05. Dezember 2018 / 15:21 Uhr

SV Bruchhausen-Vilsen II: Mehr als nur zweite Wahl

SV Bruchhausen-Vilsen II: Mehr als nur zweite Wahl

Nastassja Nadolska
v.l.: Daniel Freund (8, Bruchhausen-Vilsen II) und Tim Springer (20, Stuhr II)
Daniel Freund (links) steuerte einen Treffer für seinen SV Bruchhausen-Vilsen II bei und feierte mit seinen Kollegen einen 3:0-Erfolg. © Jonas Kako
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Mit dem Aufstieg in die 1. Kreisklasse Diepholz hat sich die Zweitvertretung des SVBS ein eigenes Profil erarbeitet

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 Fabian Schlechter, Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen II, erinnert sich gerne an die vergangene Saison zurück. In seinem ersten Jahr als Trainer durfte er direkt den Aufstieg von der 2. in die 1. Fußball-Kreisklasse feiern und setzte damit nicht nur in der Liga ein Ausrufezeichen. „Das Ansehen im Verein und drumherum ist durch den Aufstieg natürlich gestiegen“, erzählt Schlechter, der zuvor für die erste und zweite Mannschaft der Vilser gespielt hatte.

Vor fünf Jahren habe sich die Zweitvertretung als fünftes Rad am Wagen gefühlt. Die A-Jugendspieler wollten lieber bei der ersten Mannschaft spielen, und auch die Kommunikation zwischen den Teams sei nicht die beste gewesen. Das habe sich aber unter der Leitung des ehemaligen Trainers Jonas Lampe geändert. „Mal haben A-Jugendspieler bei uns ausgeholfen, dann sind einige Spieler von uns bei der ersten Mannschaft eingesprungen. Es ging in eine gute Richtung“, erinnert sich Schlechter.

Nachdem die Mannschaft in der Saison 2016/2017 den Aufstieg in die 1. Kreisklasse knapp verpasst hatte und Trainer Lampe aus privaten Gründen aufhören musste, wussten viele nicht, wie es weitergehen soll. „Einige Spieler wollten nach dem Weggang von Lampe die Mannschaft verlassen. Als ich den Posten übernahm, blieben die meisten und es kamen sogar welche dazu“, erzählt der SVBV-Coach, dem gleich 26 Spieler zur Verfügung standen. In seinem ersten Jahr als Trainer wurde Schlechter sogleich unter Druck gesetzt: „Vom Umfeld kam die Ansage, dass wir aufsteigen sollen, weil die Jungs zuvor so eine gute Leistung abgeliefert hatten“, berichtet der Trainer, der vor der Saison einen Fragebogen an seine Spieler verteilte und wissen wollte, was sie sich als Ziel für die Saison setzten. Alle waren sich einig, das der Aufstieg realistisch sei. „Das hatte ich nicht erwartet“, gibt der Coach zu. Seine Vilser legten in der Saison 2017/2018 einen souveränen Auftritt hin: 17 Siege, drei Unentschieden und nur vier Niederlagen verbuchte der SVBV und stieg mit 54 Punkten am Ende auf. „Damit haben wir ein Statement gesetzt und ein attraktives Feld für unsere Nachwuchsspieler geschaffen“, betont Schlechter.

Für die jetzige Saison hat sich der Aufsteiger ein anderes Ziel gesetzt: „Wir möchten gerne am Ende auf einem einstelligen Platz stehen. Am besten wäre Rang fünf.“ Momentan sieht es ganz gut aus, denn nach 17 Partien sind die Vilser Tabellenvierter. Doch an den nächsten möglichen Aufstieg möchte Schlechter keinen Gedanken verschwenden: „Wir hatten ein bisschen Glück gehabt und zum Ende hin ist bei uns auch die Konstanz reingekommen. Dennoch bleiben wir realistisch, schließlich sind wir ein Aufsteiger“, macht er deutlich. Im finalen Spiel des Jahres habe es der SV Bruchhausen-Vilsen II gegen den TV Stuhr II, trotz des 3:0-Sieges, noch einmal spannend gemacht. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, doch vor der Pause gab es für uns nichts zu holen“, berichtet Schlechter, dessen Team nach Wiederanpfiff immer stärker wurde und in der 70. Minute durch Daniel Freund in Führung ging. Danach gab es Situationen, in denen Stuhr noch den Ausgleich hätte erzielen können, doch Rene Vogel und Lorenz Heyne erzielten in der Nachspielzeit die wichtigen Tore zum 3:0-Endstand (90.+1, 90.+4).Für das kommende Jahr möchte alle drei Mannschaften noch näher zusammenrücken und der Ersten dabei helfen, die Klasse zu halten. Schlechter glaubt, dass diese Aufgabe mit Neu-Coach Patrick Tolle zu schaffen sei: „Weil er die A-Jugend und die erste Mannschaft gleichzeitig trainieren wird, bin ich mir sicher, dass die Vernetzung zwischen den Teams noch besser klappen wird.“ Dennoch stehe seine Mannschaft an erster Stelle. „Wir haben uns in den Jahren etwas aufgebaut und wollen es in Zukunft so erfolgreich wie möglich weiterführen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir langfristig etwas Großes schaffen können“, ist Fabian Schlechter zuversichtlich.

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