12. Oktober 2018 / 07:12 Uhr

Tabellennachbarn unter sich: Bornaer SV empfängt den SV Chemie Böhlen

Tabellennachbarn unter sich: Bornaer SV empfängt den SV Chemie Böhlen

Heiko Henschel
Etienne Wangermann (vorn) trifft mit seinem BSV auf Böhlen, Lars Heine (r.) und Deutzen fahren am Sonntag nach Großsteinberg.
Etienne Wangermann (vorn) trifft mit seinem BSV auf Böhlen, Lars Heine (r.) und Deutzen fahren am Sonntag nach Großsteinberg. © Jens Paul Taubert
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Fußball-Kreisoberliga: Formstarke Frohburger gastieren beim BC in Hartha. Geithain muss zum Klassenprimus Bennewitz. 

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Muldental. Stehen sogar nochmals die Wassereimer an den Seitenlinien? Bei für Mitte Oktober unglaublichen Temperaturen wird der 8. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga über die Bühne gehen. Mit einem direkten Regionalduell, welches zugleich die Spitzenbegegnung des Wochenendes in der Staffel ist.

Am Samstag um 15 Uhr treffen der Bornaer SV (3.) und der SV Chemie Böhlen (4.) im Rudolf-Harbig-Stadion aufeinander. In der Zeit nach der Wende gingen sich beide Vereine in Punktekämpfen außer in der Saison 2012/2013 aus dem Wege. Die Paarung hat also beinahe den Reiz des Neuen und wird durch die aktuellen Platzierungen im Klassement zusätzlich attraktiv. Der Landesklasse-Absteiger hat sich nach zwei weiteren Erfolgen wie erwartet in oberen Gefilden fest gebissen. Coach Marco Gruhne will mit seiner Truppe nun auch dem Fast-Nachbarn die Zähne zeigen: „Wir wollen mit Disziplin und hohem Tempo zeigen, wer Herr im Hause ist. Unterschätzen dürfen wir die individuell und körperlich starken Böhlener jedenfalls nicht. Für sie ist es das Highlight des Jahres.“

Die Böhlener haben ihre erste Saisonniederlage (1:2 bei Tresenwald Machern) mit dem 3:1-Sieg gegen Geithain umgehend gerade gebogen. Das Team aus der Pleißestadt befindet sich im Windschatten des Führungstrios und möchte unter allen Umständen Anschluss halten. Die Grün-Weißen fahren mit dem nötigen Respekt, allerdings ohne Furcht an die Wyhra. Spielertrainer Toni Röder krempelt schon einmal die Ärmel hoch: „Wir werden unser Licht nicht unter den Scheffel stellen. Alle haben Bock, beim Training waren wieder 18 Leute. Wir sind volle Vorfreude und wollen unseren Spaß haben. Borna ist allerdings klarer Favorit. Wir dürfen nicht vergessen, das wir in der Vorsaison noch im Abstiegskampf gesteckt haben.“

Sechs Spiele – sechs Siege, mit drei Gegentreffern momentan stabilste Defensive der Liga. Wer nach dem überraschenden Meistertitel ein Abknicken der Formkurve beim BSV Einheit Frohburg (2.) erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Rennstädter strotzen derzeit ungeachtet einiger personeller Ausfälle vor Selbstbewusstsein. Der 3:2-Erfolg in Regis-Breitingen klingt knapper, als er in Wirklichkeit war. Und beim 6:0-Schützenfest im Derby gegen Gnandstein konnte der Kontrahent zufrieden sein, dass er nicht noch ärger unter die Räder gekommen ist. Was soll also am Samstag um 15 Uhr beim BC Hartha (10.) im Pierburg-Industrie-Stadion schief gehen? Coach Tom Krauspe verrät es: „Hartha wird es uns mit Sicherheit nicht so einfach machen, das wird kein Selbstläufer. Es geht wieder bei Null los, da ist voller Einsatz erforderlich.“ Simon Gey (halbjähriger Südamerika-Trip), Andre Spranger (die alte Knie-Geschichte) und Jona Anders (krank, genaue Diagnose offen) werden fehlen.

Ist es tatsächliches sicheres Fahrwasser, in welchem der SV Regis-Breitingen (7.) derzeit schippert? Ein Dreier gegen den VfB Leisnig (9.) am Samstag um 15 Uhr im Dr. Fritz-Fröhlich-Stadion würde die Frage auf jeden Fall positiv beantworten. Nach der Pleite gegen Frohburg und dem 2:2-Unentschieden in Ostrau ist jedoch auch gegen den frechen Neuling (zuletzt 2:0 gegen Otterwisch gewonnen) Vorsicht geboten. Daniel Salomon als Interimstrainer in Vertretung für den sich im Urlaub befindlichen Trainer Swen Licht ist dennoch zuversichtlich, mit der Truppe einen Dreier zu landen: „Das ist eindeutig unser Ziel, die Jungs haben gut trainiert und sind total motiviert. Ich erwarte aber ein Duell auf Augenhöhe.“

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. So richtig satt geworden sind ebenso wenig die Kicker des SV Blau-Weiß Deutzen (8.) in ihren jüngsten Spielen. 2:2 in Gnandstein, 1:1 gegen Hartha. Zweifellos besser als gar nichts, aber halt weder Fisch noch Fleisch. Ob man sich am Sonntag um 15 Uhr beim TSV Großsteinberg (13.) an einem reich gedeckten Tisch laben kann? Der Gegner scheint den Sechs-Punkte-Abzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Soll trotz der 0:4-Schlappe bei Tabellenführer Bennewitz ungerührt weggesteckt zu haben. Blau-Weiß-Coach Rolf Tröger sieht dem Auftritt realistisch entgegen: „Wir warten auf einen Befreiungsschlag. Ich konnte der Mannschaft zuletzt gar nichts vorwerfen. Allerdings bereitet sie die Gegentreffer selber vor und nutzt ihre eigenen Torchancen nicht. Aber wir nehmen einen neuen Anlauf.“

Es ist reichlich Sand im Getriebe beim FSV Alemannia Geithain (11.), die Niederlagen in Großsteinberg (0:3) und Böhlen ließen es abermals knirschen. Plus dem Pokal-Aus, eine englische Woche zum Vergessen. Und jetzt gibt am Sonntag um 15 Uhr mit dem SV Blau-Weiß Bennewitz (1.) ausgerechnet der aktuelle Klassenprimus seine Visitenkarte im Henning-Frenzel-Stadion ab. Trainer Marco Seifert sieht keinen Grund, warum man sich vor dem Team aus dem Muldental verstecken sollte: „Denn Punkte müssen her. Da zählt kein hätte, wenn und aber. Wobei es uns zur Zeit zweifellos an Kraft, Ideen und einem Knipser fehlt.“

Lange Zeit hat Aufsteiger TuS Pegau (12.) daran gearbeitet, selbst in Borna waren die Blau-Gelben nicht chancenlos. Nun ist der Knoten mit einem 2:0 gegen Schlusslicht Burkartshain geplatzt, der erste Sieg in der laufenden Serie wurde eingefahren. Welcher für den erforderlichen Schwung gesorgt haben sollte, um am Sonntag um 15 Uhr beim Otterwischer SV (14.) scharf nach zu waschen. Wo die Probleme der SG Gnandstein (15.) in erster Linie liegen, ist unschwer am Torverhältnis abzulesen. Mit aktuell 30 Gegentreffern sind die Burgherren derzeit größter Produzent von Schweizer Käse. Da tobt am Samstag um 15 Uhr zu Hause gegen den SV Ostrau (5.) der Kampf also an mehreren Fronten.

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