02. Dezember 2018 / 20:26 Uhr

SV Tur Abdin: Sogar Trainer Kaya trifft beim Kantersieg

SV Tur Abdin: Sogar Trainer Kaya trifft beim Kantersieg

Michael Kerzel
Fünf Jahre ist es her, dass Christian Kaya (links,Archivfoto) im Delmenhorster Stadion spielte. Am Sonntag gab er sein Comeback.
Fünf Jahre ist es her, dass Christian Kaya (links,Archivfoto) im Delmenhorster Stadion spielte. Am Sonntag gab er sein Comeback. © INGO MOELLERS
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Christian Kaya läuft für den Bezirksligisten gegen Eintracht Wiefelstede erstmals seit fünf Jahren auf

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Rund 50 Minuten waren gespielt, als Christian Kaya mit dem Warmlaufen begann. Zehn Minuten ließ sich der Coach des SV Tur Abdin Delmenhorst Zeit, bevor er sich einwechselte. Damit betrat er erstmals seit dem Jahr 2013 in einem Pflichtspiel den Rasen des Delmenhorster Stadions. Keine 15 Minuten dauerte es, da schlenzte er einen Ball aus 18 Metern mit dem rechten Fuß aus halblinker Position in den Winkel. Es war bereits das 6:0 in der Bezirksligapartie gegen Eintracht Wiefelstede, die letztlich 7:0 (3:0) endete. „Ein Tor und eine Vorlage sind schon ganz gut, aber nach zehn Minuten war ich auch schon platt“, sagte Kaya mit einem Lachen nach Spielschluss. Seine Mannen beziehungsweise Mitspieler dominierten den Gast nach Belieben. „Wir haben es das erste Mal in dieser Saison von Anfang bis Ende gut und konzentriert gespielt“, lobte Kaya.

Die Delmenhorster starteten furios in die Partie, bereits in der 2. Minute setzte Dennis Thöroff einen Volleyschuss aus 16 Metern an die Unterkante der Latte. Wiefelstede konnte sich kaum befreien und schlug die Bälle planlos nach vorne. Eine ernsthafte Torchance hatten die Gäste in 90 Minuten nicht, im ersten Durchgang verzeichneten sie nicht mal einen ungefährlichen Versuch. Auf der anderen Seite erspielte sich Abdin im Minutentakt Torchancen. Häufig verlagerte Can Blümel aus der Zentrale auf die Seite zu Linksverteidiger Ali Hazimeh, der immer wieder durchbrach und scharfe Bälle vor den Kasten brachte. Auf rechts tanzte Manuel Celik mehrfach seine Gegenspieler aus. Es war vom Anstoß an nur eine Frage der Zeit, wann und wie viele Treffer die Delmenhorster erzielen.

Den Torreigen eröffnete Celik nach 14 Minuten. Thüroff behauptete den Ball in der eigenen Hälfte stark und spielte tief nach rechts auf Celik. Dieser wackelte drei Gegenspieler aus und traf trocken mit links ins kurze Eck zum 1:0. Einen Lattentreffer (Simon Matta /20.) und ein Abseitstor (21.) später erhöhte Celik auf 2:0. Dieses Mal musste er nur einen Einwurf annehmen, ohne Gegenwehr an drei Mann vorbeigehen und dieses Mal mit rechts ins kurze Ecke abschließen (32.). Vor der Halbzeit erhöhte Matta nach Querpass von Hazimeh, der wiederum von Celik freigespielt wurde – 3:0 (44.).

Auch im zweiten Durchgang änderte sich nichts am Spielgeschehen. Wiefelstede gewann kaum Zweikämpfe, zeigte sich in den Belangen Tempo und Technik völlig unterlegen und hatte auch nach und nach immer weniger Lust, mitzuspielen. Immerhin muss sich die Eintracht nur noch 13 Mal quälen, bevor sie kommende Saison in der Kreisliga auf Gegner mit ähnlichem Niveau trifft – mit Bezirksliganiveau hatte der Auftritt jedenfalls nichts zu tun.

Die Gastgeber zeigten zudem eine starke Partie, ließen nicht nach und belohnten sich nach dem Seitenwechsel mit tollen Treffern. Zunächst netzte Simon Matta nach einer schönen Kombination nach Celik-Querpass zum 4:0 (59.) ein. Kurz darauf legte sich Can Blümel das Leder 27 Meter vor dem Tor zurecht – und zirkelte den Freistoß zum 5:0 über die Mauer in die Maschen (65.). Es folgte der Treffer des Spielertrainers zum 6:0, den Schlusspunkt setzte Ibrahim Hazime, der erstmals für die erste Mannschaft der Abdin auflief (82.). Wiefelstede hätte sich auch über eine zweistellige Niederlage nicht beschweren können.

Die Kaya-Elf schließt damit eine durchwachsene Hinrunde versöhnlich ab. „Es ist bei uns immer eine Frage des Willens. Heute war er die ganze Zeit da. Alle haben 100 Prozent gegeben und wir gehen mit einem vernünftigen Ergebnis in die Pause“, bilanzierte Kaya. Die Aramäer überwintern damit auf Rang zehn. Wiefelstede bleibt mit vier Punkten abgeschlagener Tabellenletzter.

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