06. März 2018 / 15:09 Uhr

Teamcheck zur Rückrunde: TSV Krankenhagen

Teamcheck zur Rückrunde: TSV Krankenhagen

Sebastian Blaumann
Der TSV Krankenhagen (links) muss nach dem Durchmarsch von der 2. Kreisklasse in die Kreisliga nun kleinere Brötchen backen.
Der TSV Krankenhagen (links) muss nach dem Durchmarsch von der 2. Kreisklasse in die Kreisliga nun kleinere Brötchen backen. © Archiv
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Der Aufsteiger muss Kondition und Defensivverhalten verbessern

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Es ist so gekommen wie vorausgesagt: Nach dem Durchmarsch aus der 2. Kreisklasse in die Kreisliga muss der TSV Krankenhagen kleinere Brötchen backen. Nach dem Sommertheater und dem Verlust der Stammkräfte Simon Druffel, Yannik Dreier, Leon Dresenkamp und Marek Hellmig war der Substanzverlust zu groß, um im Kreisoberhaus eine sorgenfreie Serie hinzulegen. Das Team von Trainer Dean Rusch zeigte zwar gute Ansätze, aber die Schwächen blieben. Mit 50 Gegentoren stellt der TSV die zweitschlechteste Defensive und beendet die Hinrunde mit 13 Punkten aus 15 Spielen auf dem 13. Tabellenplatz.

Das würde zum Klassenerhalt reichen, diesen Rang gilt es für den Aufsteiger in der Rückserie zu verteidigen. Einen Platz dahinter steht der TuS Niedernwöhren, der nur zwei Punkte zurück ist, aber vier Spiele weniger ausgetragen hat. „Die Niedernwöhrener werden sich schnell aus dem Tabellenkeller verabschieden“, ist sich Rusch sicher. Er sehe da den FC Hevesen und den SC Stadthagen eher in Reichweite. Der punktlose SC Schwalbe Möllenbeck sei abgeschlagen, den TuS Lüdersfeld dürfe man aber noch nicht abschreiben. „Wir müssen drei Vereine hinter uns lassen, da ich davon ausgehe, dass aus dem Bezirk zwei Schaumburger Vereine absteigen werden und der Kreisliga-Vizemeister nicht aufsteigt. Dann müssen drei Vereine aus der Kreisliga runter“, rechnet Rusch vor.

Innenansicht mit Max Stegner

Der 32-jährige Max Stegner ist das Arbeitstier im Mittelfeld des TSV Krankenhagen.
Der 32-jährige Max Stegner ist das Arbeitstier im Mittelfeld des TSV Krankenhagen. © seb
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Eigentlich ist der TSV Krankenhagen für seine Heimstärke bekannt, doch in der Hinrunde gelang nur ein Heimsieg. Woran hat es gelegen?

Das ist mir auch ein Rätsel. Wenn es scheiße läuft, läuft es scheiße. Wir nehmen uns viel vor, verkrampfen dann, wenn wir in Rückstand geraten, und verlieren die Spiele. Der Platz ist ein Teppich, unser Teamgeist ist vorbildlich, ich hoffe, dass der Knoten in der Rückrunde platzt und wir dann mit Heimsiegen und einigen Auswärtspunkten dazu den Klassenerhalt eintüten.

Der TSV-Coach trauert einigen Punkten hinterher. „Wir hätten sechs, sieben Punkte mehr haben können, dann sehe die Welt für uns klar besser aus“, weiß Rusch. Sein Team habe sich gut an die körperliche Robustheit und das Tempo gewöhnt. „Die Aufstiege hatten wir mit minimalen Aufwand erzielt“, meint der Krankenhäger Trainer. Vor zwei Dritteln der Mannschaften brauche man sich nicht zu verstecken. Der Teamspirit ist geblieben, aber die Defensivschwäche auch. „Wir müssen unser Defensivverhalten verbessern. Ich bin ein Freund vom direkten Gegenpressing nach Ballverlust, doch dafür fehlt uns die Ausdauer“, prangert Rusch das Umschaltverhalten seiner Elf an. Sein Team müsse noch konzentrierter arbeiten, noch kompakter stehen, nur so könne die Gegentorflut eingedämmt werden.

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Ein weiteres Manko des Tabellenviertletzten ist die Heimschwäche. Früher reisten die Vereine mit zittrigen Knien an, denn auf dem kleinen Platz gab es für die Gäste nicht viel zu holen. Das ist mittlerweile anders: Der TSV gewann nur einmal in acht Spielen zu Hause, dagegen dreimal in der Fremde. „Unser Platz ist zu gut. Er ist fast wie ein Teppich, da finden sich die spielerisch besseren Teams gut zurecht“, weiß Rusch.

Mit Karsten Struckmann verfügt der TSV Krankenhagen über einen erstklassigen Torwart. „An ihm liegt es nicht“, meint der Trainer. Dominik Melcher ist der absolute Leader im Team und auch Arbeitstier Max Stegner ist im defensiven Mittelfeld eine Bank. „Max kämpft um jeden Ball“, lobt Rusch. Als Linksverteidiger hat sich Layee Keita etabliert und in der Hinserie viele gute Spiele gemacht. Der Kader wurde in der Winterpause mit Sebastian Schmidt (vom TSV Eintracht Exten) und Maurizio Erkel (TV Stuhr) verstärkt. Erkel kehrt aus Bremen zum TSV zurück und kann die Rolle eines Außenverteidigers bekleiden. Doch bereitet dem Coach die Verletzung von Anführer Melcher Kopfschmerzen. „Er ist in der Halle gegen die Wand geprallt und hat nun Probleme beim Laufen. Er ist nicht zu ersetzen“, erklärt der Coach.

Egal, wie die Saison ausgeht, Rusch wird weiter das Traineramt beim TSV Krankenhagen ausüben: „Der Verein war dafür, die Mannschaft auch, also bleibe ich in der Verantwortung.“

So lief die Hinrunde

TSV Krankenhagen | Tabellenplatz 13 | Punkte 13 | Tore 18:50

Bester Torschütze: Dominik Melcher 4 Tore

Prognose

Krankenhagen wird Drittletzter. Mehr wird es nicht, da die Abwehr des TSV einfach zu löchrig ist. Aber es könnte reichen, wenn es bei zwei Regelabsteigern in der Kreisliga bliebe.

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