X
Fußball in Deutschland
Fußball International
Fußball-Nationalmannschaft
Fußball in den Regionen
Fussball nach Bundesländern
MALLEBUZZER
Boulevard
eSports
Sportmix

Traditionsduell: Lok Leipzig tritt beim BFC Dynamo an

Fabian Held
Lok Leipzigs Matthias Steinborn trifft am Samstag auf seinen Jugendverein BFC Dynamo.  © Christian Modla (Archiv)

Lok-Angreifer Matthias Steinborn stammt aus der BFC -Jugend. Am Samstag gibt es in Berlin ein Wiedersehen 

Leipzig. „Fußball“, so lautet eine viel gebrauchte Floskel, „ist Ergebnissport“. Doch Fußball ist für Matthias Steinborn derzeit vor allem eines: Spaß! „Ich fahr wirklich jeden Tag mit Freude zum Training“, strahlt der 29-Jährige. In der Kabine herrsche eine super Stimmung, es wird auch mal Quatsch erzählt. Dabei, so ehrlich ist Steinborn, sei er schon „vorne mit dabei“. Danach lacht er laut und relativiert: „Die Kollegen Robert Zickert und Djamal Ziane spielen auch vorne mit“.

Anzeige

Zwei Jahre hatte Trainer Heiko Scholz an seinem Wunsch-Angreifer gegraben, in diesem Sommer war es dann soweit. Steinborn hatte sich viele Gedanken gemacht, ob er aus seiner Heimatstadt noch mal weg sollte, den Sprung zum 1. FC Lok wagen. Er entschied sich dafür und fühlte sich „seit dem ersten Tag wirklich pudelwohl“. Die Mannschaft findet sich sportlich und menschlich immer mehr zusammen, meint Steinborn. Viele Spieler würden auch privat Zeit miteinander verbringen. Erst neulich waren alle zusammen essen, verrät der Stürmer.

Doch bei aller Freude – und hier kommt die Eingangs-Floskel wieder ins Spiel – müssen eben die Ergebnisse auch stimmen. Zuletzt war Lok da leicht im Aufwind, vor allem das Spiel gegen Babelsberg war fußballerisch ein klarer Schritt nach vorne. Einzig und alleine die Vielzahl an Chancen, die nicht verwertet wurden, ärgern Fans und Spieler gleichermaßen. „Ich finde aber, dass wir viel Positives aus dem Spiel ziehen können“, meint Steinborn und findet aber einen Kritikpunkt: „Wir müssen bei Standardsituationen gefährlicher werden. Wir haben ein paar große Jungs!“

Mehr zum 1. FC Lok Leipzig

Auch Steinborn selbst will noch effektiver werden, er selbst ließ beim 1:1 gegen Babelsberg zwei Chancen liegen. Seit den beiden Toren im ersten Saisonspiel gegen Meuselwitz herrscht eine kleine Tor-Flaute bei Steinborn, der seine eigenen Statistiken dabei gar nicht in den Vordergrund stellen will: „Ich spiele lieber noch mal quer zu einem Kollegen, als auf Ego-Trip zu machen“.

Viele Jahre war Steinborn für den BFC auf Torejagd gegangen. Das Wiedersehen, auch wenn es nicht das erste ist, wird eine besondere Sache. „Ich kenne da jeden Grashalm“, meint der 29-Jährige, sagt aber auch: „Für 90 Minuten muss ich alle Emotionen ausblenden“. Die Trennung von seinem jahrelangen Verein im Sommer sei im Guten verlaufen, alle Beteiligten können sich noch gut in die Augen schauen. „René Rydlewicz ist menschlich top. Er ist ein Glücksfall für den Verein“, sagt Steinborn über seinen alten Coach. Er habe ihm auch zum Wechsel gratuliert.

All das steht am Samstag hintenan. Mit Freude will das Lok-Team das traditionsreiche Ost-Duell angehen. „Jedem Fußballer macht es Bock, vor mehr Zuschauern zu spielen“, sagt Steinborn. Der größte Spaßfaktor wären am Ende dann aber doch drei Punkte.

Mehr zur Hero Unit
Region/Leipzig Kreis Leipzig 1. FC Lokomotive Leipzig (Herren) BFC Dynamo (Herren) 1. FC Lokomotive Leipzig Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) BFC Dynamo ...
Anzeige