10. August 2018 / 17:14 Uhr

SV Lilienthal-Falkenberg: Jung, offensiv und stark im Kollektiv

SV Lilienthal-Falkenberg: Jung, offensiv und stark im Kollektiv

Thomas Müller
Die Trainer (oben jeweils von links) Manuel Weinrich, Stefan Adler (Torwarttrainer), Rolf Bauer (Co-Trainer) mit einigen der Neuzugänge (unten, v.l.): Ali Sengül, Kai Kansmeyer, Janik Hüsing, Dominik Andric, Fabian Lübsin, Idriss Tchameni, Daniel Kruse und Marvin Buscher.
Die Trainer (oben jeweils von links) Manuel Weinrich, Stefan Adler (Torwarttrainer), Rolf Bauer (Co-Trainer) mit einigen der Neuzugänge (unten, v.l.): Ali Sengül, Kai Kansmeyer, Janik Hüsing, Dominik Andric, Fabian Lübsin, Idriss Tchameni, Daniel Kruse und Marvin Buscher. © Thomas Müller
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 Bezirksligist geht in einem Umbruchjahr optimisch und ohne großen Druck in die Saison

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Wenn man die Zahlen für Neuzugänge (13), Abgänge (8) und Restkader (12) gegenüberstellt, darf zu Recht von einem Umbruchjahr gesprochen werden, das dem SV Lilienthal-Falkenberg bevorsteht. Von daher schraubt Cheftrainer Manuel Weinrich die Erwartungen nicht allzu hoch: „Ein einstelliger Tabellenplatz. Die Frage ist, wie schnell entwickeln sich die jungen Spieler?“ Denn dass sie am Schoofmoor eine deutlich verjüngte Mannschaft haben, steht ebenfalls außer Frage.

„Man darf nicht vergessen“, sagt Weinrich, „dass Nils Koehle mit seinen 22 Jahren der drittälteste Spieler bei uns ist.“ Nur Bertrand Bingana hebt den Altersschnitt dann doch an – der gebürtige Kameruner zählt mittlerweile 33 Lenze. Und weil viele der Neuzugänge bisher maximal Kreisliga gespielt hätten, bleibe die Entwicklung eben abzuwarten.

Die personelle Konstellation bereitet dem Coach keine schlaflosen Nächte: „Unsere Stärke ist das Kollektiv, und so müssen wir auch auftreten.“ Das Kollektiv müsse eben auch kompensieren, dass höherklassig erfahrene Kicker wie Christian Holldorf, Alex Ruf, Lennard Uhlhorn oder der bisherige Kapitän und Leistungsträger Kevin Bähr nicht mehr dabei sind.
„Ich hätte mich nicht gewehrt, wenn sie geblieben wären“, sagt Weinrich nur.

Nein, mit der Philosophie, mit jungen Spielern zu arbeiten, zumal aus dem näheren Einzugsbereich des Vereins, kann Weinrich gut leben. Die meisten kennen sich zudem recht gut, was sich sehr positiv auf die Stimmung auswirke: „Von der TSG Wörpedorf sind ja drei Ex-Lilienthaler zurückgekommen.“ Was den 39-jährigen Trainer, früher bekanntlich ein Vollblutstürmer mit Einsätzen sogar in der 3. Liga, ebenfalls optimistisch stimmt, ist das Offensivpotenzial seiner Truppe.

„Wir werden nach vorne sicher nicht wilde Sau spielen“, schränkt Weinrich ein, „aber wenn wir unsere Grundschnelligkeit ausspielen können, sind wir nur schwer aufzuhalten.“ Das jüngste Testspiel am Dienstagabend beim zwei Klassen tieferen TSV Worphausen, das die Lilienthaler mit 6:0 gewannen, war da sicher kein Gradmesser. Der 6:2-Erfolg im Bezirkspokal gegen Liga-Konkurrent VSK Osterholz-Scharmbeck schon eher. Die hohen Ballgewinne seien ausschlaggebend gewesen. Nur habe das eine Runde später gegen den TuS Elstorf nicht geklappt. „Da haben wir die Räume spielerisch nicht gefunden und zu viel mit langen Bällen gearbeitet“, so Weinrich.

Jene Spiele hätten eben aufgezeigt, dass noch vieles erarbeitet werden muss. Vor allem die Konstanz. Weinrich macht das am Beispiel des 17-jährigen Eigengewächses Kai Kansmeyer fest. Dem beidfüßig starken, schnellen Angreifer traut er einen Stammplatz im Team zu, wenn er denn die Leistungsschwankungen abstelle. Doch Kansmeyers Einsätze in der U 18-Bezirksliga und die Landesliga-Qualifikation mit der U 19 hätten das große Potenzial aufgezeigt.

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In Weinrichs bisherigem Angriffssystem mit einer Spitze und zwei Außenstürmern hat sich auch Neuzugang Dominik Andric (Regionalliga-Erfahrung in Sebaldsbrücks A-Jugend) auf beiden Flügeln gut entwickelt. Ebenso Sylla Mafre Madjid oder der vom TSV Wallhöfen gekommene Idriss Tchameni. Der habe in früheren Jahren zwar keine Ausbildung genossen, sei jedoch hoch veranlagt. Der knapp 1,90 Meter lange Tchameni könnte als Spitze eine Rolle spielen.

Antreiber Nils Koehle, eigentlich in der Zentrale gesetzt mit allerdings großen Freiheiten auf dem Feld, ist natürlich ebenfalls immer für ein Tor gut und kommt auch nach Ballverlusten
schnell wieder hinter die Kugel. Weinrich hat in der Vorbereitung auch Bertrand Bingana in der Spitze eingesetzt, wenngleich der Teamsenior auch zurückgenommen und als Ballverteiler sehr wertvoll ist. Weinrich: „Bertrand hat viel Erfahrung, macht kaum Fehler.“

Sehr zufrieden ist Weinrich auch damit, dass er jetzt doch in einem Trio-Trainer-Gespann arbeiten kann. Neben Rolf Bauer (Co-Trainer) haben sie mit Stefan Adler auch einen Torwart-Trainer gefunden, der sich intensiv um die drei Keeper Konstantin Gaber, Malte Börtzow und Christian Haar kümmern kann. Eine glückliche Fügung. Adler hatte nämlich in dieser Tageszeitung gelesen, dass die Lilienthaler noch suchen. Der 48-Jährige, selbst noch in den Oldie-Teams in Langwedel aktiv und früher mal beim TSV Verden, rief einfach mal an.

Inwieweit die Lilienthaler wirklich konkurrenzfähig sind, damit werden sie gleich zu Saisonbeginn konfrontiert. Am Sonntag (Anpfiff um 15 Uhr) müssen sie gleich beim stark eingeschätzten Landesliga-Absteiger TSV Ottersberg ran. Drei Tage später (Mittwoch, 19.30 Uhr) empfangen sie zu Hause den SV Komet Pennigbüttel. Und vier Tage später in der englischen Woche geht’s ebenfalls daheim gegen den Nachbarn und Aufsteiger TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf. Trainer Weinrich: „Ein Hammerprogramm.“

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