gts - Martin Möller_ Martin Möller ist nicht mehr Trainer der SG Rönnau Segeberg. © Göttsche
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Trainer der SG Rönnau-Segeberg legt sein Amt nieder

Martin Möller beklagt mangelnde Unterstützung - Beweggründe liegen im sportlichen und organisatorischen Bereich

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Martin Möller räumte eine gewisse Ratlosigkeit ein und kündigte nach dem 1:4 seiner Verbandsliga-Fußballer der SG Rönnau-Segeberg am vergangenen Sonntag gegen den SSC Hagen-Ahrensburg an, sich intensiv Gedanken machen zu wollen. „Ich habe alles gegeneinander abgewogen“, verriet Möller. Das Ergebnis der schlaflosen Nacht fiel eindeutig aus. Der Bad Segeberger, der die SG als Coach zweieinhalb Jahre lang sehr erfolgreich geführt hatte, stellte sein Amt zur Verfügung. „Als Trainer habe ich mir einen Panzer um meinen Körper zugelegt“, erklärte Möller, der nach außen stets einen gelassenen Eindruck vermittelte. „Dieser Schutz um mich herum ist in den letzten Wochen immer dünner geworden.“

Die sportliche Situation mit nur sieben Punkten aus elf Spielen war nicht alleine für den Rücktritt verantwortlich. „Wenn man acht von elf Spielen verliert, muss man sich hinterfragen“, erläuterte der Familienvater, der in der dritten Saison für die SG verantwortlich war und die Mannschaft in der abgelaufenen Spielzeit zum überlegenen Staffelsieg in der Kreisliga und in das Kreispokalfinale geführt hatte. „Der Sprung in die Verbandsliga ist enorm und leider hat die Mannschaft diesen mit Einsatz und Leidenschaft noch nicht vollziehen können.“

Personell war nicht nur der Kader auf dem Feld durch Verletzungen, aus privaten oder beruflichen Gründen ausgedünnt, sondern auch das Team um die Mannschaft herum. „Wenn es läuft, fallen diese Defizite, die wir im Umfeld bereits in der vergangenen Saison hatten, nicht ins Gewicht“, sagt Möller. Diese mangelnde Unterstützung und die Einschätzung, dass die Fusion zwischen Eintracht Segeberg und dem SC Rönnau 74 für Möller „noch sehr holprig verläuft“, hätten letztlich den Ausschlag gegeben, das Amt beim Tabellenvorletzten der Südstaffel niederzulegen und den Weg für einen Nachfolger freizumachen.

Bernd Motschmann, der für die Organisation in der SG verantwortlich ist, zeigte sich vom Zeitpunkt der Entscheidung überrascht. „Wir hatten für nächste Woche ein Gespräch anberaumt, bei dem wir nicht nur die sportliche Situation analysieren wollten“, sagte Motschmann, der hervorhob, dass Martin Möller nicht zur Disposition gestanden hätte. „Wir wollten in großer Runde gemeinsam nach einem Ausweg suchen.“ Nach einem Telefonat mit Möller musste Motschmann jedoch eingestehen, dass er „die Beweggründe versteht und die Entscheidung nachvollziehen kann“.

Bis ein Nachfolger für Möller gefunden ist, wird Mirko Wittenberg für das Team verantwortlich sein. Der 41-Jährige, unter Möller Co-Trainer, wird die Übungsabende leiten und am kommenden Sonntag, wenn die SG Rönnau-Segeberg ab 15 Uhr beim Breitenfelder SV (11.) aufläuft, den Posten des Interimstrainers übernehmen. „Mirko genießt unser Vertrauen und das der Mannschaft“, erklärte Bernd Motschmann.

Region/Kiel SG Rönnau-Segeberg Verbandsliga Schleswig-Holstein Süd-Ost, Herren

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