Trainings- und Spielbetrieb soll abgesichert werden.

Barth. Die Diskussion um den Zustand der Sportplätze der Stadt Barth reißt nicht ab. Zuletzt hatte der Schul- und Sozialausschuss eine Vorzugsvariante gewählt: den Neubau eines Kunstrasenplatzes samt Wettkampfbahn (Die OZ berichtete). Aufgrund derzeit noch unklarer Finanzierungsmöglichkeiten dürfte jedoch noch einiges an Zeit vergehen, bis der neue Platz gebaut ist.

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Reparaturarbeiten am Kleinfeld-Kunstrasen​

Um bis dahin vor allem die Trainingsmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen aufrechtzuerhalten, wollen Mitglieder des SV Barth mit finanzieller und personeller Unterstützung der Stadt Reparaturarbeiten an dem Kleinfeld-Kunstrasenplatz am Sportwall vornehmen.

„Das Kindertraining findet traditionell auf dem Kunstrasenplatz statt. Das soll auch so bleiben“, teilte Bürgermeister Dr. Stephan Kerth mit. Schäden und gefährliche Stellen des Platzes sollen ausgebessert werden, um eine Sperrung des Platzes aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. „Mit bescheidenen Bordmitteln soll so der Trainingsbetrieb gesichert werden“, so Kerth. Und zwar möglichst auch in den nächsten zwei, drei Jahren. Eher ist mit einem Neubau an der Vineta-Arena wohl nicht zu rechnen.

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"Nehmen Problem selbst in die Hand"​

„Wir nehmen das Problem selbst in die Hand“, sagt Marco Schwarz, Vorsitzender des SV Barth. Einzelne Linien des auf dem Kunstrasenplatz eingezeichneten Volleyballfeldes haben sich gelöst.

Verletzungsgefahr besteht außerdem an den Stellen, wo die Hülsen für die Masten des Volleyball-Netzes eingelassen sind. Diese sind abgesackt, müssen abgedeckt werden.

Drei von sechs Nachwuchsteams spielen auf Kunstrasen​

Im Ergebnis einer Begehung des Platzes mit Vertretern des Kreisfußballverbandes wurden diese Maßnahmen bestimmt, um damit nicht nur das Training, sondern auch den Spielbetrieb auf dem Kunstrasenplatz am Leben zu erhalten. Drei der sechs Nachwuchsmannschaften des SV Barth tragen Punktspiele auf dem Kunstrasenplatz aus.

Sobald der Schnee geschmolzen ist, sollen die Arbeiten beginnen. „Wir hoffen, dass wir den Platz so weiter halten können“, sagt Marco Schwarz. Alternativen seien zwar ins Auge gefasst worden, etwa ein Ausweichen auf den großen Rasenplatz, auf dem eigentlich nur Großfeldspiele stattfinden, oder auf einen Sportplatz in der Umgebung. Doch erstmal soll der Kunstrasenplatz gehalten werden. Fest steht aber: „Es wird auf jeden Fall weiter Fußball gespielt“, so der Vereinsvorsitzende.

Kosten von 2,5 Millionen Euro​

Fest steht aber auch: Ohne den ganz großen Sprung wird der Fußball in Barth langfristig Existenzprobleme bekommen. „Wir haben Nachholbedarf. Aber es geht nicht so schnell“, sagt Stephan Kerth. Dennoch müsse die Stadt den Anspruch haben, ausreichend Sportmöglichkeiten zu bieten.

Etwas mehr als 2,5 Millionen Euro an geschätzten Kosten für den Neubau eines Kunstrasensportplatzes stehen im Raum. Auf die Stadt kommt nach derzeitigem Stand der Fördermöglichkeiten dabei ein Eigenanteil von fast 800000 Euro zu. Aus Sicht der Stadtverwaltung zu viel. Deshalb soll nun geprüft werden, wie weitere Förderquellen angezapft werden können. „Wir sind auf einen hohen Förderanteil angewiesen. Ziel ist es, bis Jahresende Wege der Finanzierung zu klären“, sagt Bauamtsleiter Manfred Kubitz.

Voraussetzung dafür ist unter anderem auch, dass sich nach der Empfehlung einer der drei Varianten durch den zuständigen Ausschuss demnächst auch die Barther Stadtvertretung eindeutig per Beschluss positioniert. Zudem wolle die Verwaltung Kontakt mit den zuständigen Stellen in Schwerin aufnehmen, etwa zum Bildungsministerium.

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