02. Februar 2019 / 05:59 Uhr

IOC-Präsident Thomas Bach: Der Fußball darf nicht zum reinen Unterhaltungsgeschäft werden

IOC-Präsident Thomas Bach: Der Fußball darf nicht zum reinen Unterhaltungsgeschäft werden

Frank Schober, Manuel Becker und Sebastian Harfst
Thomas Bach ist seit 2013 IOC-Präsident
Thomas Bach ist seit 2013 IOC-Präsident © imago/Kyodo News
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IOC-Präsident Thomas Bach äußert sich im SPORTBUZZER-Interview zu den Entwicklungen der Olympischen Spiele und seinen Traum, die Veranstaltung in Deutschland zu erleben. An den Fußball richtet er eine klare Warnung.

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IOC-Präsident Thomas Bach spricht im SPORTBUZZER-Interview über die Zukunft der Olympischen Spiele und seinen Traum davon, die Veranstaltung in einer deutschen Stadt zu erleben. Zudem äußert sich der 65-Jährige über die Entwicklung des Fußballs und spricht dabei eine deutliche Warnung aus. „Es wird für den Fußball darauf ankommen, seine Verwurzelungen in der Bevölkerung zu bewahren, dass nicht der Schritt gemacht wird zum reinen Unterhaltungsgeschäft. Dass es Sport bleibt im besten Sinne. Das Rad sollte nicht überdreht werden“, sagte der Top-Funktionär.

Das komplette Interview mit IOC-Boss Thomas Bach

Bach, der bis 2021 als IOC-Boss gewählt ist und die Möglichkeit hätte, sich für eine weitere vierjährige Amtsperiode zur Wahl zu stellen, will nach den Sommerspielen im kommenden Jahr über seine eigenen Zukunftspläne entscheiden. Sein größter Wunsch wird allerdings in jedem Fall nicht in seine Amtszeit fallen: „Ich wünsche mir sehnlichst Olympische Spiele in Deutschland. Was kann es Schöneres geben, als Olympische Spiele in seinem Heimatland? Es wird leider nicht mehr während meiner Amtszeit passieren, aber das würde der Freude, sie hier zu sehen, keinen Abbruch tun. Vielleicht wäre die Freude sogar noch größer, wenn ich ein solches Ereignis ganz gelassen erleben könnte.“

IOC-Präsident Thomas Bach stellte sich den Fragen von Frank Schober, Manuel Becker und Sebastian Harfst.
IOC-Präsident Thomas Bach stellte sich den Fragen von Frank Schober, Manuel Becker und Sebastian Harfst. © SPORTBUZZER
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Zweifel an der Zukunft der Olympischen Spiele kann Bach nicht nachvollziehen. „Ich bin der festen Überzeugung, dass gerade in diesen unsicheren, fragilen Zeiten die Olympischen Spiele wichtiger sind denn je. Denn Olympia ist das einzige Ereignis, dem es noch gelingt, die ganze Welt an einen Ort zu versammeln, wo alle die gleichen Regeln akzeptieren und wo wir Mauern einreißen und Brücken bauen“, sagte der Fecht-Olympiasieger von 1976 und weist die Kritik an den hohen Kosten des Sport-Events zurück.

Bach lässt Kritik an Olympia-Kosten nicht gelten

Bach: „Es werden zu viele Milchmädchenrechnungen aufgemacht. Ein Problem ist: Jeder spricht bei Olympischen Spielen über Kosten, keiner spricht über Einnahmen. Sehen Sie etwa den Bau des olympischen Dorfs: Das ist ein Wohnungsbauprojekt für Tausende von Wohnungen, welches Sie nicht zu 100 Prozent einem Olympiabudget zuschlagen und in 17 Tagen auf null abschreiben können. Dies ist doch offensichtlich.“

Das komplette Interview mit Thomas Bach lest Ihr hier!

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