USER-BEITRAG Doch noch geschafft: 05-Trainer Najeh Braham umarmt in dieser Szene Stürmer Grzegorz Podolczak. © Theodoro da Silva

Totgesagte leben länger

05-Vizepräsident Handkammer: "Werden natürlich Oberliga spielen"

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Göttingen. Totgesagte leben eben doch länger. Im Drama um den vermeintlichen Abstieg des Fußball-Oberligisten 1. SC 05 zeichnet sich nun ein überraschendes Happy End ab. Zunächst hatte am Dienstag Regionalliga-Absteiger SV Wilhelmshaven keine Oberligalizenz erhalten, dann siegten am Abend die Freien Turner Braunschweig in der Relegation zur Regionalliga mit 4:0 gegen den Bremer SV und stehen damit unmittelbar vor dem Aufstieg. Da somit zwei Plätze in der Oberliga frei werden, wäre 05 als Drittletzter gerettet. Bis zum kommenden Dienstag kann Wilhelmshaven aber noch Einspruch einlegen. Außerdem könnte der Braunschweiger Aufstieg theoretisch durch einen Bremer Kantersieg am Sonnabend gegen den VfB Lübeck vermasselt werden. Beide Szenarien sind allerdings unwahrscheinlich.
Geradezu euphorisch reagierte 05-Trainer Najeh Braham, der sich bereits auf eine Zukunft in der Landesliga eingestellt hatte, auf die Entwicklungen. „Das ist allererste Sahne. Endlich haben wir mal das Glück, das wir uns redlich verdient haben. Mit 34 Punkten muss man einfach in der Liga bleiben“, sagte Braham. Der Tunesier besitzt entscheidende Aktien an der Rettung, denn vier Spieltage vor Saisonende rangierten die Schwarz-Gelben auf dem vorletzten Platz. Das hätte auch in der aktuellen Konstellation nicht zum Ligaverbleib gereicht. Dann folgte eine nicht für möglich gehaltene Serie von vier Siegen, und 05 schoss auf den finalen Metern noch am VfL Bückeburg vorbei.
Vom Klassenverbleib erhofft sich Braham neuen Wind bei der Sponsorenakquise. Das sei im Hinblick auf die Kaderzusammenstellung essenziell. Er habe einige vielversprechende Akteure aus Kassel als Neuzugänge ins Auge gefasst. „Momentan würde es aber am Geld scheitern“, so der 37-Jährige. Daher hofft Braham darauf, dass sich junge Spieler und Studenten seiner Mannschaften anschließen, die dann ähnlich gut einschlagen wie Nigel Bier, der im Winter zu 05 gekommen war.
Definitiv nicht mehr das schwarz-gelbe Dress tragen werden Kapitän Christian Horst, Thorben Rudolph und Julian Keseling – unabhängig von der Liga, in der 05 spielt. „Wir hatten gute Gespräche mit ihnen, planen aber auch in der Oberliga ohne sie“, bestätigte Vizepräsident Jens Handkammer. Die Mannschaft verlässt zudem Torwart Niko Wolany, der an der Deutschen Sporthochschule in Köln studieren wird. An Alexander Burkhardt hat Landesligist SVG Interesse angemeldet (siehe untenstehender Bericht). „Die restlichen Spieler haben wir aber für die nächste Saison fast schon sicher in Sack und Pack“, betonte Handkammer.
Überdies bekräftigte er, dass 05 definitiv in der Oberliga antreten werde, nachdem einige Fans im Internet Bedenken geäußert hatten, die Mannschaft würde vom Vorstand trotz vorhandener Lizenz in die Landesliga zurückgezogen. „Wir haben uns ja nicht umsonst frühzeitig mit der Möglichkeit des Klassenerhalts auf diesem Weg beschäftigt und eine Oberliga-Lizenz beantragt. Jetzt haben wir die, bleiben drin und werden natürlich Oberliga spielen“, so der Stellvertreter von Präsident Hans-Jörg Ehrlich. Erste positive Signale von Sponsoren habe es bereits gegeben. „Gewisse Zusagen könnten sich beim Verbleib in der Oberliga verlängern. Dann wäre Geld für neue Spieler verfügbar.“ Es brauche sich in jedem Fall niemand Sorgen zu machen, dass 05 keine schlagkräftige Truppe in die Oberliga entsendet, versicherte Handkammer. Selbst wenn dem nicht so wäre – totsagen sollte man den 1. SC 05 so schnell nicht.

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