18. November 2018 / 17:19 Uhr

TB Uphusen: Eine Frage der Mentalität?

TB Uphusen: Eine Frage der Mentalität?

Patrick Hilmes
SPORT //  Fu§ball-Oberliga: TB Uphusen - MTV Gifhorn: 
Christian Ahlers-Ceglarek (TB Uphusen)
FOTO: Bjšrn Hake
Eine erfahrene Truppe, die durch Unbeständigkeit auffällt: Der Eindruck steht, dass beim TB Uphusen der nötige Siegeswille fehlt. © Björn Hake
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Abermals verliert der Oberligist nach einem Sieg das nachfolgende Spiel / 0:1 beim SV Arminia Hannover

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3:1 gegen Cloppenburg an Spieltag drei, 2:0 bei Spelle-Venhaus an Spieltag vier. Es war bisher das einzige Mal in dieser Saison der Fußball-Oberliga, dass der TB Uphusen auf einen Sieg einen weiteren Sieg folgen ließ. Nun bot sich an Spieltag 16 abermals die Chance, doch abermals blieb sie ungenutzt. Nach dem überzeugenden 5:1-Heimerfolg über den HSC Hannover setzte es nun bei dessen Stadtrivalen Arminia Hannover wieder eine Pleite – 0:1 (0:1) aus Uphuser Sicht.

Da die Beständigkeit Uphusens in der Unbeständigkeit liegt, muss die Mentalitätsfrage gestellt werden. Der TBU ist durchzogen von erfahrenen Spielern, keine Jungspunde, bei denen schwankende Leistungen in der Natur liegen. "Wir haben noch 14 Spiele und brauchen noch fünf, sechs Siege, um mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. Manchmal habe ich das Gefühl, die Jungs wollen auch nicht mehr als das. Doch so darf ein Fußballer nicht denken, er muss jedes Spiel gewinnen wollen", bemängelte Coach Fabrizio Muzzicato. "Ich glaube, im Grunde will jeder gewinnen. Aber ich kann auch nur das beurteilen, was ich auch sehe."

Und das war in den ersten 45 Minuten erschreckend. "Sieben Tage nach dem HSC-Spiel liefern wir so ein Spiel ab. Das ist einfach unverständlich, das war so ein Leistungsabfall im Vergleich zur Vorwoche", haderte Muzzicato. Die erschreckende Leistung war nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören. "Wir waren verbal nicht da. Das ist sonst ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft lebt, das sie wach ist." Beachtlich sei auch gewesen, dass auf eine starke Leistung nicht nur lediglich eine normale folgt, sondern gleich eine extrem schwache.

Selbst schuld

In Minute drei wurde ein Schuss von Sebastian Kurkiewicz gerade noch zur Ecke abgefälscht. Es sollte die einzige positive Aktion der Uphuser in Hälfte eins bleiben. "Mit Glück stand es zur Halbzeit nur 0:1", betonte Muzzicato. Dieser Rückstand wurde wie viele weitere Arminia-Chancen durch die Arenkampkicker selbst eingeleitet. Kerem Sahan spielte den Ball – ohne Druck zu haben – in den Fuß seines Gegenspielers. Der passte ins Zentrum des Sechzehners, von wo Mohamed Darwisch das 1:0 erzielte (24.). "Das war exemplarisch für unsere gesamte erste Hälfte."

Entsprechend ungemütlich für die Spieler ging es bei der Halbzeit-Ansprache zu Werke – doch sie fruchtete. "Die Jungs haben eine gute Reaktion gezeigt, das Spiel bestimmt und sich zwei Riesenchancen erarbeitet." In Minute 55 war es erneut Kurkiewicz. Sein Schuss prallte von der Unterkante der Latte auf den Boden. Die Frage war: Tor oder nicht Tor? "Er war wohl drin, das meinten die Ordner." Ein Pfiff ertönte aber nicht. Großchance Nummer zwei stammt aus Minute 80: Aus dem Gewühl heraus landete der Ball am Pfosten, den Nachschuss jagte Ricardo Marafona da Costa einem Hannoveraner auf der Linie ans Bein.

Zu allem Überfluss sah Burak Yigit auch noch die Rote Karte wegen grobem Foulspiel an der Mittellinie (84.). Uphusens fünfter Platzverweis dieser Spielzeit. "Das kann auch nicht sein, dass wir jedes vierte Spiel in Unterzahl spielen. Das sind viel zu viele." Schlussendlich kam an diesem Tag vieles zusammen: Platzverweis, mangelhafte Leistung in Hälfte eins, das fehlende Abschlussglück in Hälfte zwei, zudem ein Platz, auf dem Fußball mehr gearbeitet, als gespielt werden musste. "Mein Team funktioniert anders, wir wollen spielen, was aber kaum möglich war. Doch das sind alles keine Ausreden, das war einfach schwach."

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