14. Februar 2018 / 07:46 Uhr

SV Gleisberg: Souveräne Serie mit zwei Sensationssiegen

SV Gleisberg: Souveräne Serie mit zwei Sensationssiegen

Henry Lickfeldt
Zum Abschluss der Hinrunde kassierten die Gleisberger (blaue Trikots) eine 0:3-Heimniederlage gegen Hohnstädt.
Zum Abschluss der Hinrunde kassierten die Gleisberger (blaue Trikots) eine 0:3-Heimniederlage gegen Hohnstädt. © Gerhard Dörner
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Kreisliga A Süd: Der SV Gleisberg hält als Tabellenvierter trotz dünner Spielerdecke gut mit / Mischung aus jung und alt stimmt

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Gleisberg. Die Fußballherren des SV Gleisberg ziehen eine positive Halbzeitbilanz: Nach den neun Punktspielen der Hinrunde liegen die Gleisberger mit 15:16 Toren und 14 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz der Kreisliga A Süd. Dabei ragen die vier Dauerbrenner Robert Müller (und dies über die volle Einsatzzeit von 810 Spielminuten), Mittelfeldregisseur Andreas Fricke (788), Techniker Lukas Dörner (758) und Routinier Frank Baumert (721) mit jeweils neun Punktspieleinsätzen heraus.

Der 39-jährige Spielertrainer und Libero Baumert geht beim Traditionsverein mit großem Ehrgeiz voran: Nach fünf überraschenden Abgängen im Sommer schrumpfte der Kader auf 19 Spieler zusammen. Frank Baumert hat in den letzten 20 Jahren alle Höhen und Tiefen der Fußball-Herrenmannschaft miterlebt. Die schönsten Momente waren die zwei Gleisberger Meistertitel in der Kreisliga A Süd in den Spieljahren 2009 und 2010. In den letzten sechs Spielzeiten sprangen die Ränge neun (2011, 2016), zehn (2012), zwölf (2013), elf (2015) und im Vorjahr Platz sieben heraus. Ein guter Mittelfeldplatz zwischen fünf und sieben ist heuer das realistische Saisonziel.

Gleisberg startet mit kleinem Kader

Der SVG hat seit dem Aufstieg aus der 2. Kreisklasse in die erste Kreisklasse vor genau 50 Jahren (1968) immer mindestens in der höchsten Kreisklasse oder sogar in der Bezirksklasse gespielt. Die damaligen Gleisberger Fußball-Helden hießen Thorke, Willnisch, Mikuletz und Torjäger Albert. Vorbilder für die jetzige Generation gibt es also genug.

Doch nach den Abgängen von Thomas Götze, Nick Heinze, Markus Pilz, Lucas Neumann und Eric Hofmann-Naumann blieben nur 19 Kicker übrig. Das ist nach Leisnig (17) der zweitkleinste Kader der Liga. Die Elf kam gut in die Saison: Beim spektakulären Auftakt mit dem torreichen 5:5 gegen Altenhain ragte der Döbelner Vincent Böhm mit einem Doppelpack heraus. Die Mannschaft hat einen günstigen Altersdurchschnitt. Erfahrene Akteure wie die Stammspieler Randolf Gleisberg (31), Andreas Fricke (33) und Baumert (39) stehen talentierten Nachwuchsspielern zur Seite. Wie im Vorjahr (12 Tore) ist der erst 19-jährige Chorener Mittelstürmer Tom Schubert bester Torschütze, bisher aber nur mit vier Toren in seinen acht Einsätzen. Es folgen Vincent Böhm und Philipp Böhm mit jeweils drei Saisontoren.

Hoffnung liegt auf Nachwuchstalenten

Zu den besten Nachwuchsspielern neben Schubert gehören Verteidiger Robert Müller (21), der Trebschützer Oliver Michael (21), Vincent Böhm (22) , Florian Panitz (20) und Jonas Grünert (20). Lukas Dörner hat seine schwere Verletzung überwunden und ist wieder eine Stütze. Arbeitsmäßige Ausfälle gab es durch Felix Matheus (24) mit nur drei Einsätzen und Philipp Weber mit nur zwei Einsätzen. Mittelfeldspieler Matheus fehlte komplett die ersten sechs Spieltage, er steckte Matheus in den Abschlussprüfungen seines Medizin-Studiums und arbeitet jetzt als Assistenz-Arzt im Döbelner Krankenhaus. Weber musste als Festival-Musiker oftmals am Wochenende arbeiten.

Tore von Philipp Böhm und Lukas Dörner sorgten für einen 2:1-Auswärtssieg bei Absteiger Aufbau Waldheim. Dann schwamm Gleisberg förmlich auf einer Erfolgswelle. Der Favoritenrolle gerecht wurde der SV 1929 beim 3:1 gegen FSV Dürrweitzschen nach Treffern von Vincent Böhm, Enrico Büttner und Tom Schubert. In zwei begeisterten Punktspielen gelangen zwei Sensationen gegen die Spitzenmannschaften aus Hochweitzschen und Zschaitz/Ostrau. Am 5. Spieltag setzte man auf die Kontertaktik und gewann beim Titelverteidiger Hochweitzschen nach Toren von Dörner und Philipp Böhm unerwartet mit 2:1. Am 7. Spieltag folgte der nächste Knaller. Durch das goldene Tor von Torjäger Schubert fügten die Gleisberger dem Favoriten SG Zschaitz/Ostrau II die bisher einzige Saisonniederlage zu. Damit gab es die Gleisberger Revanche für die unglückliche Pokalniederlage (1:2) in Zschaitz in der zweiten Pokalrunde.

Frühes Aus im Kreispokal

Sorgen bereitete freilich der dünne Kader. Ohne Wechsel erreichte das Team in Großbauchlitz im Derby vor 75 Zuschauern ein wertvolles 0:0 beim ESV Lok Döbeln – auch dank der tollen Paraden von Stammtorwart Sebastian Weber (26). Selbst die zwei abschließenden Niederlagen beim Herbstmeister VfB Leisnig (1:3) und daheim gegen den Hohnstädter SV (0:3) können die gute Mannschaftsleistung der Gleisberger in der Hinrunde nicht schmälern.

Im Kreispokal lief es nicht so gut und so kam in der zweiten Runde das frühe Aus. Schon in der ersten Pokalrunde entging man beim B-Ligisten SV Sachsen Püchau beim 7:4-Erfolg erst im Strafstoßschießen geradeso einer Blamage. Pech hatte der SVG in Pokalrunde zwei mit dem schweren Auswärtsspiel in Zschaitz: In einem packenden Pokalkampf vor 130 Besuchern unterlag man ersatzgeschwächt ohne knapp mit 1:2 und schied somit vorzeitig aus.

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