Beim TSV Hagenburg wird das Wort Meisterschaft nicht in den Mund genommen. Beim TSV Hagenburg wird das Wort Meisterschaft nicht in den Mund genommen. © uk
Beim TSV Hagenburg wird das Wort Meisterschaft nicht in den Mund genommen.

Teamcheck: TSV Hagenburg

Der Bezirksliga-Absteiger zählt in der Kreisliga zu den Mitfavoriten

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Der TSV Hagenburg hat eine desaströse Saison in der Bezirksliga hinter sich. In der Rückrunde wurde es zwar besser, aber die Hypothek mit fünf Punkten am Tabellenende zu stehen, erwies sich als viel zu großer Rucksack. Dass es zum Ende der Saison dennoch so etwas wie Hoffnung auf den Klassenerhalt gab, ist wohl auch der akribischen Arbeit von Felix Dyck zu verdanken, der das Amt des Trainers vom glücklosen Patrick Glawe übernahm. „Das Wunder war nicht machbar, aber der Abstieg ist kein Untergang, eher ein Neuanfang“, erklärt der Trainer, der die Zügel fest im Griff hat. Traditionell sind die Ziele beim TSV Hagenburg aber eher hoch gesteckt.

Dyck ist immer gut vorbereitet, weiß, worüber er spricht. Und worüber besser nicht. „Ich rede vor allem nicht über hochtrabende Ziele. Es gebe keine Parolen, „ich will das Wort Aufstieg nicht hören“. Das ist wohl auch angemessen, denn mit Serkan Özdemir (STK Eilvese), Jan Scholz (TSV Kolenfeld) und Hannes Schauss (SG Letter 05) ist qualifiziertes Personal aus dem offensiven Bereich abhanden gekommen „Die Abgänge haben eine gute individuelle Qualität, standen in den wichtigen Spielen aber kaum mal gemeinsam auf dem Platz“, weiß Dyck. Deshalb halte sich der Verlust im Rahmen: „Aber der Kontakt bleibt.“
Der Hagenburger Coach hat einen Plan. Dazu hat er beim TSV einiges verändert, „jeden Stein umgedreht“. Neue Strukturen wurden geschaffen, Positionen anders besetzt. Er selbst habe so eine Art Rangnick gespielt, quasi Trainer, Kaderplaner und Manager in einer Person. Oliver Haßlöcher ist als Ko-Trainer behilflich. „Es war nicht klar, ob er weitermacht. Jetzt passt es, ich bin glücklich darüber.“

Mit dem Kader ist der Coach sehr zufrieden. Viele Spieler hätten ihren Verbleib von seinen eigenen Plänen abhängig gemacht. Die Trainingsbeteiligung sei gut. „Jeder hat die Chance, sich zu beweisen.“ Die zahlreichen Neuzugänge pushen das Team, das jetzt eine Kopfstärke von 25 bis 27 Spieler hat. „Aber ich muss alle bei Laune halten“, weiß der 27-Jährige.

Das wird nicht leicht, geht am einfachsten über den Erfolg. Dyck will auch wieder als Spieler aktiv sein, hat als ehemaliger Oberliga-Fußballer etwas zu vermitteln. Wenn beide Trainer auf dem Platz stehen, soll Betreuer Gerd Schmidt an der Außenline coachen. „Aber das halte ich mir offen.“ Ein weiterer wichtiger Faktor im Spiel des TSV ist Torhüter Daniel Beißner, dessen Klasse über jeden Zweifel erhaben ist. „Ich bin dabei“, habe der ehemalige Oberliga-Spieler trotz des Abstiegs gesagt und geht mit den Seeprovinzlern in die vierte Saison. „Er ist unser großer Rückhalt“, berichtet der AOK-Angestellte. Ansonsten spricht Dyck nicht gerne über sogenannte Achsen oder wichtige Spieler. „Meine Jungs haben viel Bezirksliga-Erfahrung, die wissen, wie der Hase läuft.“
Der TSV will mit zwei Spielsystemen in die Saison gehen, arbeitet viel an Physis und Taktik. In der Bezirksliga wurde zwangsläufig viel auf Abwarten gespielt, das soll sich in der Kreisliga ändern. „Wir müssen das Spiel gestalten und schnell vor das gegnerische Tor kommen“, erklärt der Wunstorfer. Die nötigen Tore soll Michael Huntemann beitragen, „vielleicht auch ich“. Läuft: Im Vorbereitungsspiel gegen die FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen hat „Hunte“ bereits dreimal eingenetzt.

Gian-Luca Blume (von links), Rizgar Akad, Mustafa Kaygun, Nils Lüttig, Trainer Felix Dyck, Tim Müller, Stefan Trepte, Hendrik Wagner und Dustin Jung. Es fehlen Ali Louati, Jonas Nolte, Daniel Lehmann, Torben Buhre und Niklas Gornig. Gian-Luca Blume (von links), Rizgar Akad, Mustafa Kaygun, Nils Lüttig, Trainer Felix Dyck, Tim Müller, Stefan Trepte, Hendrik Wagner und Dustin Jung. Es fehlen Ali Louati, Jonas Nolte, Daniel Lehmann, Torben Buhre und Niklas Gornig. © uk

Neuzugänge

Daniel Lehmann: Der Stürmer ist ein Knipser, weiß wo das Tor steht.

Rizgar Akad: Das Talent ist flexibel, kann offensiv jede Position spielen.

Nils Lüttig: Der großgewachsene Innenverteidiger kommt aus der eigenen Jugend und muss sich an den Herrenbereich gewöhnen.

Tim Müller: Der Nachwuchsspieler ist Linksfuß und im Mittelfeld variabel einsetzbar.

Mustafa Kaygun: Der variable Defensiv-Spieler bringt viel Talent mit.

Ali Louati: Der Rückkehrer kann jede Position spielen, muss aber sein Temperament im Griff haben.

Dustin Jung: Spielt Außenverteidiger, kann das auf beiden Seiten.

Stefan Trepte: Hat Kreisliga-Erfahrung, soll die rechte Seite beackern.

Hendrik Wagner: Ist auf der linken Seite einsetzbar.

Jonas Nolte: Hat beim TSV ein Zweitspielrecht, kickt ansonsten in der Landesliga.

Torben Buhre: Hat schon mal die Fußballschuhe für den TSV geschnürt, spielt im Angriff. Für den Spieler des Oberligisten MTV Großenheidorn geht der Handball aber vor.

Gian-Luca Blume: Großgewachsener Nachwuchstürmer vom 1. FC Wunstorf.

Prognose

Der TSV Hagenburg verfügt auf der einen Seite über viel Bezirksliga-Erfahrung, gehört zu den Titelkandidaten in der Kreisliga. Zum großen Wurf wird es aber nicht reichen, weil auf der anderen Seite zahlreiche junge und unerfahrene Spieler integriert werden müssen.

Unser Tipp: Platz 2

Verein: TSV Hagenburg

Trainer: Felix Dyck

Ko-Trainer: Oliver Haßlöcher

Torhüter: Daniel Beissner, Ricardo Schulz

Abwehr: Hendrik Bruns, Niklas Kretschmann, Sven Tautz, Sebastian Walter, Daniel Aust, Nils Lüttig, Mustafa Kaygun, Ali Louati, Dustin Jung, Stefan Trepte

Mittelfeld: Marvin Fieberg, Oliver Haßlöcher, Oguzhan Mun, Lukas Nolte, Nick Pape, Lukas Tieste, Christian Trepte, Alexander Kowal, Rizgar Akad, Tim Müller, Jonas Nolte, Hendrik Wagner, Andreas Deschka

Angriff: Michael Huntemann, Robin Elsner, Rune Woelke, Daniel Lehmann, Torben Buhre, Felix Dyck

Zugänge: Tim Müller, Nils Lüttig (eigene A-Jugend), Mustafa Kaygun (TSV Luthe A-Jugend), Dustin Jung, Rizgar Akad, Gian-Luca Blume (1. FC Wunstorf A-Jugend), Ali Louati (1. FC Wunstorf II), Stefan Trepte (MTV Rehren A/R), Daniel Lehmann, Hendrik Wagner (TSV Mesmerode), Jonas Nolte (Zweitspielrecht), Torben Buhre

Abgänge: Serkan Özdemir (STK Eilvese), Jan Scholz (TSV Kolenfeld), Hannes Schauss (SG Letter 05)

Favoriten: SC Rinteln

Saisonziel: einstelliger Tabellenplatz

Nachgefragt bei Daniel Beißner, Torwart TSV Hagenburg.

Wer war Ihr unangenehmster Gegenspieler?

Richard Becker, der hat zu Landesliga-Zeiten im Raum Burgdorf gekickt. Der weiße Brasilianer war technisch sehr versiert und hat meistens getroffen.

Welchen Spieler hätten Sie gerne in Ihrem Team?

Meinen besten Kumpel Sebastian Schirrmacher vom 1. FC Wunstorf. Er ist Allrounder, hat ein überragendes Kopfballspiel - und ist gut an der Theke.

Wer wird Meister in der Kreisliga?

Der TSV Hagenburg! Wenn ich Realist wäre, würde ich das aber nicht sagen. Wir haben sehr junge Spieler einzubauen und die anderen Teams kenne ich kaum.

Region/Schaumburg TSV Hagenburg (Herren) schaumburg-teamcheck

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