Holstein Kiel 012 Tolle Stimmung: Auch auf der Gegengeraden unterstützen die Holstein-Fans „ihre“ Störche am Sonntag voller Enthusiasmus bei ihrem Auftaktspiel gegen den SV Sandhausen. © Paesler
Holstein Kiel 012

Tolle Unterstützung der Fans von Holstein Kiel

Improvisation und reichlich Begeisterung bei Holsteins Zweitliga-Premiere

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Spätestens, als zwei Stunden vor dem Anpfiff der Fußball-Zweitliga-Premiere in Kiel am Sonntag überraschend ein Trecker mit Anhänger auf den Vorplatz des Holsteinstadions vorfuhr, wusste endgültig jeder: An der Förde regiert nach 36-jähriger Abstinenz vom Bundesliga-Unterhaus (noch) Improvisation. Am Ende aber klappte zur Freude der Störche-Verantwortlichen doch (fast) alles.Spaßvögel vermuteten beim Anblick des Landfahrzeuges, er bringe Gülle zum Düngen des Rasen. Tatsächlich aber sei derart Wasser in ausreichender Menge für die Feuerwehr angeliefert worden, wie der Klub informierte. Noch am Sonnabendnachmittag hatten rund 20 Handwerker kräftig an der Haupttribüne geschraubt und gebohrt. 24 Stunden später waren alle Zusatzränge gut begehbar.Und die Störche-Anhänger kamen tatsächlich in Scharen zum ersten Auftritt ihrer Aufstiegshelden. Am Ende waren es 9513 Zuschauer. 90 Minuten vor Beginn mussten sich die Fans in langen Schlangen vor dem Kassenhäuschen gedulden. Rund 100 Störche-Sympathisanten hatten sich zu einem Fan-Marsch aus der Innenstadt verabredet. Es prickelte, es brodelte, die Vorfreude war riesig.Wie auch die Erwartung an die Störche vor der Heimpartie gegen den SV Sandhausen. Einstimmiger Tenor der nicht-repräsentativen Sonntagsfrage: Holstein landet nach Ende des Spieljahres im gesicherten Mittelfeld. Michael Köllmer gab sich stellvertretend optimistisch: „Ich hoffe, dass wir zwischen Platz zehn und 14 eintrudeln. Für das Spiel gegen Sandhausen tippe ich auf einen 2:1-Sieg.“ Knapp verfehlt.

Wie auch von Bert Moll aus Kronshagen, der relativierte: „Wenn wir im gesicherten Mittelfeld die Saison beenden, bin ich mehr als zufrieden.“Als die Störche zum Warmlaufen auf dem Rasen des Holsteinstadions erschienen, gab’s den ersten Jubel-Orkan, das erste Gänsehaut-Gefühl. Am Ende hieß es: Laut, lauter, Ducksch-Ausgleichstreffer zum 2:2. Angesichts des akkustischen Höhepunkts in der Schlussminute inklusive der Hüpf- und Tanzeinlagen der Anhänger musste ernsthaft um die Statik der Westtribüne gefürchtet werden. Und die Begeisterung ob der Moral der Kieler hielt beim Anhang auf dem Heimweg an. „Das war toll anzusehen, wie Holstein in der zweiten Halbzeit nach dem 0:2-Rückstand zurückgekommen ist“, sagte der 41-jährige Horst Knaup aus Elmschenhagen.Ein Orakel der besonderen Art hatte es bereits am Sonnabend per Voice-Mail aus Schweden gegeben. Dort lebt Volker Tönsfeldt, der erste Zweitliga-Torschütze aus der Zeit von 1978 bis 1981. Am 9. August 1978 hatte der Linksaußen im ersten Heimspiel gegen Westfalia Herne zur 1:0-Führung getroffen (Endstand: 2:1). Für das Duell mit Sandhausen prognostizierte Tönsfeldt: „Mein Tipp: Es wird auch heute der Linksaußen das erste Zweitliga-Tor erzielen.“ Steven Lewerenz, aktueller linker Flügel der Störche, hielt sich an die Vorgabe.

Fussball 2. Bundesliga Region/Kiel Holstein Kiel (Herren)

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