RB-Coach Ralph Hasenhüttl wollte sich auch nach dem Sieg gegen Hertha BSC Berlin nicht zu seiner Zukunft äußern und verwies auf die anstehenden Gespräche mit Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff RB-Coach Ralph Hasenhüttl wollte sich auch nach dem Sieg gegen Hertha BSC Berlin nicht zu seiner Zukunft äußern und verwies auf die anstehenden Gespräche mit Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff © 2018 City-Press
RB-Coach Ralph Hasenhüttl wollte sich auch nach dem Sieg gegen Hertha BSC Berlin nicht zu seiner Zukunft äußern und verwies auf die anstehenden Gespräche mit Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff

Tänze und Tränen: Nach RB Leipzigs Endspiel-Spektakel bleiben Fragezeichen 

Motivationsvideo für Europa, Uffta vor der Kurve und ein bisschen Party. Doch nach dem Schützenfest im sonnigen Berlin zum Abschluss der zweiten Bundesligasaison hingen über dem Erfolg von RB Leipzig auch ein paar bedrohliche Wolken.

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Leipzig. RB Leipzig hat seine zweite Bundesligasaison mit dem Spektakel-Fußball beendet, der dem Verein in seinem ersten Jahr so viel Respekt und die Teilnahme in der Champions League beschert hat. Die 9000 mitgereisten Fans feierten den sechsten Platz und die Qualifikation für die Europa League nach dem 6:2-Schützenfest bei Hertha BSC so euphorisch, als wäre es erneut die Königsklasse. Die RB-Spieler revanchierten sich mit Shirts und der Aufschrift „Danke Nummer 12“, tanzten vor dem Gästeblock, Dominik Kaiser stimmte die Uffta an, Naby Keita verdrückte ein paar Abschiedstränen.

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Nur ein Sieg hat am Ende gefehlt, um wieder in der Champions League dabei zu sein. Trainer Ralph Hasenhüttl resümierte: „Ich bin sehr stolz, dass wir in den letzten zwei Spielen noch einmal gezeigt haben was passiert, wenn wir Zeit haben zu trainieren und die Frische zurückkommt. Das war eine komplett andere Mannschaft als in den Wochen davor. Wir sind sehr froh, dass wir in die Europa League gekommen sind und nicht so vermessen zu glauben, dass die Champions League für uns Pflicht ist.“

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Die Art und Weise des Auftritts in Berlin entschädigte die Fans für diverse Klatschen in der Rückrunde. Die Leipziger hatten den Schalter zum Saisonfinale noch einmal umgelegt. Wie schon vor einem Jahr stimmte der Coach die Mannschaft mit einem Motivationsvideo auf das Endspiel ein, in dem Höhepunkte aus dieser Saison sowie Szenen vom Triumph vor einem Jahr in Berlin gezeigt wurden, verriet Diego Demme. Der freute sich nach dem furiosen Sieg in der Hauptstadt darauf, „mit den Jungs ein bisschen zu trinken und zusammen anzustoßen.“ Am Sonntag um 16 Uhr wollen alle einigermaßen fit sein, wenn Dominik Kaiser im heimischen Stadion sein Abschiedsspiel gibt.

Zwei große Fragen bleiben

Doch nicht alles war sonnig an diesem Nachmittag Berliner Olympiastadion. Fragezeichen Nummer eins: Bringt der sechste Platz nun die Gruppenphase der Europa League oder die mühsame Qualifikation? Die Leipziger werden am nächsten Samstag den Bayern im Pokalfinale die Daumen drücken. Demme kündigte an: „Ich werde Jo Kimmich eine Nachricht zukommen lassen, damit er nochmal richtig Gas gibt.“ Denn davon hängt ab, wann die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt. „Wenn die Europa League fix ist, ist es natürlich besser. Dann haben wir eine Woche länger Urlaub“, erklärte Konrad Laimer.

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Ein dickes Fragezeichen steht trotz des Spektakels in Berlin weiter hinter der Zukunft von Trainer Hasenhüttl. Die Vereinschefs Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff liefen eilig und mit ernsten Mienen nach dem Schützenfest ihres Teams durch die Katakomben des Stadions, wollten sich am Samstag nicht äußern. Der Sportdirektor wird sich am Sonntag in Leipzig nach dem „Kaiserball“ wieder den Fragen der Journalisten stellen, hieß es.

Der Coach selbst war auf der Pressekonferenz nicht besonders euphorisch, sagte auf die Frage, ob es schon Tendenzen für eine Verlängerung seines Kontrakts gebe: „Ich habe Vertrag bis 2019 und mich mit dem Verein über Gespräche in der nächsten Woche verständigt. Alles weitere ist mir Stand heute keine Überlegung wert. Ich will mich heute nur über ein tolles Jahr freuen und dafür die Zeit und die Gedanken nutzen.“ In der Kabine gab es dann auch Bier und ein munteres Tänzchen.

Im Olympiastadion hatten den Fans den RB-Coach minutenlang mit Laola-Welle und „Hasi, Hasi“ Sprechchören vor dem Block gefeiert. Auch von der Mannschaft erhielt der Österreicher erneut absolute Rückendeckung. Demme meinte: „Ich kann nur positives sagen, wir haben in zwei Jahren sehr viel mit ihm erreicht.“ Kapitän Willi Orban sagte: „Ich halte sehr viel von Ralph Hasenhüttl. Ich würde gern mit ihm weiter machen.“ Die zwei letzten großen Fragen vor dem Sommerurlaub – in der nächsten Woche wird es darauf Antworten geben.

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