09. September 2018 / 20:23 Uhr

SV Bruchhausen-Vilsen feiert den ersten Saisonsieg

SV Bruchhausen-Vilsen feiert den ersten Saisonsieg

Tobias Denne
IMG_1935
War in den entscheidenden Szenen immer einen Schritt schneller: Vilsens Torschütze Nico Schröder (am Ball). © Tobias Denne
Anzeige

Der Bezirksliga-Aufsteiger schlägt im Derby die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst mit 3:1 und beendet so die Serie von vier Niederlagen am Stück

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Der SV Bruchhausen-Vilsen kann es doch noch: Die Bezirksliga-Fußballer aus dem Luftkurort haben ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Mit 3:1 (3:0) gewann die von Frank Fischer trainierte Elf gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und reichte die Rote Laterne an den TSV Bassum weiter. Fischer war selbstredend nach dem ersten Dreier zufrieden mit seiner Elf: "Wir haben das über 70 Minuten wirklich super gemacht. Der Sieg war auch in der Höhe verdient." TSG-Coach Dirk Hofmann dagegen sah seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit besser auftreten, aber letztlich "haben wir Vilsen nicht wirklich in Bedrängnis bringen können".

Denn die Gastgeber kontrollierten von Beginn an die Partie und traten deutlich mutiger auf, als es die Tabellensituation vor dem Anpfiff hatte vermuten lassen. So dauerte es lediglich fünf Minuten, bis die Vilser in Führung gingen. Nach einem sehenswerten Außenristpass von Jan-Christoph Kornau genau in Justus Wickes Lauf schlenzte dieser das Spielgerät in der Eins-gegen-eins-Situation gegen den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Maurice Lutterklas in den linken Knick.

Vilsen stellt Räume zu

Die erste Hälfte gehörte ganz eindeutig dem SV Bruchhausen-Vilsen. Die Gäste aus Seckenhausen versuchten zwar, nach vorne zu spielen. Doch Fischers Team stellte klug die Räume zu und bot der TSG kaum Räume an. So blieb der TSG oft nichts anderes übrig, als über lange Pässe den Ball in die Gefahrenzone zu bringen. Doch diese Taktik führte nicht zum Erfolg, da Vilsens Abwehr um Marcel Schröder souverän die Bälle abfing. Seckenhausens Andre Peters sorgte in der 20. Minute für den ersten nennenswerten Torschuss der Gäste, doch stellte dieser Bennet Knake nicht vor größere Probleme. "Wir waren bemüht, aber uns haben einfach die Mittel gefehlt", konstatierte Hofmann.

Gleichzeitig blieb der SVBV immer wieder durch sein schnelles Umschaltspiel vor allem über die rechte Außenbahn gefährlich. So verwunderte es nicht, dass das zweite Tor auch über diese Seite fiel. Nico Schröder zog, nachdem er den Ball auf der rechten Seite bekommen hatte, nach innen und schloss aus spitzem Winkel ins kurze Eck ab. Lutterklas bekam zwar seine Hände an den Ball, dennoch konnte er den Schuss nur noch in das Tor ablenken (25.).

Nahezu mit dem Pausenpfiff kam es für die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst dann noch dicker: Nach einem Foul des eingewechselten Robin-Niklas Ellerbrock im Strafraum entschied Schiedsrichter Tom Stadtlander auf Elfmeter. Florian Wacker trat an und versenkte das Leder in der linken unteren Ecke. Keeper Lutterklas hatte sich für die falsche Ecke entschieden (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel schaltete Vilsen einen Gang zurück und war nicht mehr so präsent in den Zweikämpfen. Die TSG hingegen spielte mutiger nach vorne. "Der Gegner war nicht übermächtig, aber du musst irgendwann hinten aufmachen", erklärte Dirk Hofmann. Zwar hatten die Seinen in den zweiten 45 Minuten mehr vom Spiel, dennoch konnten sie daraus kein Kapital schlagen. Vilsen seinerseits zeigte sich mit der 3:0-Führung zufrieden, zumal der Sieg auch nicht annähernd in Gefahr geriet. Für den Ehrentreffer der Gäste sorgte in der ersten Minute der Nachspielzeit letztlich Arne Budelmann. Nach einer Ecke bekam er den Ball vor die Füße und zog beherzt aus 17 Metern zentral ab. Zwar war Bennet Knake rechtzeitig unten und bekam die Hände an den Ball, er konnte den satten Schuss allerdings nicht gänzlich abwehren, sodass dieser vom Pfosten ins Tor kullerte. "Heute hat bei uns alles gefehlt, was ein Fußballspiel ausmacht", lautete Hofmanns hartes Urteil.

Vilsens Fischer freute sich dagegen über den ungefährdeten Sieg und die Tatsache, dass es auch hinsichtlich des Nachwuchses sehr gut bestellt ist im Luftkurort. Insgesamt fünf A-Jugendspieler standen im Kader der Gastgeber. "Wir werden auch weiterhin auf die Jugend hier in Vilsen setzen." Denn mit Moritz Wohlers und Jakob Warnke spielten gleich zwei Nachwuchs-Talente in der Abwehr und halfen so beim Ende der Vilser Durststrecke: "Heute bin ich rundum zufrieden. So kann es weitergehen."

Mehr zur Bezirksliga Hannover 1
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Bremen
Sport aus aller Welt