10. Januar 2019 / 10:22 Uhr

SV Mügeln-Ablaß mischt als Hinrunden-Dritter in der Spitzengruppe mit

SV Mügeln-Ablaß mischt als Hinrunden-Dritter in der Spitzengruppe mit

Arne Schütze
Beim Spiel gegen Bad Düben ist Tony Müller (am Boden) schon ausgetanzt. Keeper Nico Schuster wartet auf den Torabschluss.
Beim Spiel gegen Bad Düben ist Tony Müller (am Boden) schon ausgetanzt. Keeper Nico Schuster wartet auf den Torabschluss. © Thomas Jentzsch
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Nordsachsenliga im Rückblick: Die neue Generation der Mügelner Kicker weiß die Konkurrenz zu verblüffen.

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Mügeln.Sommer 2018, Veränderungen, Umbruch, Neustart beim Fußball-Nordsachsenligisten SV Mügeln-Ablaß 09. Oft erklingt die Frage: „Wie soll das funktionieren? Ohne namhafte Leistungsträger spielen die sicher gegen den Abstieg!“ Dann die Bekanntgabe des Spielplans. Zu Hause gegen den Landesklasse-Absteiger vom SV Süptitz. Puh, das ist mal ein Brett zum Auftakt.

Spielertrainer auf Gratwanderung

Ohne Jan Greschner, Tony Loose und Kapitän Sebastian Bergmann (alle im fußballerischen Ruhestand) auf dem Feld, an der Seitenlinie fehlt Sportfreund Alexander Herzig als Coach – soll man es den Mut der Verzweiflung nennen oder ist es viel mehr als das und einfach eine neue Generation beim Neunten der vergangenen Saison? Paul Erdmann und Arne Schütze übernehmen die Verantwortung als Spielertrainer. Sicher eine Gratwanderung, wer will schon seine Freunde auf die Bank setzen?

Aber das Training und die Systemumstellung scheinen zu fruchten. Mit „Geduld und Spucke“ landen die 09er den Coup und triumphieren zum Auftakt mit 2:1. Das gibt Rückenwind und ist wichtig für das Derby in Wermsdorf am zweiten Spieltag. Absolute Leidenschaft, der Wille, es den „alten Hasen“ zu zeigen, beflügelt die Obstländer und sie dürfen sich verdient Derbysieger nennen. Wieder feiern sie einen 2:1-Erfolg.

Märchenhafter Saisonstart

Vierter Spieltag, nächster Dreier. Im Regen von Schildau spielen sich die jungen Kerle um Erdmann in einen Rausch und landen ein 3:0. Dann die bis dato schlechteste Vorstellung, aber wer sagt denn, das man nicht gewinnen kann, wenn man schlecht spielt? Schenkenberg ist in Ablaß über 90 Minuten die bessere Mannschaft, doch der SVMA hat den Kunstschützen Robin Schindler in seinen Reihen. Ein Schuss, ein Einschlag, das Siegtor. 1:0.

Der märchenhafte Saisonstart geht weiter. Nach einem Punktgewinn in Torgau (2:2) und einem Pflichtsieg gegen Beilrode (4:1) finden sich die Mügeln-Ablasser im Spitzen-Trio wieder. Die Ambitionen wachsen und werden in Zwochau unterstrichen. Mit einem fulminanten Auswärts-5:0 etabliert man sich weit oben.

Nur eine Woche später der erste Dämpfer. War die Brust zu breit? Nehmen wir das alles zu locker? Tun wir wirklich alles für den Erfolg? Können wir Verletzte überhaupt ersetzen? Erdmann ist nach Pascal Klingner der zweite Ausfall in der neuformierten Truppe des SV Mügeln-Ablaß und in Zschortau kommt man mit 1:4 ganz schön unter die Räder.

Richtige Antwort auf herben Dämpfer

Verunsicherung ist durchaus zu spüren, bei Aufsteiger Naundorf reicht es nur zu einem 0:0. Die Antwort kommt eine Woche später. Da sind sie wieder, die Unbekümmerten. Die Jungs spielen frei von der Leber weg und schicken die Krostitzer Reserve mit drei Buden im Gepäck und ohne Gegentor schwer geschlagen nach Hause.

Aber keine Angst, es bleibt weiterhin spannend, denn zum eigenen Leid zeigen die 09er zum Abschluss der Hinrunde noch einmal ihr lethargisches Gesicht. In Bad Düben setzt es eine unnötige 1:3-Niederlage.

Dritter Tabellenplatz, Spitzenreiter ESV Delitzsch aus den Augen verloren. Der spielt ohnehin in seiner eigenen Liga. Süptitz als Zweiter ist nur drei Punkte weg in Schlagdistanz des SVMA, der aber den blau-weißen Atem der Wermsdorfer im Nacken spürt.

Intern darf geträumt werden

Was für eine packende Hinrunde. Bis auf Delitzsch ist die Liga ausgeglichen wie lange nicht. Und so freuen sich die Obstländer auf eine hoffentlich ebenso spannende und erfolgreiche Rückrunde. Mit Bedacht werden sie das vor der Saison ausgegebene Ziel Klassenerhalt nicht öffentlich höher stecken. Zu gut kennt man die eigenen Personalsorgen, doch intern darf schon mal geträumt werden, auch wenn der Fokus 90 Minuten auf den Platz gehört.

Der SVMA macht wieder Freude und sorgt für Überraschungen. Erdmann und Schütze werden das Rudel auch in der Rückrunde versuchen zu leiten – und die Müllers, Naumanns, Fischers und wie sie alle heißen zu Höchstleistungen treiben.

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