12. September 2017 / 08:21 Uhr

SV Lissa schlägt sich beim Topfavoriten FC Phoenix tapfer

SV Lissa schlägt sich beim Topfavoriten FC Phoenix tapfer

Tino Glöckner
Die zwei BFC-Trainer sollen ihre Schützlinge an Badelatschen lecken lassen haben.
Die zwei BFC-Trainer sollen ihre Schützlinge an Badelatschen lecken lassen haben. © Christian Modla
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Klare aber doch erträgliche 0:6-Niederlage in der „Bockwurstliga“ - Respektloses Verhalten des Staffelfavoriten

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Lissa. Bereits vor der Landesklasse-Saison war den Frauen-Teams der Liga klar, dass der FC Phoenix (vorher FFV, vorher Lok Leipzig) der absolute Topfavorit ist und wohl alle Spiele gewinnen wird. Der SV 90 Lissa verlor auswärts mit 0:6 (0:3).

Vor einem halben Jahr wurde die Leipzgier Mannschaft wegen Insolvenz mitten in der Saison aus der Regionalliga abgemeldet und muss nun nach Neugründung ganz unten starten. Das Ziel Regionalliga wird dabei allen anderen Mannschaften unverhohlen auf die Nase gebunden und dass mit möglichst hohen Ergebnissen. In den letzten drei Spielen schoss Phoenix bereits 40 Tore. Klar, dass Lissa nach intensiver Spielbeobachtung total defensiv spielte und entsprechende Laufwege einstudierte. Soweit klappte auch alles ganz gut, doch eine Leipzigerin war überhaupt nicht zu halten und schoss prompt alle drei Tore in der ersten Hälfte. Das erste aus abseitsverdächtiger Position, das zweite durch einen direkten Freistoß und das dritte nach einem Solo.

Dabei waren die Gastgeber über die eigene Spielweise unzufrieden, letztlich hat aber Lissa eben nicht viel mehr zugelassen. Die Abwehr stand zuverlässig und taktisch clever in zwei Viererketten. Und Torfrau Ulrike Hundt glänzte mehrfach.

Gleich nach dem Seitenwechsel legte Phoenix mit dem 4:0 nach und es drohte dann doch ein Debakel. Aber weit gefehlt, engagiert und aufopferungsvoll verteidigten die Lissaerinnen mit hoher Laufarbeit, zerstörten permanent den Spielaufbau und ließen die Messestädterinnen doch das eine und andere Mal verzweifeln. Die Arroganz der Verantwortlichen, welche von einer „Bockwurstliga“ sprechen und somit die jahrelange ehrenamtliche Arbeit vieler kleiner Vereine mit Füßen treten, spiegelte sich dann auch im Verhalten einiger Spielerinnen wider. Beim Nachtreten, übertriebenen Grätschen und überflüssig harten Körpereinsatz schaute der Schiri mehrfach großzügig weg, sodass sich die Gastgeber noch im Recht fühlten. Nach zwei weiteren Gegentreffern, die wegen der sportlichen Dominanz völlig verdient und nur eine Frage der Zeit waren, freuten sich alle Gäste über den Schlusspfiff und ein erträgliches Ergebnis. Tino Glöckner

Lissa: Hundt, Feig (74. Krüger), Krappidel, Drobisch, Merkel, Radak, Röhlig, Hirsch (88. Doberitz), Lenhardt, Lehmann (55. Brauns), Wachs (82. Mörz).

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