HSV-Merchandising-Chef Timo Kraus wird seit der Nacht zum 8. Januar vermisst. HSV-Merchandising-Chef Timo Kraus wird seit der Nacht zum 8. Januar vermisst. © dpa/Twitter HSV
HSV-Merchandising-Chef Timo Kraus wird seit der Nacht zum 8. Januar vermisst.

Toter HSV-Manager Timo Kraus: Ermittlungen eingestellt!

Der Fall Timo Kraus ist für die Polizei Harburg abgeschlossen: Es gebe keine Hinweise auf eine Straftat, so der Pressesprecher.

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Nach dem Tod des HSV-Managers Timo Kraus hat die Polizei die Ermittlungen eingestellt. "Alles, was wir wissen, deutet darauf hin, dass es sich um einen Unglücksfall handelt", sagte Jan Krüger von der Polizeiinspektion Harburg am Montag. Als Todesursache stehe Ertrinken fest; das habe das Obduktionsergebnis ergeben. "Es gibt keine äußeren Verletzungen und keine Hinweise auf eine Straftat", erläuterte Krüger. Mit der Identifizierung des Toten sei der Vermisstenfall nun abgeschlossen.

Die Leiche des Managers vom Hamburger Sport-Verein war am Donnerstag bei den Hamburger Landungsbrücken in der Elbe entdeckt worden. Dort war der 44-Jährige vor elf Wochen das letzte Mal gesehen worden. Kraus hatte Anfang Januar abends mit Kollegen und Freunden in einem Lokal an den Landungsbrücken gefeiert. Ein Taxi sollte den angetrunkenen Familienvater in seinen Heimatort Buchholz in der Nordheide bringen. Dort kam er aber nie an, sondern kehrte aus ungeklärten Gründen zu den Landungsbrücken zurück.

Witwe glaubt nicht, dass Kraus betrunken war

Am Freitag wurde bestätigt, dass es sich bei der in der Hamburger Elbe gefundenen Leiche um den vermissten HSV-Manager Timo Kraus handelt. Die Fundstelle liegt in der Nähe des Ortes, an dem Kraus spurlos verschwand. Nach einer Firmenfeier an den Landungsbrücken Anfang Januar war Kraus nicht nach Hause zurückgekehrt.

Seine Frau Corinna Kraus sagte dem Magazin „Der Spiegel“: „Was suchte mein Mann bei Nacht auf der Brücke? War er allein? Ging er freiwillig dorthin? Hat ihn jemand ins Wasser gestoßen?“

Hier lesen: Witwe glaubt nicht an Unglücksfall

Die Hintergründe bleiben mysteriös. Woran lag es, dass der Familienvater in die Elbe fiel? Witwe Corinna Kraus glaubt nicht, dass ihr Mann zu viel getrunken hatte. „Ich habe meinen Mann noch nie stockbetrunken erlebt. Dass er sich als Chef vor seinen Mitarbeitern volllaufen lässt, kann ich mir nicht vorstellen.“ Auch einen Selbstmord schließt die Witwe aus.

Hier lesen: Der Fall Kraus bei Aktenzeichen XY

Wo und wann verschwand Timo Kraus?

In der Nacht zum 8. Januar feiert der HSV-Marketingchef im Hamburger Brauhaus "Bockbräu". Gegen 23.30 Uhr setzen ihn seine Mitarbeiter in ein herbeigerufenes Taxi. Das Ziel: das Familienhaus im 40 Kilometer entfernten und südlich von Hamburg gelegenen Buchholz in der Nordheide.Nach nur einem Kilometer wendet das Taxi und fährt zurück Richtung Hafen.

Die Gründe für die Rückkehr zum Hafen sind nach wie vor völlig unklar. Zuletzt sieht ein Zeuge Kraus an den Landungsbrücken. Etwa um 0.40 Uhr verliert sich das Signal seines Handys am Museumsschiff "Rickmer Rickmers".

Daraufhin suchen Beamte den Hafen-Bereich mit einer Spürhündin ab, die die Fährte des Vermissten aufnimmt. Sie führt von den Landungsbrücken bis auf den Ponton. Das ist die schwimmende Anlegestelle an der Brücke 1 vor der "Rickmer Rickmers".

Timo Kraus Hamburger SV (Herren) Fussball Bundesliga

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