09. Februar 2018 / 15:22 Uhr

SV Wacker darf im Mariannenpark bleiben

SV Wacker darf im Mariannenpark bleiben

Frank Müller
Heimstatt des FC International soll der Mariannenpark sein.
Der SV Wacker Leipzig darf weiterhin das gelände am Mariannenpark nutzen. © Wolfgang Zeyen
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Vergleich zwischen Sportamt und Verein, der jedoch an Bedingungen geknüpft ist.

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Leipzig. Der SV Wacker Leipzig feiert es wie einen Sieg: Er darf auf dem Sportplatz Mariannenpark bleiben, die vom Sportamt Leipzig angestrengte Räumungsklage bezüglich seiner drei Plätze ist erst einmal vom Tisch. Die Räumungsklage war zustande gekommen, nachdem die Stadt dem Verein den 2011 für 30 Jahre geschlossenen Pachtvertrag wegen Vertragsverletzungen gekündigt hatte. Juristisch nennt sich das, was da nun zwischen beiden Streitparteien bei einem so genannten Güterichtertermin fixiert wurde, Vergleich. Und zwar mit wichtigen Festlegungen: Der Verein darf wie gesagt auf seinem angestammten Gelände bleiben. Doch er muss Bedingungen erfüllen.

So muss er einen monatlichen Bericht über die Ausgaben ans Sportamt geben. Außerdem sind die noch immer offenen Ausgaben-Nachweise für 2016 nachzuliefern. Denn der Hauptgrund für die Räumungsklage der Stadt an den Pächter SV Wacker war das Fehlen ebendieser Nachweise zur Verwendung öffentlicher Gelder verbunden mit einem mangelhaften Pflegezustand der Anklage. Der eine Platz des FC International - dessen gerade frisch errichtetes Funktionsgebäude im April vorigen Jahres abgefackelt worden war - im Mariannenpark ist davon übrigens nicht betroffen, denn der anfängliche Unterpächter des SV Wacker hat nach Streit mit dem SV Wacker mittlerweile einen eigenen Pachtvertrag mit der Stadt.

Mehr zum: SV Wacker Leipzig

„Der SV Wacker kann das Gelände weiter nutzen, muss es aber auch pflegen“, betont Frank Dannhauer vom Sportamt. Holger Drendel , zusammen mit Ines Weiß Vorstand der Wackeren, interpretiert den richterlichen Entscheid als Abweisung der Räumungsklage und sagt voller frischem Tatendrang: „Natürlich geht es mit den Regenerationsarbeiten auf unseren Plätzen je nach Wetterlage nun endlich los.“ Er bedankt sich zudem bei allen, die dem SV Wacker in der schwierigen Phase des schwebenden Verfahrens die Treue hielten.

Unter den Vergleichsfestlegungen ist ein Punkt, dass in der achten Kalenderwoche (19. bis 25. Februar) dieses Jahres eine Bestandsaufnahme mit Vertretern des Sportamtes und des SV Wacker vorzunehmen ist. „Dort wird festgelegt, welche Maßnahmen bis zum 30. Mai 2018 umgesetzt werden sollen“, erklärt Dannhauer. Das Sportamt hatte Pflegegeldzuschüsse an den Verein teilweise zurückgehalten, weil die nun erneut geforderten Verwendungsnachweise nicht erbracht worden waren. „Wenn Wacker die noch wie festgelegt nachreicht, zahlen wir das restliche Geld aus, andernfalls nicht“, betont Dannhauer.

Die auf den Plätzen von Wacker ebenfalls kickenden Vereine sind von all dem nicht betroffen. „So sie es möchten, bleiben die Vereine Skorpions, BC Eintracht und 1. FFC Wacker im Mariannenpark“, gab der SV Wacker dazu bekannt. Eine Zusammenarbeit mit anderen Vereinen schließe der Verein aber vorerst aus.

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