11. März 2018 / 19:12 Uhr

SVG Göttingen nach 1:8-Klatsche gegen Oldenburg so gut wie abgestiegen - Tunkel: "Die Planungen für die Landesliga haben begonnen."

SVG Göttingen nach 1:8-Klatsche gegen Oldenburg so gut wie abgestiegen - Tunkel: "Die Planungen für die Landesliga haben begonnen."

Andreas Fuhrmann
Florian Evers SVG Göttingen
Die SVG Göttingen (hier Florian Evers) liegt am Boden. © Swen Pförtner
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Das war es dann wohl vorerst mit Oberliga-Fußball in Göttingen: Nach einer herben 1:8 (0:6)-Klatsche beim VfL Oldenburg taumelt die SVG Göttingen unausweichlich dem Abstieg entgegen. Auch die Verantwortlichen können das Drama nicht mehr schön reden. „Die Planungen für die Landesliga haben begonnen“, sagte ein konsternierter SVG-Abteilungsleiter Thorsten Tunkel kurz nach dem Spiel.

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Die Partie ist übrigens schnell erzählt: Die SVG kam nach Angaben von Tunkel gut ins Spiel, hatte die ersten beiden Möglichkeiten. Doch was dann zwischen der 11. und 32. Spielminute geschah, das erlebte Tunkel „wie im Horrorfilm“. Sechs Gegentore fingen sich die Göttinger in rund 20 Minuten – „und das immer nach dem gleichen Muster“, wie Tunkel erschrocken feststellte.

Das einfache, aber effiziente Rezept der offensivstarken Oldenburger: Angriff über die linke Seite, Flanke in die Mitte, Tor. „Immer stand einer frei“, erinnerte sich der SVG-Abteilungsleiter an den fußballerischen Offenbarungseid. „Die individuellen Fehler haben uns das Genick gebrochen.“

Selbst Oldenburgs Trainer habe sich in der Pressekonferenz nach dem Spiel gewundert, wie einfach es war, gegen die Gäste zu treffen. In der zweiten Hälfte machte Oldenburg dann nicht mehr als nötig. Nach dem 7:0 verkürzte die SVG durch Lamine Diop (79.) zwar. Doch schon zwei Minuten später trafen die Oldenburger zum 8:1-Endstand.

Nach diesem Debakel könne er sich nicht hinstellen und sagen, dass alles gut sei, sagte Tunkel. Man müsse sich eingestehen: „Es reicht einfach nicht für die Oberliga.“

Fotos vom Spiel SVG Göttingen gegen Heeslinger SC

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Fotos vom Spiel SVG Göttingen gegen Heeslinger SC ©
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Die beiden Spiele davor habe die Mannschaft gekämpft. Die Stimmung sei gut gewesen, auch wegen des klaren Erfolgs im Testspiel gegen den 1. SC Göttingen 05. „Daher hatte ich auch ein gutes Gefühl. Es war nicht abzusehen, dass wir so hoch verlieren“, so Tunkel.

Aber das Spiel gegen Oldenburg sei ein Rückschritt, das ihn an den Herbst erinnere, wo die Mannschaft ein Spiel nach dem anderen verloren habe. Jetzt müsse man realistisch sein: „Der Blick geht klar Richtung Landesliga. Vielleicht brauchen die Jungs auch diese Botschaft, damit der Druck weg ist.“

Er glaube weiterhin an die Mannschaft, betonte der Abteilungsleiter: „Ich stelle mich vor das Team. Die Nörgler können sich bei mir melden. Ich halte den Kopf hin und nehme jede Kritik an. Aber jetzt brauchen wir einen Neustart.“

Testspiel: I. SC Göttingen 05 - SVG Göttingen

Testspiel: I. SC Göttingen 05 - SVG Göttingen Zur Galerie
Testspiel: I. SC Göttingen 05 - SVG Göttingen © Schneemann

Die Spieler, die auch in der nächsten Saison für die SVG spielen wollen, könnten sich nun in den ausstehenden Partien beweisen, indem sie gute Leistungen bringen. Außerdem werde in den nächsten zwei bis drei Wochen die Trainerfrage für die neue Saison geklärt. „Und dann werden wir für die Landesliga planen“, sagte Tunkel.

Vielleicht sei das ja sogar ein Vorteil gegenüber den anderen Teams, dass man so früh mit der Planung beginnen könne.

Und Tunkel selbst? „Ich werde nicht die Brocken hinschmeißen. Wenn jemand der Meinung ist, dass er das besser kann, dann können wir gerne wechseln, aber ich höre hier nicht auf“, betonte der Abteilungsleiter. „Ich mache das jetzt seit 18 Jahren, und wie heißt es so schön: in guten wie in schlechten Zeiten.“

Der „Shitstorm“ werde jetzt natürlich kommen. „Aber damit kann ich leben“, sagte Tunkel. Dann beendete er das Gespräch: Er werde sich nun erst einmal eine Frikadelle einverleiben: „Frustessen.“

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