Ärgerlich: Naunhof verliert trotz Chancenplus Naunhof unterliegt Süpitz mit 3:2 © dpa/Murat
Ärgerlich: Naunhof verliert trotz Chancenplus

SV Naunhof lässt Großchancen liegen und verliert bei Süpitz

Überraschung in Süpitz: Chancenreiches Spiel endet mit 3:2 für die Gastgeber

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Eine ganz neue Erfahrung ist es für die Elf von Trainer Andreas Schmidt nicht: „Da bist du über 94 Minuten das bessere Team, hättest nach 20 Minuten in Süptitz drei, ja vier zu null führen können und müssen und fährst am Ende als 2:3-Verlierer nach Hause.“ Beide Teams hatten in diesem Fußball-Landesklassespiel der Männer ein Rezept, die Naunhofer mit viel Ballbesitz, den Gegner „zurechtlegen“ und sich Torchancen erarbeiten, die Aufsteiger aus Nordsachsen, auf Fehlpässe lauern und schnelle Konter fahren.

Schon in der 5. Minute wäre das Gästekonzept aufgegangen. Erol Gugna setzte mit einem Steilpass Franz Boltze in Szene, doch dessen Heber aus 14 Metern ging über Süptitz’ Torwart, aber auch übers Gästetor. In der 12. Minute sah man die gleichen Protagonisten, diesmal verhinderte der SVL-Schlussmann Boltzes 15. Saisontor, indem er sich lang machte. Kurz danach passte Kapitän David Minio von der linken Seite in die Mitte, doch Toni Prohaska (nach langer Verletzung wieder in der Anfangsformation) scheiterte aus Nahdistanz am überragenden Süptitzer Keeper. Selbiger lenkte noch einen Distanzschuss von Gugna aus 16 Metern über den Querbalken.

​Ein Tor aus dem Nichts

Das erste offensive Signal der Gastgeber gab es in der 19. Minute: Naunhofs Torwart Dennis Friedrich, bis dato unbeschäftigt, lenkte einen Freistoß um den Pfosten. Wenig später sollte der erste Treffer fallen und zur Überraschung aller jubelten die Gastgeber. Naunhofs linker Abwehrspieler René Becker (sonst sicher agierend) verlor das Spielgerät, Keeper Friedrich zögerte beim Herauslaufen, und Drabon nutzte diese „Vorlage“ zum 1:0. Die Verwirrung in Naunhofs Abwehr hätte fast zum 2:0 geführt, doch streifte Drabons Eingabe nur den linken Außenpfosten.

Drabon lässt die Großchance liegen

Jetzt erhöhten die Cladekicker die Schlagzahl. Rutschte nach einer halben Stunde Prohaska an einer Eingabe vom besten Naunhofer (Florian Burkert) noch haarscharf vorbei, machte es Naunhofs Rechtsaußen wenig später besser. Toni Pfeffing, von Becker auf der linken Angriffsseite in Szene gesetzt, flankte nach innen, und Florian Burkert brauchte nur noch den Fuß zum 1:1-Ausgleich hinhalten. Der war aber Minuten später schon wieder in Gefahr, als Viet Duc Pham einen Riesenbock schoss, der beste Sübtitzer (Drabon) diese Einladung zum Torabschluss aber nicht annahm. Die „verweigerte“ aber auch Naunhofs Goalgetter Boltze. Wieder freistehend vorm Süptitzer Gehäuse blieb der Torsteher der Heimelf der Sieger (45.).

In der zweiten Hälfte passierte zunächst auf beiden Seiten nicht allzu viel. Die Naunhofer immer noch überlegen, die Süptitzer zogen sich mit zunehmender Spielzeit immer weiter zurück, nur bei Standards wagten sich ein paar mehr Spieler in die gegnerische Zone. So auch in Minute 69. Minute. Nach einem Freistoß von der rechten Seite nutzte Gerlach die Verwirrung in Naunhofs Strafraum zum erneuten Führungstor – 2:1. Jetzt verlagerte sich das Match fast ausschließlich ins letzte Drittel der Einheimischen. Doch hier stand der Gastgeber stabil und ließ auf engestem Raum wenig zu, bis der aufgerückte Manuel Grävel in eine weite Eingabe von links rutschte, aber nur den Außenpfosten traf.

Viel probierten die Gäste jetzt über ihre linke Angriffsseite, wechselten nochmal (Charaf Afan und René Bernhard kamen), wollten zumindest den Punkt. Und den hatte man in der 88 Minute. Afan spielte einen zentimetergenauen Pass in die Tiefe, und wieder war es Burkert, der überlegt einschob. Noch einmal kamen die Gastgeber über die Mittellinie und holten sogar einen Eckball, und den mit Folgen, heraus. Drabon sprang am höchsten, die Naunhofer schauten „staunend“ zu, und aus dem vermeintlichem Dreipunktespiel wurde eine Nullnummer. Doch zwei Minuten gab’s noch vom Referee, dazu turbulente Szenen im Süptitzer Strafraum, ein vermeintliches Handspiel und nach 94 Minuten den letzten Pfiff des Unparteiischen.

Resümee der Naunhofer nach einem ereignisreichen Samstagnachmittag: Mit Nico Kanitz und Benny Große haben zwei wichtige Säulen im Naunhofer Abwehrgefüge gefehlt. Aber wer so viele Chancen liegen lässt, sollte die Schuld nicht bei anderen suchen.rl

SV Süptitz SV Süptitz (Herren) SV Naunhof SV Naunhof (Herren) Landesklasse Sachsen Mitte (Herren) Region/Leipzig Kreis Muldental/Leipziger Land

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