Der Kreisliga-Aufsteiger TSV Krankenhagen hat viel an Substanz verloren und spielt vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg. Der Kreisliga-Aufsteiger TSV Krankenhagen hat viel an Substanz verloren und spielt vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg. © ph
Der Kreisliga-Aufsteiger TSV Krankenhagen hat viel an Substanz verloren und spielt vom ersten Spieltag an gegen den Abstieg.

Teamcheck: TSV Krankenhagen

Der Kreisliga-Aufsteiger TSV Krankenhagen hat viel an Substanz verloren

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Der TSV Krankenhagen eilt seit gut zwei Jahren von Sieg zu Sieg und schaffte den Durchmarsch von der 2. Kreisklasse in die Kreisliga. Als Vizemeister gelang dem Team von Trainer Dean Rusch der Aufstieg in das Kreisoberhaus. Eigentlich müsste Friede, Freude Eierkuchen bei den Grünhemden herrschen, doch ein Sommertheater sorgte für viel Wirbel.

Die Verantwortlichen hatten nach dem Abstieg aus der 1. Kreisklasse in der Saison 2014/15 die Mannschaft sinnvoll verstärkt. Der Verein holte ehemalige Jugendspieler aus höheren Spielklassen zurück und baute viele Eigengewächse ein. Trainer Dean Rusch formte eine starke Einheit, die mit Tempo, Technik, fußballerischer Klasse und Teamgeist in zwei Jahren zwei Aufstiege feierte. Der TSV Krankenhagen steuerte einer glorreichen Zukunft entgegen.

Doch irgendwie bekam die heile Welt Risse. Spieler wie Leon Dresenkamp und Marek Hellmig verloren die Lust auf das Fußballspielen in der Ersten. Yannik Dreier zog es aus familiären Gründen zurück zum FC Oberes Extertal und Simon Druffel heuerte – trotz Zusage – in der Nachbarschaft beim TSV Eintracht Exten an. Ein Team mit Perspektive zerbrach in nur kurzer Zeit. Dieses Sommertheater schlug dem TSV-Coach auf das Gemüt. „Das war richtig nervig. Stände mir das Quartett nach wie vor zur Verfügung, dann hätten wir mit dem Abstieg nichts zu tun. Nun wird es für uns eine Herausforderung, die Klasse zu halten“, meint Rusch. Das Wechselwirrwarr kann der Erfolgscoach nicht nachvollziehen. Man habe viel Erfolg und trotzdem gebe es Wechselgedanken und Vereinswechsel.

Nun muss der Neuling ohne dieses Quartett die Mission Klassenerhalt erfüllen. Leon Dresenkamp, Hellmig, Dreier und Druffel waren allesamt Stammkräfte. Beim Blick auf die Zugangsliste fehlen die Granaten. Deshalb ist zu bezweifeln, ob der TSV Krankenhagen nach dem Aufstieg sein Niveau halten konnte. Zudem musste Rusch eine weitere Hiobsbotschaft verkraften: Mit René Dresenkamp fällt sein treffsicherster Stürmer mit Pfeifferschem Drüsenfieber bis mindestens September aus. „Das trifft uns hart“, berichtet Rusch. Der pfeilschnelle Angreifer ist nur schwer zu stoppen und schoss im Aufstiegsjahr 24 Tore. Für ihn springt ein Routinier in die Bresche: Nein, es ist nicht Vereinsikone und Vater Peter Dresenkamp, sondern Altmeister Mathias Krebs. Der 37-Jährige soll bis zur Genesung von René Dresenkamp die Tore für den Neuling schießen.

Der Trainer schaut nur noch nach vorne und versucht, sein Team bestmöglich auf die Kreisligasaison vorzubereiten. „Bei uns herrscht ein großer Glaube an unsere Stärken. Wir sind immer in der Lage, ein Spiel zu drehen und die mannschaftliche Geschlossenheit ist weiter prima“, erklärt Rusch. Die Achse des TSV bilden Spieler wie Karsten Struckmann, Dominik Melcher, Christian Puppich und Deniz Bilgen. In der Vorbereitung avancierte Max Stegner zum großen Gewinner. Die Offensivkraft wurde zum Sechser umfunktioniert, weil er sehr zweikampfstark und robust ist. „Er läuft und läuft und läuft, stopft viele Löcher und ist eine richtige Arbeitsbiene“, lobt Rusch seinen Neuzugang.
Für den TSV Krankenhagen geht es in der Kreisliga vom ersten Spieltag an nur um den Klassenverbleib. „Alles andere ist utopisch“, stellt Rusch klar. Damit der TSV auch im nächsten Jahr im Kreisoberhaus zu Hause ist, ist ein guter Saison-
start dringend erforderlich. Doch der Start hat es in sich: Mit dem SC Schwalbe Möllenbeck, zweimal SC Rinteln, SV Victoria Lauenau und SV Engern warten Hochkaräter auf den Aufsteiger. Bange machen gilt aber nicht. „Die Liga ist sehr ausgeglichen besetzt. Da werden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden“, ist sich Rusch sicher, der den SC Auetal als Top-Meisterschaftsfavoriten sieht.
Der TSV Krankenhagen muss sich in der Rückwärtsbewegung verbessern. „Da setzen wir nach Ballverlust nicht entschlossen genug nach. In der 1. Kreisklasse passiert nicht viel, aber in der Kreisliga wird das sofort mit einem Gegentor bestraft“, fordert Rusch eine bessere Defensivleistung als im Vorjahr. Seine jungen Spieler müssten nun den nächsten Schritt machen und cleverer agieren. Dann klappt es mit dem Klassenerhalt.seb

Für den TSV Krankenhagen geht es in der Kreisliga vom ersten Spieltag an nur um den Klassenverbleib. „Alles andere ist utopisch“, stellt Rusch klar. Damit der TSV auch im nächsten Jahr im Kreisoberhaus zu Hause ist, ist ein guter Saison-
start dringend erforderlich. Doch der Start hat es in sich: Mit dem SC Schwalbe Möllenbeck, zweimal SC Rinteln, SV Victoria Lauenau und SV Engern warten Hochkaräter auf den Aufsteiger. Bange machen gilt aber nicht. „Die Liga ist sehr ausgeglichen besetzt. Da werden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden“, ist sich Rusch sicher, der den SC Auetal als Top-Meisterschaftsfavoriten sieht.
Der TSV Krankenhagen muss sich in der Rückwärtsbewegung verbessern. „Da setzen wir nach Ballverlust nicht entschlossen genug nach. In der 1. Kreisklasse passiert nicht viel, aber in der Kreisliga wird das sofort mit einem Gegentor bestraft“, fordert Rusch eine bessere Defensivleistung als im Vorjahr. Seine jungen Spieler müssten nun den nächsten Schritt machen und cleverer agieren. Dann klappt es mit dem Klassenerhalt.seb

Der TSV Krankenhagen muss sich in der Rückwärtsbewegung verbessern. „Da setzen wir nach Ballverlust nicht entschlossen genug nach. In der 1. Kreisklasse passiert nicht viel, aber in der Kreisliga wird das sofort mit einem Gegentor bestraft“, fordert Rusch eine bessere Defensivleistung als im Vorjahr. Seine jungen Spieler müssten nun den nächsten Schritt machen und cleverer agieren. Dann klappt es mit dem Klassenerhalt.seb

Die Neuzugänge des TSV Krankenhagen. TSV Krankenhagen, Neuzugänge © ph

Neuzugänge

Max Stegner: Der Neuzugang wird vom Stürmer zum Sechser umfunktioniert. Er ist körperlich sehr präsent, kampfstark und eine Bereicherung für den TSV. Der Stammplatz ist ihm sicher.

Steffen Holstein: Nach einer langen Fußballpause hat der Stürmer noch keine Fußballerfigur, muss noch an Muskelmasse aufbauen. Er zieht gut mit und könnte eine Alternative im Angriff sein.

Nico Golub: Er ist ein super Fußballer, muss sich aber noch im körperlichen Bereich auf Kreisliga-Niveau und mehr Tempo in seinen Aktionen bringen.

Yannik Selchow: Der Mittelfeldspieler ist ein guter Techniker und Fußballer, aber er kann nur wenig trainieren, deshalb fehlt es ihm an Kraft und Kondition. Er ist Ergänzungsspieler.

Hergen Böttge: Kommt aus der Reserve, ist sehr schnell und ein guter Konterspieler. Der Stürmer könnte noch an seiner Technik feilen, ist aber ganz nah an der Stammelf.

Oliver Kaminski: Der Youngster stößt aus der eigenen Jugend in den Herrenkader. Er ist ein guter Techniker, müsste aber mehr trainieren, um spielen zu können.

Prognose

Der Substanzverlust ist einfach zu groß: Der TSV Krankenhagen steht im Fahrstuhl und fährt eine Etage tiefer. Mit diesem Kader ist der Abstieg nicht zu verhindern.

Unser Tipp: Platz 16​

Verein: TSV Krankenhagen

Trainer: Dean Rusch

Ko-Trainer: Andreas Küster

Torhüter: Karsten Struckmann, Dennis Falke

Abwehr: Andre Redeker, Steffen Redeker, Jan Redeker, Silvio Koppelberg, Johannes Hänke, Hendrik Sümenicht, Marek Helmig, Max Stegner

Mittelfeld: Nico Grewe, Yannik Selchow, Deniz Bilgen, Christian Puppich, Jan Reese, Dominik Melcher, Tobias Wedemeyer, Thorn Blume, Cedrik Neuhaus, Oliver Kaminski, Nico Golub

Angriff: René, Peter und Leon Dresenkamp, Hergen Böttge, Mathias Krebs, Steffen Holstein

Zugänge: Max Stegner (TSV Eintracht Exten), Steffen Holstein (SV Engern), Nico Golub (SC Deckbergen-Schaumburg), Hergen Böttge (2. Mannschaft), Oliver Kaminski (eigene Jugend)

Abgänge: Simon Druffel (TSV Eintracht Exten), Yannik Dreier (FC Oberes Extertal)

Favoriten: TSV Hagenburg, SC Auetal, FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen

Ziel der Saison: Klassenerhalt

Nachgefragt bei Mathias Krebs

Der 37-Jährige Mathias Krebs stammt aus Neuruppin, spielte in jungen Jahren in der Landesauswahl und stand mit 15 Jahren kurz vor einem Wechsel zu Energie Cottbus.

Sie hatten Ihre Karriere im Herrenbereich schon beendet. Nun sind Sie der große Hoffnungsträger im Angriff des TSV Krankenhagen. Gefällt Ihnen diese Rolle?

Ich kann der Mannschaft sicher mit meiner Erfahrung helfen. Aber ich bin mittlerweile 37 Jahre, Wunderdinge sind nicht mehr zu erwarten. Aber ich helfe gerne aus, denn ich hänge an diesem Verein. Wenn Trainer Dean Rusch anruft, dann stehe ich halt bereit. Aber ich spiele nur so lang bis unser Stürmer Nummer eins, René Dresenkamp, wieder fit ist.

Region/Schaumburg TSV Krankenhagen (Herren) schaumburg-teamcheck

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