12. September 2018 / 08:48 Uhr

Thomas Müller nimmt DFB-Elf in die Pflicht: "Es ist unsere Aufgabe, Leroy Sané zu helfen"

Thomas Müller nimmt DFB-Elf in die Pflicht: "Es ist unsere Aufgabe, Leroy Sané zu helfen"

Redaktion Sportbuzzer
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Führungsspieler Thomas Müller glaubt fest an die Qualität von Leroy Sané.
Führungsspieler Thomas Müller glaubt fest an die Qualität von Leroy Sané. © Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
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Als langjähriger Spieler der deutschen Nationalelf geht Thomas Müller mit gutem Beispiel voran, wenn es um die Integration von jungen Talenten geht. In einem Interview forderte der Bayern-Profi die gesamte Mannschaft auf, Leroy Sané mehr an die Hand zu nehmen.

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Thomas Müller gehört zu den Spielern, die den Start der Saison 2018/19 kaum erwarten konnten. Nach der enttäuschenden Weltmeisterschaft in Russland war er einer derjenigen, die dringend Wiedergutmachung betreiben mussten und wollten. Nach zwei Toren aus den ersten beiden Bundesligaspielen scheint der Anfang gemacht, wie der Offensivakteur des FC Bayern München im Interview mit der Sport Bild bestätigt: "Nach der WM wurde ja jeder Stein umgedreht, umso wichtiger war es für mich, gut beim FC Bayern in die Saison zu starten."

Wie praktisch alle Weltmeister des Jahres 2014 stand auch Müller zuletzt stark in der Kritik. "Dementsprechend war es gut zu zeigen: Ich habe immer noch was drauf", argumentiert der 28-Jährige. Doch wie war diese Steigerung möglich? Mit der Erholungsphase in der für ihn kurzen Sommerpause alleine ist dies nicht zu erklären, sondern vielmehr mit seiner neuen, alten Rolle in der Zentrale hinter den Spitzen, die er unter Trainer Niko Kovac im Verein wieder einnehmen durfte.

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Müller weiß, dass er ein klar definierbares Stärken- und Schwächen-Profil habe und verweist auf seine läuferischen Qualitäten: "Gerade in der Mitte ist das sehr gefragt. Darum bleibt diese Rolle meine bevorzugte Position." Zudem hätten seiner Ansicht nach die ersten Spiele gezeigt, dass "es nicht nur der Trainer so sieht, sondern auch meine Performance besser ist". In der vergangenen Saison hatten die Verletzungsprobleme der Münchener "Flügelflitzer" immer wieder dazu geführt, dass Thomas Müller auf die Außen ausweichen musste.

Verjüngungsdebatte beim DFB geht an der Realität vorbei

Der Ur-Bayer scheint - soweit sich das nach den bisher wenigen Spielen zum Saisonstart beurteilen lässt - wieder voll auf der Höhe zu sein - sowohl beim FC Bayern als auch in der Nationalmannschaft. Nicht zuletzt, weil Joachim Löw ihm und den weiteren Führungsspielern wie Manuel Neuer, Jerome Boateng, Mats Hummels und Toni Kroos zuletzt demonstrativ den Rücken stärkte.

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Der Bundestrainer hatte auch im Rahmen seiner WM-Analyse durchblicken lassen, dass er weiterhin auf diese Achse setzen werde. Für Müller ist das kein Widerspruch in Sachen Umbruch: "Im Zuge der intensiven Debatte um die Misserfolge des Sommers wurde die Realität ein wenig aus den Augen verloren. Wenn man den Kader anschaut, bleiben tatsächlich noch diese fünf Spieler, die schon länger dabei sind." Daraus schlussfolgert der Bayern-Profi, dass der Kader generell schon sehr verjüngt und verändert worden sei, was jedoch gerne verkannt werde.

"Da sind alle gefordert, nicht nur Leroy"

Neu hinzugekommen ist inzwischen auch Leroy Sané, der vor der WM überraschend von Löw aus dem Kader gestrichen und dafür in der internationalen Presse stark kritisiert worden war. Nun bekommt der Superstar von Manchester City eine neue Chance. Diese könne er laut Müller nur dann nutzen, wenn alle mit anpacken. "Es ist unsere Aufgabe, dass wir ihm helfen, sein Leistungsoptimum in der Nationalmannschaft abzurufen", sagt der Bayern-Spieler und verleiht seinen Worten Nachdruck: "Da sind alle gefordert, nicht nur Leroy."

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Thomas Müller ist jedenfalls fest davon überzeugt, dass Fußball-Deutschland an dem Youngster in der Zukunft große Freude haben wird: "Leroy ist ein Ausnahmekönner mit Fähigkeiten, die ganz wenige mitbringen. Gerade in Deutschland haben wir kaum Profis mit dieser Geschwindigkeit. Wir wollen daher, dass er diese Waffe für Deutschland einsetzt und in der Nationalmannschaft Gefahr ausstrahlt."

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