Tabea Kemme (M.) ist bei Olympia dabei. Felicitas Rauch (l.) aber nicht. Svenja Huth kann noch hoffen. © DFB

Tabea Kemme fährt zum Zuckerhut

Die Potsdamerin wird für Olympia nominiert und startet am 29. Juli Richtung Brasilien - Svenja Huth steht auf der Abrufliste.

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Tabea Kemme hat nur kurz Zeit. Der Flieger von München Richtung Heimat hebt gleich ab. Im Gepäck der Maschine hat die Potsdamer Fußballerin das Ticket nach  Rio de Janeiro. Bundestrainerin Silvia Neid nominierte die 24-Jährige in den Kader für die Olympischen Sommerspiele im August am Zuckerhut. „Es ist ein erlösendes Glücksgefühl“, so Kemme, die zum ersten Mal bei Olympia dabei ist und die nächsten beiden Wochen zu Hause bei der Familie Kraft für die bevorstehenden Aufgaben sammelt. „Die Anspannung beim letzten Lehrgang war bei allen zu spüren. Ich bin froh, dabei sein zu dürfen.“

Für Kemme geht der Traum Olympia weiter. Für Felicitas Rauch hingegen ist die Reise nach Brasilien beendet. Aus dem erweiterten Kader  wurden auch  Meike Kämper, Lena Petermann und die Ex-Potsdamerin Pauline Bremer nicht berücksichtigt. „Für sie hat es leider aus unterschiedlichen Gründen nicht ganz gereicht. Aber das sind Spielerinnen mit einer großen Perspektive, denen die Zukunft gehört“, erklärte Neid.

Bartusiak: "Wir wollen das Finale im Maracana-Stadion erreichen und dann natürlich Gold holen"

Auch die Formkurve von Potsdams Svenja Huth zeigt nach oben. Die schnelle Spielerin hat eine tolle Bundesliga-Saison hinter sich. Nicht ohne Grund wurde sie von den Fans  zur „Spielerin der Hinrunde“ gewählt. Schon damals war Olympia das große Ziel. „Die Spiele sind was ganz besonderes“, hatte Svenja Huth damals schon gesagt. Die Reise geht für die 25-Jährige ebenfalls weiter. Svenja Huth steht auf der Abrufliste. Damit startet sie mit der Mannschaft Richtung Brasilien, wird aber erst einmal nur zugucken müssen. Verletzt sich eine Akteurin, würde die Chance auf einen Olympia-Einsatz steigen.

Mit sechs Bronze-Gewinnerinnen von 2008 startet Silvia Neid bei den Olympischen Spielen in ihre letzte Gold-Mission. Die Bundestrainerin der deutschen Fußball-Frauen berief am Freitag in Saskia Bartusiak, Simone Laudehr, Annike Krahn, den ehemaligen Potsdamerinnen Babett Peter, Anja Mittag sowie Melanie Behringer noch sechs Spielerinnen in den 18-köpfigen Kader für die Sommerspiele, die bereits vor acht Jahren in Peking Dritter wurden. 2012 in London hatten die DFB-Frauen gefehlt. „Die Entscheidung fiel uns natürlich nicht leicht. Wir haben in den drei Vorbereitungs-Lehrgängen viele Eindrücke gesammelt und uns nach jeder Einheit innerhalb des Trainerteams intensiv ausgetauscht. Bei einem Kader von nur 16 Feldspielerinnen und zwei Torhüterinen spielt der Aspekt der Variabilität eine große Rolle“, begründete Neid ihre Wahl.

Deutschland trifft in der Vorrunde auf Simbabwe (3. August), Australien (6. August) und Kanada (9. August). Das Endspiel steigt am 19. August in Rio. „Wir wollen das Finale im Maracana-Stadion erreichen und dann natürlich Gold holen“, sagte Abwehrchefin Bartusiak. Tabea Kemme nickt.

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