12. Januar 2019 / 11:42 Uhr

SV Ostrau spielt wieder oben mit

SV Ostrau spielt wieder oben mit

Henry Lickfeldt
Michal Brnicky, hier gegen Falkenhain, kann in der ersten Saisonhälfte fünf Treffer bejubeln.
Michal Brnicky, hier gegen Falkenhain, kann in der ersten Saisonhälfte fünf Treffer bejubeln. © Bettina Finke
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Kreisoberliga: Das ist die Hinserie des Mathias-Donath-Teams in der Kreisoberliga Muldental/Leipziger Land

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Ostrau. Erfolgreiche Bilanz zur Winterpause für den SV Ostrau in der Kreisoberliga: Auch im dritten Spieljahr nach ihrem Aufstieg (2017 Platz vier mit 52 Zählern und 2018 Platz sechs mit 42 Zählern) sind die Fußballer des SV Ostrau eine positive Überraschung und erneut auf dem besten Wege zur einer vorderen Tabellenplatzierung. Nach 15 von insgesamt 30 Meisterschaftsspielen liegen sie unter der Regie von Trainer Mathias Donath auf einen hervorragenden vierten Rang mit der Bilanz von 24:21 Toren und bereits 27 Punkten. Dabei gab es mit dem Verlust der Leistungsträger Lukas Bauer zum Döbelner SC und Christopher Wiesner nach Roßwein zwei hochkarätige Abgänge zu verkraften, die höherklassig auch sofort einschlugen. Zudem hing Enrico Fritzsche die Töppen an den Nagel.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom Kreisoberligaspiel SV Ostrau gegen SV Regis-Breitingen

SV Ostrau – SV Regis-Breitingen 2:2 Zur Galerie
SV Ostrau – SV Regis-Breitingen 2:2 © Udo Zagrodnik
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Ins zweite Glied rückten aber Rene Güldner (12 Spiele in der Kreisliga A), Tom Merzdorf (3), Stanley Lippert (7), Michael Fromme (7), Johann Kowalski (7) und Marco Fromme (1), alle kamen „oben“ noch nicht zum Einsatz. Ebenso fehlt zurzeit ein echter Torjäger. Der 33-jährige Tscheche Michal Brnicky aus Pilsen schoß im Vorjahr 19 Tore, fehlte aber viermal. Er ist ein drangvoller, torgefährlicher Stürmer mit Ballgefühl und Zweikampfhärte. Marcus Hausmann war in den letzten drei Spieljahren mit 41 Toren in der Kreisliga A 2016 (damit ewiger Rekordtorschütze), mit 19 beziehungsweise 9 Saisontoren 2017 und 2018 in der Kreisoberliga immer sehr torgefährlich, kämpft aber mit Achillesfersenprobleme und rückte auf den Libero-Posten.

Eingespieltes Team neben dem Platz

Es ist ein perfektes Vierer-Team mit Trainer Mathias Donath, Assistent Andre Wittig, Physiotherapeutin Birgit Volkmann und Mannschaftsleiter Steffen Volkmann, das sich ehrenamtlich um die Belange des Ostrauer Herrenfußballs Woche für Woche kümmert. Entsprechend gelassen und gut gelaunt können die SVO-Kicker überwintern und kleinere Blessuren regenerieren. Das erste Etappenziel in der Kreisoberliga ist zur Winterpause mit einem kleinen Spielerkader und nach einer überaus glanzvollen Hinserie voll erreicht.

Für den Ostrauer Erfolg ist die gute Qualität der Stammspieler entscheidend. Dauerbrenner Felix Zschokelt (33) kam auf starke 15 Einsätze und vier Saisontore, das sind alle möglichen Punktspiele. Die Leistungsträger Toni Meyer, Benjamin Luther, Michal Brnicky, Christopher Luther und ein gesunder Marcus Hausmann haben die größten Fähigkeiten. Es gibt aber auch Neues, denn Erwin Jentzsch und Toni Müller rücken nach. Leon Pech (22) hat nach seiner schweren Knieverletzung (Kreuzbandriss) den Anschluss mit neun Einsätzen wieder gefunden. Jonas Müller und Tim Grübler ringen emsig um Spielanteile.

Neuzugang Patrick Fromme kam von Fortuna Chemnitz. Der erst 18-jährige Nachwuchsspieler schlug mit seinen elf Punktspieleinsätzen und drei Saisontoren toll ein. Neu ist auch Tim Grübler aus dem eigenen Nachwuchs, der am 7. Spieltag beim 2:2 gegen SV Regis-Breitingen ein gelungenes Debüt hatte und fortan auf immerhin sieben Einsätze in der Kreisoberliga kam. Trainer Mathias Donath setzt heuer auf eine eingespielte Formation und Beständigkeit.

Taktische Disziplin und kluges Konterspiel

Die Elf legt mehr Wert auf taktische Disziplin und hat auswärts mit einem klugen Konterspiel und schon drei Siegen an Spielstärke gewonnen. So sorgten Tore von Hübner und Karius am 2. Spieltag beim Neuling in Pegau für ein 2:0, drei Treffer von Toni Meyer, Toni Müller und Michal Brnicky am 6. Spieltag für ein 3:1 beim Neuling in Otterwisch sowie zwei Tore von Hausmann und Brnicky für ein 2:0 in Großsteinberg. Sicherer Rückhalt sind die zwei gleichwertigen Torleute Tino Gastberg (30) mit zehn Einsätzen und Paul Zimmermann mit fünf Spielen. Gastberg kam damals vom aufgelösten SV Rüsseina.

Chancenlos zeigte sich die Ostrauer Elf nur zweimal bei den Spitzenteams der Kreisoberliga beim jeweils klaren 0:3 in Frohburg und Borna, was aber keine Schande war. Trainer Mathias Donath macht der dünne Spielerkader Sorgen, stand in Pegau sogar selbst auf dem Spielberichtsbogen. Nicht immer saßen auswärts drei Wechselspieler auf der Bank. Spielerausfälle gab es wegen Schichtarbeit, beruflicher Weiterbildung, Urlaub, Krankheit und Blessuren an Knie und Sprunggelenk. Nur insgesamt 20 Spieler kamen zum Einsatz.

Die Zeiten des Experimentierens mit Spielern aus der zweiten Herrenmannschaft der SG Zschaitz/Ostrau II (Kreisliga A) sind vorbei. Den Sprung zum Stammspieler schafften Edmilson Sandro Lima Brito Gomes (34) mit seinen elf Einsätzen und Aufsteiger Toni Müller (22) mit der Rückkennnummer 14 als offensiver Mittelfeldspieler auf der linken Seite und seinem enormen Laufaufwand, den er in seinen 15 Einsätzen zeigte. Nachwuchsspieler Erwin Jentzsch (19) kam nach sieben Jahren vom DSC-Nachwuchs und betritt starke 13 Einsätze.

Laufstarke Truppe

Überhaupt sind die Ostrauer die Kilometerfresser der Kreisoberliga. Neben den Nachwuchsleuten Erwin Jentzsch und Linksbeiner Toni Müller gehören die Routiniers zu den fleißigsten Akteuren. Der dynamische Toni Meyer mit seiner Rückennummer 10 auf der rechten Seite mit vielen Flankenläufen und Vorlagen, Mittelfeldregisseur David Karius mit seiner Rückennummer 8 und der zweikampfstarke Spielmacher Christopher Hübner (33) mit seiner Rückennummer 16 sind richtige Laufwunder. Alle 15 Spiele absolvierten nur Felix Zschokelt (und dabei 1321 Sielminuten) und Toni Müller (allerdings mit zehn Wechseln). Toni Meyer bestritt vierzehn volle Begegnungen und fehlte einmal wegen der Matchstrafe beim knappen 2:1 gegen Blau-Weiß Deutzen. Auf jeweils 13 Einsätze können David Karius, Erwin Jentzsch und Christopher Hübner verweisen. Benjamin Luther kam im Mittelfeld auf volle 12 Spiele ohne Auswechslung.

Ebenfalls Stammspieler mit jeweils elf Einsätzen sind Mittelstürmer Michal Brnicky, Edmilson Lima Brito Gomes und Zugang Patrick Fromme. Je zehn Spiele absolvierten Peter Zirnsack (31) im Mittelfeld und Keeper Tino Gastberg (30). Dribbelkönig Tom Bose (24) und Leon Pech (22) haben jeweils neun Begegnungen bestritten. Alexander Süß und Tim Grübler je sieben, der antrittsschnelle Jonas Müller nur sechs wegen Verletzung, Keeper Paul Zimmermann fünf und Kevin Winkler bisher nur einen Einsatz. Bei den Torschützen liegt Michal Brnicky mit fünf Saisontoren vor Felix Zschokelt mit vier Treffern vorn. Dreimal ins Schwarze trafen Patrick Fromme, Marcus Hausmann und David Karius. Im Fairplay sind in 15 Punktspielen drei gelb-rote Karten (Matchstrafe) zu verzeichnen.

Weitere Meldungen aus der Kreisoberliga Muldental/Leipziger Land

Marcus Hausmann hieß der letzte Ostrauer Torschützenkönig. Im Spieljahr 2015/2016 markierte er in der Kreisliga A Süd unglaubliche 41 Saisontreffer und führte Ostrau mit 59 Punkten zum Staffelsieg und Aufstieg in die Kreisoberliga. Von dieser Meistermannschaft sind Toni Meyer, David Karius, Felix Zschokelt, Jonas Müller, Christopher Hübner, Marcus Hausmann, Tom Bose und Toni Müller heutzutage noch dabei.

Tradition der Torjäger

Tradition wird gepflegt in Ostrau: Im Vereinsheim in der Kirchstraße hängt ein Mannschaftsbild der Fußballherren der BSG Traktor Ostrau als Meister der 1. Kreisklasse Döbeln von 1980/1981 mit Trainer Gerd Ballamann, Helmer Zill, Jürgen Schreiber, Stefan Hennig, Rüdiger Wittek, Michael Zschokelt, Manfred Müller, Wolfgang Krause beziehungsweise mit Andreas Richter, Livio Busch, Matthias Weihrauch, Marcel Bergmann und Gerald Bergmann. Mittelstürmer Marcel Bergmann, Andreas Richter und Kapitän Manfred Müller waren damals die Ostrauer Torjäger. Schöne Erinnerungen an nie vergessene, alte Fußballzeiten auf dem Ostrauer Fußballplatz.

Fazit: Der SVO ist auf dem richtigen Kurs. Reserven gibt es noch im Torabschluss. Mit dem eingespielten Kader und der guten Mischung aus Routine und Nachwuchs sollte das Saisonziel im oberen Tabellenfeld erreichbar sein.

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